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Millionenjagd
(Million Dollar Quest)

Herausgeber: Nevosoft
Entwickler: Nevosoft
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Autor: Sonja R,

Sandra hat Urlaub und auch irgendwie Langeweile. Da entdeckt sie in der Zeitung eine Anzeige, dass es eine Million Dollar zu gewinnen gibt. Sie fühlt sich direkt angesprochen und macht mit. Tatsächlich bekommt sie wenige Tage später ein Flugticket, um am Spiel teilzunehmen. Sie steigt in den Flieger und landet in Peking, aber die ganze Reise gestaltet sich etwas komisch. Es gibt immer wieder Hinweise auf ihre Vergangenheit, an die sie sich selbst aufgrund eines Unfalls nicht erinnern kann. Sie kennt weder ihre Familie, noch hat sie irgendwelche Anhaltspunkte, was passiert ist. Während dieser Reise nun kehrt ihre Erinnerung Stück für Stück zurück, begründet auf dem Millionenspiel.

Ohne Zeitlimit folgst du hier Hinweisen, die dir auf deiner Reise gegeben werden. Das ergibt einen bunten Mix aus Wimmelbildern, Aufgaben und Minispielen. Grundsätzlich ist alles in den Spielablauf integriert und passt in die Handlung. Fangen wir mal mit den Wimmelbildern an.

Sie bestehen nicht aus Szenen, in denen eine Liste abzuarbeiten ist. Vielmehr müssen Gegenstände gesucht werden, die gebraucht werden. Manchmal gibt es Listen, aber meistens nur Oberbegriffe wie die Utensilien, die man für die Reise braucht. Auch Silhouettensuchen sind dabei. Das alles ist in den Aufgaben enthalten, womit wir schon mitten im nächsten Punkt sind.

Es ist ja immer etwas zu erledigen, und während Nevosoft bei Spur der Träume (einen auch so aufgebauten Spiel) damit erst sehr spät in die Puschen kam, beginnt es hier von Anfang an recht gut. Die Aufgaben sind nicht schwer, aber auch nicht mit verbundenen Augen lösbar. Wenn du einen Schlüssel nehmen willst, wird er dir von einer Krähe gestohlen und du musst ihn ihr wieder abluchsen. Während des Lösens der Aufgaben entstehen so immer wieder veränderte Situationen. Viele Objekte sind eigentlich für das Inventar, können aber auch direkt eingesetzt werden, weil sie zunächst an der Maus hängen bleiben.

Allerdings steigt der Schwierigkeitsgrad und die Informationen sinken. Du stehst später mit einer allgemeinen nichtssagenden Aufgabe da, und dabei völlig im Regen. Denn du hast keine Ahnung, wie das Ganze gerade hier aufgebaut ist. Das sagt dir auch keiner mehr und du kannst einfach manchmal nicht darauf kommen. Auf welchen Umwegen man in eine Garderobe kommt, behalte ich deshalb lieber für mich. Letztendlich führt es dazu, dass du wie wild mit der Maus über den Bildschirm kreist, um hoffentlich ein Glitzern zu entdecken. Oft bleibt das aber aus und nur der Tipp kann dich - zumindest für den Anfang - auf die richtige Spur bringen.

Der reizt aber nicht gerade dazu, ihn zu benutzen, braucht er doch ziemlich lange, um wieder aufzuladen. Wenn du ihn also benutzt hast, um wenigstens eine Ahnung davon zu bekommen, was du tun sollst, dann setz dir in Ruhe einen Kaffee für die Wartezeit auf. Wenigstens steht er aber auch bei den Minispielen zur Verfügung.

Die tauchen nicht einfach so in den Aufgaben auf, sondern haben ihre eigenen Level. Millionenjagd hat 22 Kapitel mit 3 bis 5 Leveln, wobei jedes seine eigene Aufgabe oder Minispiel hat. Überspringen kannst du sie deshalb nicht, denn du würdest ja ein komplettes Level überspringen. Auch sie passen in die Geschichte, wobei mir spielsüchtige Mönche und Hoteliers aufgefallen sind.

Es sind immer wieder Notizen zu sortieren, damit sie einen sinnvollen Text ergeben. Oder du spielst ein Hütchenspiel für den Gewinn eines Gratis-Abendessens und puzzlest Fotos zusammen. Auch das Einstellen der Spiegel war ganz nett. Sie sind schon abwechslungsreich und mit Phantasie gemacht. Die Erklärung sind aber auch hier eher mager.

Die Grafik ist ganz annehmbar, die Musik nicht so richtig passend. Zumindest hält sich Sandra mit Kommentaren weitestgehend zurück und Dialoge können durch Klicken beschleunigt werden.

Wer Spur der Träume kennt und mag, wird dieses Spiel ebenfalls mögen. Während man damals erst zur Hälfte des Spiels in Gang kam, ist es diesmal von Beginn an in voller Fahrt. Leider vergisst man dann die Bremse zu ziehen und wer nicht mit sehr viel Geduld gesegnet ist, wird das Spiel wahrscheinlich vor Ablauf in die Ecke werfen.

Dann würde man aber nicht mehr den Schluss erleben, der die ganze Reise und die Erinnnerungsstücke aufklärt. Ich habe selten eine so an den Haaren herbei gezogene Geschichte gehört. Über die Reise ergibt alles schon einen Sinn, aber warum und weshalb dann am Ende - nein! Und die Frage, woher der Inserent wusste, dass Sandra auf die Anzeige antworten wird, bleibt mir auch ein ewiges Rätsel.

Ich denke, man muss sich selbst während der Probestunde einen Eindruck verschaffen. Es ist ein Spiel, das die Meinungen sehr teilen wird. Während die einen ihren Spass daran haben werden, sind andere gelangweilt und genervt. Das sollte aber tatsächlich jeder bei einem Probedownload selbst herausfinden.

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