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Midnight Mysteries: Abrahams Hexer


tassentassen
Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Hot Lava

Download (Sammler): BigFish Games.de

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Autor: Elke M.
Datum: 29.09.2013

Unterdurchschnittlicher 5. Teil einer nicht enden wollenden Reihe
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Der Geist von Abraham Lincoln selbst bittet uns in diesem neuen Fall um Hilfe. Er war seinerzeit  nicht nur ein Staatsmann sondern auch ein erfahrener Oberbefehlshaber, der ein ausgeklügeltes Netzwerk an Detektiven und Spionen beschäftigte, das ihn zum am besten informierten Präsidenten der Geschichte machte. Und so erfuhr er von einem Vermögen, das eine geheime Gesellschaft während der Unruhen ansammelte und das nach dem Krieg eine unvorstellbar große Gefahr darstellen sollte. Also schickt er uns auf Schatzsuche in die Vergangenheit.

Wir sind sehr einsam bei diesem Spiel. Gelegentlich suchen uns die durchsichtigen Schatten Verstorbener auf, aber den größten Teil sind wir auf uns alleine gestellt. Die Schauplätze erinnern uns an vorangegangene Episoden dieser Serie, viele Szenen spielen nachts und trotzdem will kein richtiger Grusel aufkommen. Selbst das Entgleisen eines Zugs ist so lapidar dargestellt, so dass es uns emotional nicht berührt. Die Musik wimmert unscheinbar vor sich hin, ohne lästig zu werden.

In einem Journal, das mit unserem Spielernamen versehen ist, können wir zuallererst einen Schwierigkeitsgrad auswählen. Alle drei Modi unterscheiden sich in den Aufladezeiten und beim Glitzern von aktiven Bereichen. Nur im Expertenmodus geben die 21 Raben, die man als Zusatztipps sammeln kann, keine Hinweise. Wer sich einmal für einen Schwierigkeitsgrad entschieden hat, muss bis zum Spielende dabei bleiben, eine änderung ist nicht mehr möglich.

über das Tagebuch gelangen wir auch zur Karte. Sie zeigt sehr zuverlässig Orte an, an denen jetzt im Moment etwas zu tun ist und unseren aktuellen Standort. Die Wege an die einzelnen Schauplätze müssen wir allerdings per Pedes zurücklegen, da sie über keine Transportfunktion verfügt. Zu unserer großen Erleichterung sind die Strecken kurz gehalten, nur relativ selten müssen wir zu Szenen zurück, weil sich dort z. B. ein Wimmelbild geöffnet hat. Ebenfalls verlässlich ist der Tippbutton. Einmal geklickt, führt er uns so lange durch das Spiel, bis wir an der passenden örtlichkeit angekommen sind.

Das Inventar ist die meiste Zeit mehr als gut gefüllt. Zum einen erhalten wir Gegenstände von den Geistern. Zum anderen auch über Wimmelbilder. 7 Wortsuchlisten sind abzuklappen, dabei sind kleine Interaktionen eingebaut. Wählen wir den gesuchten Begriff mit der Maus an, wird uns sein Umriss auf der rechten Seite angezeigt. Ein einziges Mal suchen wir gleiche Paare und ebenfalls einmal müssen wir abgebildete Objekte in die Szene zurück stellen. Nur wenige der Wimmelbilder spielen wir erneut.

Sowohl Licht als auch Schatten gibt es bei den fast 30 Rätseln. Das erste Dutzend ist komplett zu vernachlässigen, da alle dieser Minispiele mit wenigen Klicks gelöst werden können und auch keine überraschungen auf uns warten. Ab der Halbzeit steigt der Schwierigkeitsgrad leicht an und die Puzzles werden etwas aufwendiger und anspruchsvoller, trotzdem haben wir den Eindruck, dass auf Teufel komm raus versucht wurde, aus jeder noch so kleinen Aufgabe ein Rätsel zu entwickeln.

Wenn wir 40 leicht versteckte Kleeblätter einsammeln, wird für 9 Wimmelbilder ein Endlosmodus freigeschalten. Je nachdem, wie schnell wir die Begriffe finden erhalten wir dafür eine Gold-, Silber- oder Bronzeauszeichnung. Das ist mehr als langweilig, da es die gleichen Begriffe und Interaktionen sind, wie im Hauptspiel auch. Zusätzlich sind 21 Raben verborgen, die als Zusatztipp fungieren, wenn wir nicht den Expertenmodus gewählt haben. Ansonsten erhält man für das Auffinden aller Vögel eine von 22 Auszeichnungen, für das Spiel selbst sind sie bedeutungslos. Die meisten dieser Errungenschaften sind ganz gut gewählt und nicht völlig sinnfrei wie bei vielen anderen Spielen.

Wer geduldig alle Gespräche mitliest, die Rätsel selbst löst und die Karte nicht zu oft zur Hand nimmt, wird nach höchstens 4 Stunden zu einem logischen Ende gelangen. Es ist allerdings wenig aufregend und genauso unspektakulär wie der Rest des Spiels. Im Bonuskapitel treten wir ca. 30 Minuten gegen Jesse James an, der die Leiche von Abraham Lincoln entführt hat. Und auch hier haben die Entwickler es geschafft, ein relativ spannendes Thema unglaublich langweilig umzusetzen. Zudem sind wir fast zu 100 Prozent an den gleichen Schauplätzen wie im Hauptspiel und finden teilweise sogar wieder genau die Gegenstände, die wir uns zuvor auch schon erspielt haben. Erwähnt sei auch, dass sich im Bonuskapitel keine Kleeblätter mehr verstecken. Ansonsten erhalten wir für unser Geld noch Wallpapers, Konzeptkunst, Bildschirmschoner und einige Charaktere zum selber zusammenpuzzeln, wahnsinnig spannend, besteht doch jedes Bild aus ca. 6 – 8 Teilen!

„Midnight Mysteries: Abrahams Hexer“ ist der fünfte und vermutlich auch der schlechteste Teil dieser Reihe. Es gibt so rein gar nichts, was uns irgendwie aus der Lethargie des gesamten Spiel reißt (nebenbei fragt man sich, was aus den ursprünglichen Entwicklern Mumbo Jumbo geworden ist, die für die vorherigen Teile sowohl als Herausgeber, als auch als Entwickler gezeichnet haben). Die Handlung ist höchstens für diejenigen unter uns interessant, die sich gerne mit der Bürgerkriegszeit Nordamerikas beschäftigen und schon immer mehr darüber wissen wollten. Wem die anderen Spiele dieser Reihe gefallen haben, für den könnte der Probe-Download interessant sein, alle anderen sollten auf Teil 6 warten, bei dem es um Charles Dickens gehen wird. Zudem rate ich, von der Sammleredition auf jeden Fall die Finger zu lassen.


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