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Midnight Mysteries:
The Edgar Allan Poe Conspiracy

Herausgeber:BigFish Games
Entwickler: Mumbo Jumbo

Autor: Claudia K
deutsche Version: 11.06.2010

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Der Meister des Makabren, Edgar Allan Poe, lädt dich auf eine schattenumwobene Reise ein, um das Geheimnis über seinen Tod zu lüften.Du hast 24 Stunden Zeit, um seinen Mörder zu finden. Du spielst als berühmter Mystery - Autor und sollst den Mord an Edgar Allen Poe aufklären. Folge deinen Geister-Führern durch Poe's klassische Geschichten während du verschiedene Verdächtige findest und die Unschuldigen ausschließen mußt.

Dein Abenteuer beginnt auf einem Friedhof vor dem Grabstein von Edgar Allen Poe und wird dich in einer Zeitreise in die Bücher des Meisters bringen und in die ferne Vergangenheit. In jeder Szene wirst du eine Liste von Gegenständen bekommen, die du suchen musst. Die meisten haben nichts mit der Geschichte oder dem Verlauf des Spieles zu tun, aber einige liefern dir wichtige Hinweise oder wandern in deine Inventartasche. Von dort aus kannst du sie dann später benutzen um bestimmte, in blaue geschriebene, Gegenstände zu finden. Auch diese können später gebraucht werden, müssen aber nicht. Manche sind einfach völlig sinnlos. In der Regel werden gefundene Gegenstände sehr unmittelbar benutzt, direkt im Anschluss an die Suchszenen. Erst zum Schluss hin werden einige Gegenstände auch mal über Level hinweg mitgenommen.

Während du anfänglich selber von Szene zu Szene wandern musst, wirst du später mittels einer Taschenuhr deinen Weg selber bestimmen können. Welchen Weg du dabei gehst, ändert nichts am Spielverlauf. Dann hört auch das auf und Du wirst automatisch in die einzelnen Szenen gebracht. Es scheint, Mumbo Jumbo hätte sich nicht so recht entscheiden können, welche der verschiedenen Fortbewegungsvarianten sie denn nun benutzen sollen.

Als Hinweis dient dir ein Rabe. Klickst du das Glas auf dem er sitzt, fliegt er durch die Szene und hinterlässt um den von dir gesuchten Gegenstand einen leuchtenden Kreis. Aber das Glas kann noch mehr. Klickst du einen Gegenstand auf deiner Liste an, so zeigt sich im Glas der Umriss. So verbrauchst du keinen Hinweis, eine wirklich hilfreiche Sache. Weitere Hinweise wirst du dir selber zusammen suchen müssen. Finde die Raben in den Szenen und klicke sie an. Jeder Rabe ist ein Hinweis. Leider ist der Trick mit dem geschriebenen Wort "Raven" oder einem Holzraben nur einmal benutzt worden. Von daher ist es nicht schwierig, die zusätzlichen Hinweise zu finden.
Klickst du zu oft falsch oder zu schnell, dann verschwindet der Rabe und eine einäugige Katze nimmt für eine kurze Zeit seine Stelle ein. Sie ist nicht bereit, dir auch nur irgendeine Art von Hilfe zu gewähren. Aber sie langweilt sich schnell mit dir (es sei denn du klickst weiter rasch falsch umher) und der Rabe kehrt zurück.

Die Grafiken sind sehr schön. Handgemalte Szenen, schöne Videoszenen, gelungene Animationen und obwohl das ganze Spiel eher dunkel gehalten ist, was den mystischen Charakter unterstreicht, hat Mumbo Jumbo darauf verzichtet, die Gegenstände schwarz auf schwarz zu malen. Von daher sind nicht alle aber doch die meisten gut zu erkennen. Allerdings sind sie nicht kreativ in die Szenen eingearbeitet, sondern verstreut. Die Hintergrundmusik ist ebenfalls atmosphärisch und an das Spiel angepasst.

Das ganze Spiel ist sehr gradlinig. Deine Suchliste siehst du niemals komplett. Du wirst erst die erste Seite abarbeiten müssen und bekommst dann die nächste. Erst danach erhältst du dann die blaugeschriebenen Gegenstände. Das vermindert natürlich den Rätselspaß. Kein rumprobieren, Dein Inventar öffnet sich nur, wenn du es auch wirklich brauchst, verschiedene Mauszeiger helfen dir genau zu wissen, wo es denn etwas zu tun gibt.
Ab und an werden kleinere Rätsel bzw. Minispiele in die Level eingebaut. Kleidungsstücke vergleichen, eine Türe durch die richtige Symbolreihenfolge öffnen oder Personen unter bestimmten Voraussetzungen über einen Fluss bringen und Anderes. Und auch die Sache mit den blau geschriebenen Gegenstände sind kleinere Rätsel. So musst Du zum Beispiel Symbole finden und dafür Papier und Kohlestifte benutzen, die du vorher gefunden hast. Den Gebrauch dieser Gegenstände musst du selber herausfinden. Die Minispiele und Rätsel haben wenig Anspruch. Sie sind leicht zu lösen und machst du einen Fehler, so probierst du es einfach noch mal.

Die Geschichte wird während der Leveln durch Kommentare und zwischen den Kapiteln mit Videoszenen weiter erzählt. Dass zweimal mitten im Spiel plötzlich eine Videoszene auftauchte, fand ich nicht ganz so witzig wie es vielleicht gemeint war. Denn vor allem die erste brauchte Ladezeit und ich hatte einen komplett schwarzen Bildschirm. Ich wollte das Spiel schon per Panikbutton beenden, als es dann endlich weiterging.

Es ist ein Spiel, dass gemischte Gefühle aufkommen lässt. Einerseits ist die Geschichte gut, die Grafiken klasse, der Spielverlauf lässt keine Langeweile aufkommen (ist aber auch nicht hochspannend. Man spielt eben und es ist gut). Andererseits aber mutet es manchmal an, als habe man sich nicht so recht entscheiden können, welcher Weg nun der Richtige für ein erfolgreiches Wimmelbildspiel ist. Zur nächsten Szene bringen oder selber gehen? Richtige Minispiele einbauen oder doch nicht? Inventargegenstände mitnehmen oder doch nicht. Spielt das Spiel in den Büchern, in der Vergangenheit oder doch in der Gegenwart? Dazu dann die Gradlinigkeit, die besonders bei den blau geschriebenen Objekten das Gefühl hinterlässt, dass dem Spieler eigentlich nichts zugetraut wird und die vielen Gegenstände, die nichts mit Spiel oder Geschichte zu tun haben. Zumindest entsprechen sie aber alle der Zeit, in der die Geschichte spielt.

Es ist ein gutes Spiel. Ganz sicher. Und auf jeden Fall eine Verbesserung zu den vielen "suche tausende von Objekten" Spielen, die es auf den Markt gibt. Durch die Willkürlichkeit der meisten Objekte (nicht der blaugeschriebenen) hat das Spiel einen gewissen Wiederspielfaktor und ist mit einer Länge von ca. 4- 5 Stunden sicherlich guter Durchschnitt.

Ich war am Anfang enthusiastisch, aber das hat im Verlauf des Spieles nachgelassen. Auf der anderen Seite zeigt Mumbo Jumbo immer wieder, dass sie sich entwicklen können. Wie schon mit den Samantha Swift - Spielen, wo die Nummer zwei sehr viel besser war als die Nummer 1 und die 3 besser als die 2. Auch Midnight Mysteries: The Edgar Allen Poe Conspiracy lässt am Ende Raum für die Annahme, dass es einen zweiten Teil gibt. Der erste Teil ist gut genug, um sich auf einen zweiten, etwas ausgeglicherenen, polierten Teil zu freuen.

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