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Nachlese
Mein Gartenparadies: Frühlingserwachen
Herausgeber:Robin Games
Entwickler:Robin Games

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Autor: Claudia K.

Das ist sie also: Die lang ersehente und verbesserte Version des blumigen "Mein Gartenparadies". Und so viel sei vorweg genommen. Auch die, die das erste Spiel haben, werden nicht enttäuscht sein. Denn ist auch vieles exakt so geblieben: Es gibt eine Farm mehr, mehr Aufgaben und viele Dinge wurden verbessert.

Wer das das erste Spiel "Mein Gartenparadies" nicht kennt, hier eine kurze Einführung. Iris erhält von einem Nachbarn einen Brief. Ihre Elten sind vermisst. Natürlich reist sie sofort nach Hause und beginnt mit der Suche. Um das nötige Geld für den Detektiv und andere hilfreiche Zeitgenossen zu verdienen, pflanzt sie zunächst auf der alten Farm des Nachbarn einige Blumen und verkauft sie. Robin, ein kleiner Drache unterstützt sie dabei. Die Suche führt Iris auf fünf verschiedene Blumenfarmen und sie lernt nicht nur den Detektiv Mr. Spade, sondern auch den Piraten Johnny, den Forscher Dr. Ivy und sogar einen echten Maya Priester kennen.

Der Ablauf ist schnell erklärt. In bereits angelegte Blumenbeete (später musst Du Dir dann auch welche dazu kaufen) pflanzt Du Blumen. Drei Blumensorten pro Farm und jede Blumensorte bringt im Laufe der Zeit drei unterschiedliche Blüten hervor. Du musst die Pflanzen regelmässig mit Wasser aus einem Fass versorgen, Schädlinge verjagen und die Blüte dann pflücken. Am Ende des Tages verkaufst Du die Blüten dann als Bouquet oder als Einzelblume.

Das Geld, dass Du mit dem Blumenverkauf verdienst, brauchst Du unter anderem für Verbesserungen. So kannst Du zum Beispiel zusätzliche Kisten kaufen, um Deine Blüten bis zum Verkauf zwischen zu lagern. Zusätzliche Wasserfässer, Blumen oder auch einen Brunnen, der in regelmässigen Abständen Wasser gibt. Aber es gilt auch, die Helfer zu bezahlen, die Dir bei der Suche nach den Eltern behilflich sind. Schiffsfahrten sind teuer und Piraten lassen sich eh alles bezahlen.

Robin, der kleine Drache, kann Blumen wässern und braucht dafür nicht mal Wasser aus dem Fass, kann pflücken und auch gegen die Schädlinge antreten. Für alles, was einer von Euch Beiden tut, gibt es Wissen/Erfahrungspunkte. Nach einer gewissen Anzahl kannst Du diese dann als Verbesserung für Iris oder Robin benutzen. Handelspunkte sorgen für bessere Preise, Bewässerungspunkte bewirken, dass Robin schneller Blüten pflückt. Sechs Verbesserungen, drei für jeden, gibt es insgesamt.

Gerade diese Punkte bringen Mein Gartenparadies: Frühlingserwarten über ein einfaches Klickspiel heraus. Denn je nach dem wie Du diese Punkte verteilst, verändert sich die gesamte Spieldynamik. Der eine wird zu höheren Preisen kaufen und verkaufen können, braucht aber sehr viel länger, um spezielle Aufgaben zu erledigen. Ein anderer wird Robin zum wässern ausbilden und dafür dann länger brauchen, wenn Robin nicht da ist. Es gibt viele Kombinationsmöglichkeiten. Und was es noch interessanter macht: Eigentlich ist jede Strategie zu einem bestimmten Zeitpunkt des Spieles genau richtig, zu einem anderen zwar nicht falsch, aber weniger hilfreich. Und natürlich erhöht das auch den Wiederspielfaktor. Hat sich der Mausfinger erst mal erholt, kann man ja ausprobieren, wie es ist, wenn man statt dessen.....

Und wenn das Abenteuer zu Ende ist, ist es noch lange nicht zu Ende, denn dann gibt es noch zahlreiche Aufgaben zu bewältigen. Einen Wettbewerb gewinnen, einem Drachenbaby beim schlüpfen aus dem Ei behilfich sein, ein Schiff erwerben und vieles mehr.

Die Grafiken sind sehr hübsch, die Szenen sind farbenfroh, liebevoll und detailliert. Jede Farm hat ihren eigenen Charme, einen eigenen Brunnen (oder eine Quelle oder sonst etwas "wässeriges"). Die unterschiedlichen Blüten sind gut erkennbar. Eine Schriftrolle gibt einem jeder Zeit mit Bild Auskunft über die aktuellen Aufgaben und wieviel man bereits geschafft hat.

Die Hintergrundgeräusche nerven ein wenig. Einige passen, andere passen nicht, da hätte man dann besser ganz darauf verzichten sollen. Die Hintergrundmusik ist nett, aber für meinen Geschmack zu tragend für ein fröhliches, buntes Spiel wie dieses.

Aber es gibt auch wirkliche Minuspunkte. So sind einige Ziele einfach zu langwierig. Man klickt sich die Finger wund. Gerade dann, wenn man die Handelsfähigkeit nicht aufgewertet hat. Und auch der "Zufallsgenerator" ist oft nur frustrierend. 30 Bouquets hintereinander mit ein oder mehreren Blüten des dritten Blütenstandes ist besonders dann zum aus der Haut fahren, wenn man genau von dieser Sorte vorher endlos einzeln verkaufen musste, weil sie in kein Bouquet passten, aber in Massen kamen. Wenn das einmal vorkommt, ok. Aber immer dann, wenn die Beträge höher sind oder die Aufgabe schwierig? Das Spiel ist lang genug, mehrere Tage musst du schon einkalkulieren um alles zu erledigen, da muss man doch nicht mit enervierenden Erschwernissen arbeiten.

Trotzdem: Mein Gartenparadies: Frühlingserwarten ist ein wundervolles Spiel und auch für die Spieler der ersten Version lohnenswert. Es ist für Einsteiger geeignet, weil es langsam beginnt und sich langsam steigert. Könner im Klickmanagement mögen sich vielleicht am "Hardcore" - Modus versuchen. Höhere Preise und weniger Verbesserungen/Erleichterung sind da eine echte Herausforderung. Aber auch der "Casual-" der normale Modus bietet für jeden Spieler etwas, an dem er sich die Zähne ausbeissen kann. Und: nachdem Robin Games mit dem ersten Spiel so lange mit Fehlern zu kämpfen hatten, dass sich fast jeder Käufer schon als Betatester fühlen musste, hier haben sie ein tolles Spiel abgeliefert, dessen wenige Minuspunkte sich durchaus verschmerzen lassen.

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