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Mayan Prophecies: Die verfluchte Insel


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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Elefun Games

Download (Normal): BigFish Games.com
Download (Sammler): BigFish Games.de

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Autor: Maja K.
Datum: 05.10.2013
Deutsch (Sammler): 09.02.2014

Schwache Fortsetzung
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Mayan Prophecies: Die verfluchte Insel setzt die Geschichte des ersten Teils nahtlos fort. Es beginnt mit einer kurzen Zusammenfassung, damit du verstehst (bzw. du dich erinnerst), warum du, dein Kollege Gregory und der Schiffsjunge Marco sich auf einem Rettungsboot befinden und ziellos durchs Meer treiben. In Mayan Prophecies: Schiff der Geister waren du und Gregory, als Mitglieder der Küstenwache, auf der Jagd nach einem Wilderer und seid mit einer mysteriösen spanischen Galeone zusammen gestoßen. Die gesamte Crew ist von einem mächtigen Maya-Geist ermordet worden, bis auf den Schiffsjungen Marco. Zusammen mit Marco könnt ihr gerade noch so fliehen.

Mit eurem Rettungsboot geratet ihr in einen Sturm und kentert - du verlierst dein Bewusstsein und kommst auf einer tropischen Insel wieder zur Besinnung. Es stellt sich heraus, dass das Volk der Maya, die hier leben, deine beiden Freunde gefangen genommen hat und von dir verlangt, dass du ein vor Jahrhunderten gestohlenes Maya-Artefakt wieder beschaffen sollst, da sonst der Geist des Vulkans die Insel zerstören wird.

Solltest du den ersten Teil noch gerne gespielt haben, so wirst du diesmal sicher enttäuscht sein. Allein grafisch und atmosphärisch hat Elefun Games mit Mayan Prophecies: Die verfluchte Insel sehr nachgelassen. Die Szenen - zwar immer noch sehr reich an Details und allerhand Maya-Statuen - wirken teilweise, als sei die Farbe rausgewaschen worden, die Zwischensequenzen machen einen veralteten Eindruck und sind alles andere als klar. Der böse und übermächtige Vulkan-Geist, der zwischendurch immer mal unheildrohend durchs Bild fliegt, sieht aus wie ein chinesischer Dämon aus dem Kasperle-Theater. Zwischendurch versucht Elefun Games Spannung aufzubauen, in Form von Einblendungen des bedrohlich brodelnden Vulkans und einer laufenden Sanduhr, die an einem Tempeleingang angebracht ist.

Auch in Mayan Prophecies: Die verfluchte Insel hast du die Wahl aus 4 Schwierigkeitsgraden: entspannt (Tipp und überspringen lädt schnell, aktive Bereiche glitzern und werden auf der Karte angezeigt, keine Klickstrafen in den WB), normal (Tipp und überspringen lädt langsam, aktive Bereiche glitzern und werden auf der Karte angezeigt, Klickstrafen in den WB), hart (Kein Tipp und überspringen, aktive Bereiche glitzern nicht und werden auch nicht auf der Karte angezeigt, Klickstrafen in den WB) und benutzerdefiniert (aus den verschiedenen Optionen selbst wählbar) Die Auswahl kannst du während des Spiels ändern.

Aber: Eigentlich ist der EINZIGE große Unterschied der, ob du aktive Bereiche auf der Karte sehen kannst oder nicht. Denn die Karte wird sich schon sehr bald zu deinem einzigen richtigen Freund entwickeln. Weißt du nicht weiter, genügt ein Blick in die Karte und du kannst dich schnell zum nächsten aktiven Bereich transportieren lassen. Dort angekommen, ist dir auch sofort klar, welcher Inventar-Gegenstand zum Einsatz kommt. Lobend erwähnen muss man, dass so manches Objekt auch für mehrere Einsätze im Inventar bleibt. Innerhalb der Wimmelbilder brauchst du auch keinen Tipp, da du in ein Mahjong Spiel wechseln kannst, solltest du mal einen Gegenstand nicht finden, daher musst du auch keine Klickstrafen riskieren.

Bei den insgesamt 25 Minispielen in Mayan Prophecies: Cursed Island wirst du auch kaum in Versuchung kommen, diese überspringen zu wollen, da sie in der Durchführung fast alle sehr einfach und logisch sind wie z. B. Objekte auf einem Brett verbinden, ohne dass sich die Linien überkreuzen, Kacheln durch Verschieben sortieren, Lichtstrahlen entwirren, Strahlen über Prismen leiten und diverse Labyrinth Puzzles. Zusammengezählt sind 34 Wimmelbilder zu lösen. Hier gibt es leider nichts Neues: Allesamt nach Liste mit kleinen Kombinationen, wie etwas beiseiteschieben, mit dem Messer etwas aufschneiden, den 2ten Teil einer Schere suchen. Hier hätte sich Elefun Games auch ruhig weiterentwickeln können, wenn man bedenkt, was es heutzutage für kurzweilige und abwechslungsreiche Wimmelbilder gibt! Fast alle WB werden auch 2-Mal mit neuer Liste gespielt.

Wie auch im Vorgänger, gibt es im Verlauf des Spiels 5 Maya-Artefakte zu finden (den 5ten allerdings erst im Bonus-Kapitel), die uns mit Hintergrund-Wissen „versorgen“. Die Sammler-Edition hat auch wieder 40 Kolibris in Maya Statuen versteckt (diesmal im Spiel selbst und nicht in den WB) und 40 veränderliche Objekte. Wer jetzt darin auf die große Herausforderung hofft, der wird enttäuscht sein: Alle diese Extras sind so offensichtlich „versteckt“, dass nur noch die Hinweisschildchen gefehlt haben. Selbst im harten Modus verwandelt sich der Mauszeiger in eine Hand! Dazu gibt es noch 10 Auszeichnungen zu verdienen. Einige erhältst du zwangsläufig durch eine Handlung, andere musst du dir wirklich erarbeiten, wie Minipuzzles oder Wimmelbilder ohne überspringen lösen.

Nach ca. 2 Stunden und 45 Minuten ist alles wieder da wo es hingehört und das Hauptspiel endet scheinbar schlüssig. Wer gut aufgepasst hat, dem fällt auf, dass eine Sache noch nicht aufgelöst wurde. Das kommt erst im Bonuskapitel nach knapp 45 Minuten „auf den Tisch“.

Bist du ein fortgeschrittener Spieler, wirst du über die Spiellänge und den Schwierigkeitsgrad enttäuscht sein. Hast du den ersten Teil gerne gespielt, erscheint dir Mayan Prophecies: Die verfluchte Insel seltsam farblos, ohne Seele und roten Faden. Schade, Elefun Games, von einer Fortsetzung erwartet der begeisterte Spieler auch eine Weiterentwicklung oder wenigstens eine gleichbleibende Qualität. Hier handelt es sich leider um einen Rückschritt.


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