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Tatort NY - Masters of Mystery - Crime of Fashion
Herausgeber:BBB Arcade
Entwickler:Big Blue Bubble's
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Autor: Claudia K.

Wenn Du nach einem Wimmelbildspiel suchst, dass Spielspass, eine gute Geschichte und gute Grafiken vereint, dann wird Dich Masters of Mystery - Crime of Fashion sicherlich nicht enttäuschen. Wimmelbildszenen und Puzzle, die sich auf die Geschichte beziehen, dazu Charaktere, die Erinnerungswert haben, warten auf Dich.

Du spielst als Carrie Chase, eine Detektivin, die, kaum im neuen Job angekommen, den Mord an einem New Yorker Modedesigner aufklären muss. Noch während sie nach Beweisen sucht, geschieht der nächste Mord und Carrie wird klar, dass es sich um einen Serienmörder handeln muss. Das Spiel bietet nur einen Modus an und ist zeitbasiert. Geht Dir die Zeit einmal aus, spielst Du das Level noch mal, meist mit den gleichen Objekte, ganz selten mal mit einigen neuen.

In den einzelnen Szenen wirst du eine Liste von Objekten finden, die es zu suchen gilt. Klickst Du sie an, baut sich ein Foto in der Mitte des Bildschirmes aus. Das ist störend, da es bei jedem Objekt passiert, nicht nur bei wichtigen. Dazu unschön, denn in dem Moment siehst Du Teile der Szene nicht. Da Du auf Zeit spielst, kann das natürlich ärgerlich werden. Die meisten Objekte verschwinden danach einfach von der Liste, aber ab und an wird eines der Objekte in Dein Inventar gehen, zum Beispiel ein Schlüssel, der dann eine Truhe öffnet oder die Möglichkeit, die Tür zur Wohnung eines anderen Verdächtigen. Mehr oder weniger könnte an annehmen, dass die meisten Objekte irgendwie etwas mit dem Fall zu tun haben, auch wenn das nicht immer eindeutig erwähnt wird. So musst Du zum Beispiel an einem Tatort zwei Verkehrschilder einsammeln. Da diese bei einem Unfall bzw. Mord umgefallen sind, macht es wohl Sinn sie einzusammeln. Allerdings wird dieser Eindruck immer dann zunichte gemacht, wenn Du erneut zu einer Szene gelangst und teilweise die gleiche Objekte wieder suchen sollst... schlampige Spurensicherung, die alles zwar sieht aber liegenlässt? Auf der positiven Seite muss man aber zugestehen, dass sich Big Blue Bubble zumindest die Mühe gemacht hat, mehr oder weniger sinnvolle Objekte anzubieten (insgesamt gibt es über 500 verschiedene zu finden). Auf die Dauer ist es nämlich nervtötend ein fröhlich grinsendes, rosa Kaninchen unter Wasser zu finden oder ein Handy in einer Szene aus dem Mittelalter.

Und da wir gerade bei den Objekten sind: Einige sind schlecht zu erkennen, andere nicht eindeutig bezeichnet. So musst Du in einer Szene Champagner-Flöten finden, wozu dann aber auch Gläser mit eindeutig Weisswein gemeint sind. Oder Du sollst einen Schlüssel suchen, in der Szene befinden sich aber mehrere Schlüssel, von denen nur einer richtig ist. Kommst Du mal nicht weiter, kannst Du den Hinweis benutzen, der sich anfänglich sehr schnell wieder auflädt. Nur wenn Du drei und mehr Hinweise in einer Szene benötigst, wird er spürbar langsamer.

Manchmal siehst Du ein Fragezeichen an einem Objekt, wenn Du es anklickst, wirst Du in eine Minisuchszene gebracht, zum Beispiel in eine Damenhandtasche oder den Kofferaum eines Autos. Das ist gut gemacht. Auch dass Du mit Fingerabruckpinsel und UV-Licht forensische Spuren suchst, die dann später im Labor untersucht werden müssen, ist hervorragend geeignet, das Interesse des Spielers am Spiel und an der Geschichte aufrechtzuerhalten. Lästig ist nur, dass Du jedes Inventarobjekt über die Hand, die sich ebenfalls im Inventar befindet, wieder zurücklegen musst. Es wäre auch geschickter gewesen, dies zu erklären. Ich bin anfänglich immer wieder aus dem Level rausgegangen, bis ich begriffen hab, dass ich mit der Hand nichts aufheben kann, wie sonst mit solchen Icons üblich.

Die Geschichte wird während der Szene durch Dialoge weitergeführt. Und auch wenn man sagen muss, dass diese, auch im Unterschied zu vielen Wimmelbildspielen, gut geschrieben sind (man hat endlich mal nicht dass Gefühl, dass die Dialoge aus dem frühen 18. Jahrhundert stammen), manchmal sind sie etwas sinnlos. So sagt Carrie's Chef z.B. einmal, dass ein Täter zu blöde war, um Blutspuren wegzuwischen. Du hast aber diese Blutspuren gerade mit UV Licht suchen müssen.... also waren sie verwischt. Und wenn sie weggewischt sind, kann man Blut eben noch Jahrzehnte später mit entsprechenden Mitteln sehen.

Musik und Soundeffekte sind perfekt auf das Spiel abgestimmt und geben dem Spieler das Gefühl wirklich dort zu sein, wo Du gerade bist. Der Wiederspielfaktor ist fast null, da sich die Objekte nicht ändern, zumindest reicht es nicht, dass in manchen Leveln zwei oder drei Objekte geändert werden. Bei einer Suchliste von 20 und mehr Gegenständen ist das nicht genug, zumal sich am Standort der Objekte nichts ändert.

Trotz der deutlichen Minuspunkte ist Masters of Mystery: Crime of Fashion ein Spiel, dass Spass macht zu spielen, dessen Grafiken meist klar sind und das den Download sicherlich lohnt, zumal es sich vom Zeitfaktor her gesehen mit seinen 25 Leveln von vielen Spielen der letzten Zeit deutlich abhebt.

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