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Masquerade Mysteries


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Herausgeber: Merscom
Entwickler: Elephant Games

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Autor: Sonja R.
30.08.2010

Joy Black ist Privatdetektivin und befasst sich in Masquerade Mysteries mit so allgemein üblichen Fällen. Von Kunst lässt sie allerdings die Finger, denn beide Elternteile sind Maler und mit Gemälden ihrer Mutter gab es schonmal Probleme mit Kunsträubern. Jetzt jedoch wendet sich auch ihr Vater an sie: Gemälde wurden gestohlen und tauchten als Fälschungen wieder auf. Ganz folgsame Tochter wird sie ihrem Vorsatz untreu und begibt sich ins Kunstmilieu.

Dazu muss sie jedoch erstmal die Einladung zum Wohltätigkeitsball im Museum finden. Die hat sie von einem ominösen Auftraggeber bekommen, der sich zunächst nicht zu erkennen gibt. Die erste Feststellung, die man hier trifft, ist: Für eine Privatdetektivin ist Joy recht chaotisch. In dem völlig unaufgeräumten Büro musst du alles Mögliche nach Liste wegräumen, um den Tresorschlüssel zu finden. In dem liegt nämlich die Einladung.

Du kannst dabei ohne Zeitdruck vorgehen und in Ruhe die ausschweifenden Suchlisten abarbeiten oder später auf den Gegenständen Wanzen platzieren statt sie einzusammeln. Wenn du etwas blass geschriebenes auf deiner Liste siehst, dann heisst das, es ist nicht diesem Bereich zu finden. Am Anfang ist das gleichbedeutend mit einer Nahansicht, in der es zu finden ist. Du erkennst sie, wenn deine Maus zu einer Lupe wird. Später im Spiel bewegst du dich auch zwischen Räumen, hier kann die graue Schrift auch bedeuten, du musst in einen anderen Raum. Aber es gibt auch noch die blaue Schrift.

Hier musst du eins der Inventarobjekte einsetzen, die du aus den Wimmelbildern in deiner Aktentasche sammelst. Dieses Inventar wird beim Öffnen oft so angezeigt, wie man es gemeinhin kennt, alles hübsch nebeneinander. Aber nicht immer und dazu kommen wir gleich.

Da man nicht einfach so in Jeans und Bluse zu einem Wohltätigkeitsball marschieren kann, muss ein passendes Outfit her. Auch das findest du in einem der vielen Wimmelbilder und die Kleidung sowie Accessoires dazu gehen ins Inventar. Du bekommst dann rechts ein Bild als Beispiel, wie Joy nach dem Umziehen aussehen soll, links steht Joy. An diesen Stellen stellt sich das Inventar anders dar: Es erinnert an das Chaos einer Damenhandtasche.

Du musst alles, was sich darin befindet, zur Seite schieben um zu sehen, was darunter liegt. So wühlst du in der Tasche rum, bis du alles gefunden und an Joy eingesetzt hast, was du brauchst. Im Laufe des Spiels werden es immer mehr Gegenstände, die sich hier sammeln. Es juckt in den Fingern, diese Aktentasche zu nehmen und einfach umzustülpen, damit sich alles auf dem Tisch verteilt. Diese Möglichkeit haben die Entwickler aber leider nicht eingebaut. Und so wühlst und wühlst du, egal, ob Joy als Tarnung zu einer Sicherheitsbeamtin oder Serviererin werden muss. Da musst du dann auch schonmal dem Koch bei der Zubereitung eines Ganges helfen. Dein Aufgaben werden dir dann entsprechend eingeblendet.

Dieses Inventar findest du auch bei einigen der Minispiele wieder. Oftmals musst du dir ein Hilfswerkzeug zusammenbauen, dafür hast du rechts eine Zeichnung. Suche und finde in der Tasche das, was du brauchst, um beispielsweise eine Sprühflasche oder einen Glasschneider mit einfachen Mitteln zu konstruieren. Diese Minispiele sind sehr kreativ geworden. Ansonsten bestehen sie hauptsächlich aus Puzzles, in denen du gleichzeitig Felder tauschen und drehen musst. Das macht es dann doch etwas schwieriger - vor allem wenn du nicht weisst, was du da überhaupt puzzlen sollst. Nach einer Aufladezeit können sie übersprungen werden.

Detektive machen Beweisfotos, so auch Joy. Aber nicht auf die Weise, dass ein Begriff genannt wird und du klickst in der Szene drauf. Du musst ein bisschen um die Ecke denken, denn die Kameramotive sind umschrieben. Da gibt es den roten Pinguin (Museumsportier in roter Uniform) oder etwas, das Ohr und Mund hat, aber keine Beine (Telefonhörer).

Gerade hier wird der Tipp öfters zum Einsatz kommen, aber er braucht leider recht lange, um aufzuladen. Völlig wirkungslos ist er, wenn du dich später innerhalb mehrerer Räume selbstständig bewegst und deine Suchliste über diese Räume verteilt ist. Hast du ein normales Objekt, das sich hier im Raum befindet, macht er seine Arbeit ohne Tadel. Aber wehedem, dieses Objekt ist in einer Nahansicht! Da kannst du dich ruhig im richtigen Raum befinden, trotzdem sagt er dir, du musst woanders suchen. Sinnvoller wäre es, er würde anzeigen, wo die Nahansicht platziert ist.

Die Hintergrundmusik des Spiels ist eher unpassend, die Grafik dagegen recht gut. Sie wirkt ein klein wenig undeutlich, aber das ist durchaus im Rahmen. Es wurden nette Animationen wie wehende Vorhänge, eine Katze mit grosser Wäsche oder auch sich bewegende Sciherheitskameras eingebaut.

Auch wenn die Geschichte langweilt und absolut uninteressant ist, weil man das Ende eigentlich schon am Anfang kennt, kann man sich mit diesem Spiel über mehrere Stunden in 11 Kapiteln beschäftigen. Was du tust, ergibt einen Sinn und macht deshalb auch Spass. Es ist ein guter Mix aus reinem Suchen und Suchen mit Köpfchen, wenn auch nicht spektakulär.

 

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