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Magic Gate: Faces of Darkness

tassentassentassen
Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Pivot Games

Download: BigFish Games.com

Autor: Elke M..
Datum: 31.03.2015


Teilweise langatmiges Abenteuerspiel mit wenig abwechslungsreichen Wimmelbildern und einem riesigen Laufpensum
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Wir haben mit unserer Verlobten gerade ein neues Heim bezogen und sind dabei, unser Hab und Gut auszupacken. Im ganzen Durcheinander stolpert unsere Freundin und wird kurze Zeit später durch den dabei zu Bruch gegangen Spiegel in eine andere Welt gezerrt. Unerschrocken und ohne auch nur einen Augenblick zu zögern folgen wir ihr nach Elyrium. Mit Hilfe einiger Weggefährten arbeiten wir mit allen Tricks, um den Ort ausfindig zu machen, an dem man unsere Verlobte gefangen hält.

Obwohl es sich um eine Normalversion handelt, sieht das Startbild so aus, als hätte man Teile einer Sammleredition entfernt oder nicht freigeschalten, wie beispielsweise die große Holzkiste, die mit einer Eisenkette versperrt ist. Die Charaktere an sich sehen sehr gezeichnet aus und heben sich etwas von der übrigen Grafik ab. Trotzdem bewegen die Personen ihre Münder, allerdings auch dann noch, wenn der Text längst zu Ende ist. Unter Synchronizität verstehen die meisten von uns vermutlich etwas anderes. Zwischensequenzen sind sehr sparsam eingesetzt worden, dafür erscheinen die Dialoge unendlich lange.

Wir können zu Beginn aus drei Schwierigkeitsstufen auswählen, aber Achtung, wer sich einmal entschieden hat, muss diesen Modus bis zum Schluss beibehalten. Wer zwischendurch wechseln möchte, kann dies nur über das Anlegen eines neuen Profils tun und muss dann auch wieder ganz von vorne beginnen. Ein Tagebuch schreibt lediglich die Geschichte mit. Wichtige Kombinationen oder Codes müssen wir uns eigenständig merken oder selbst notieren. Der Tipp verwandelt sich in einen Papierflieger, wenn wir ihn benutzen. Erst kreiselt er eine Zeitlang unentschlossen umher, bis er sich irgendwo nieder lässt, um uns darauf hinzuweisen, wo es noch etwas zu tun gibt. Die Karte funktioniert anfangs ganz gut, obwohl sie auch da bereits immer wieder Orte anzeigt, an denen wir Dinge nicht komplett vervollständigen können. Zu einem späteren Zeitpunkt kann es dann auch vorkommen, dass sie uns ständig im Kreis herumführt und uns immer wieder zur einer Stelle bringt, für die uns aber noch die richtige Ausrüstung fehlt.

Bei manchen Szenen zeigen Pfeile an, dass wir das Bild nach links oder rechts verschieben können. Ansonsten entpuppt sich das Spiel nach einiger Zeit zu einem wahren Marathonlauf. Nicht selten müssen wir wegen Kleinigkeiten wieder zu ganz anderen, meist längst vergessenen Plätzen eilen, um ein Teil zu besorgen, dass in einen anderen Gegenstand eingefügt werden muss. Ist dies erledigt, stellen wir fest, dass sich darunter ein weiteres Schloss oder zumindest ein verschlossenes Fach befindet und wir machen uns erneut auf die Suche nach dem passenden Gegenstück. Ein Königreich für eine funktionierende Karte, werden spätestens hier die meisten denken.

Wimmelbilder besitzen immer das gleiche Schema. Wir erhalten eine Wortsuchliste in die ein oder zwei kleine Interaktionen eingebaut wurden. Nur ganz wenige Male besuchen wir eines der Wimmelbilder erneut. Alle sind mit absolut unnützen Dingen vollgestopft und wirken auf den ersten Blick total überladen. Trotzdem sind die zu suchenden Dinge nicht allzu schwer versteckt und trotz des Chaos gut aufzufinden.

Die Anzahl der Rätsel ist sehr gering. Einige kleinere davon spielen wir im Fenstermodus, wobei hier gerne mal die eine oder andere Erklärung dazu unter den Tisch gefallen lassen wurde. Einige Minispielen haben durchaus Unterhaltungswert und sind mehr auf Geschicklichkeit als auf Geduld ausgelegt. Wir müssen beispielsweise ein Schiff durch einen Hindernisparcous lenken, durch ein Labyrinth mit Fallen laufen, 30 Segelboote mit Hilfe von Zaubertürmen zerstören, Balken zu einem Muster anordnen, Zahnräder richtig platzieren und Drachenköpfe korrekt zuordnen. Alle sind auch
durchwegs für Neueinsteiger gut lösbar, auch wenn es vielleicht des einen oder anderen Versuchs mehr dafür bedarf.

Das Ende wird mit einem Finalspiel eingeläutet, bei dem wir mit Schild und Schwert probieren, das Böse zu besiegen. Auch sonst bleiben am Schluss keine offenen Fragen übrig. Wer wenig die Karte nutzt und sich selbst auf die Suche nach den vielen Symbolen und Schlüsseln macht, um irgendetwas zu entriegeln oder zu öffnen, ist sicherlich vier Stunden und mehr beschäftig.

„Magic Gate: Faces of Darkness“ wirkt gerade anfangs gut durchdacht, logisch und spaßig im Bereich der Rätsel. Im weiteren Verlauf rückt die Geschichte aber immer mehr in den Hintergrund. Dazu kommen endlose Laufarbeit, eintönige Wimmelbilder und Fehler bei der Kartenprogrammierung. Die Probestunde täuscht hier etwas, was den Gesamteindruck angeht, denn nur der erste Teil ist wirklich eine Empfehlung wert.


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