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Entwicklung und Veröffentlichung: Alawar Entertainment

Autor: Claudia K.

Es hat einge Zeit gedauert, bevor man Magic Encyclopedia: First Story überhaupt spielen konnte. Alawar, eigentlich ein recht zuverlässiges Spieleportal hatte das Spiel ausgegeben, ohne auf die zahlreichen Bugs, die Betatester erfahren hatten, auch nur einzugehen. Es schien, als hätte Alawar ein Spiel auf den Markt geworfen, dass einfach nur halb fertig war.

Nun aber sind die Fehler behoben und Magic Encyclopedia: First Story ist ein Spiel, dass man Wimmelbild- und Rätselfans durchaus als leichte Kost empfehlen kann.

Catherine, ein junges Mädchen, dass gerade ihr Magie-Examen gemacht hat, wird berufen, einen fürchterlichen Drachen zu stoppen. Du als Catherine reist dazu durch verschiedene Länder von China bis Afrika und Russland und einge mehr. An jedem Ort musst Du an einem oder mehreren Orten nach Gegenständen suchen und sie richtig anwenden.

Alles, was Du findest, in Magic Encyclopedia, brauchst Du auch. Normalerweise erhältst Du eine Liste, der aufgelistete Gegenstände Du suchen musst. Diesmal hast Du zwar auch eine Liste (mit Bildern), aber die Gegenstände sind in der Szene verstreut und Du musst die Einzelteile finden, um zum Beispiel das Messer dann schliesslich dazu benutzen zu können, eine Box, die mit Schnüren verschlossen ist, auf zu schneiden.

Was immer Du in einer Szene auf der Liste stehen hast, findest Du auch dort. Allerdings nicht immer sofort, viele Dinge sind versteckt und es muss erst anderes erledigt werden (zum Beispiel ein Minispiel spielen oder etwas öffnen, anbringen etc), bevor Du ein Einzelteil sehen kannst. Es bedeutet auch nicht, dass Du den Gegenstand in dieser Szene benutzen musst. Die Streichhölzer zum Beispiel, die Du in Smarkand findest, brauchst Du um auf dem Begräbnisvorplatz eine Bombe zu zünden, die Dir den Weg freimacht in die Begräbnishöhle.
Soweit ein mehr oder weniger originales und interessantes Spielkonzept. Das sämtliche Positionen, wo etwas fehlt oder gemacht werden muss, angezeigt wird, sobald man mit dem Mauszeiger drüber fährt, hat meinen Spass ein wenig gedämpft. Ich suche und kombiniere lieber selber, aber für Spieler, denen daran nichts liegt, ist das sicherlich ein Pluspunkt.

Auch die verschiedenen Minispiele haben meine Laune teilweise nicht wirklich gehoben. Die Memoryspiele haben ihren Schwierigkeitsgrad langsam erhöht, in dem anstatt deutlich zu identifizierbare Gegenstände Symbole genutzt wurden, die sich durchaus schon mal ähnlich sahen. 3-gewinnt hatte den Anreiz, dass Gegenstände von oben nach unten gebracht werden müssen. Die Puzzle, bei denen zwei Teile den Platz tauschen müssen, bis das Bild wieder korrekt ist, ok, das kennen wir ja. Was mich wirklich gelangweilt hat, waren die Sternzeichen und Steckbriefe, die reproduziert werden müssen, in dem man zum Beispiel bei den Sternzeichen grosse und kleine Sterne nach Vorlage auf einem Blatt verteilen muss, bis sich das entsprechende Bild ergibt. Einmal pro Runde hätte gereicht, zweimal wäre noch ok, aber beim dritten Bild war ich dann wirklich genervt. Interessant dagegen ist das Summenspiel im Western Saloon. Lass Dich überraschen, es gibt noch einige andere. Minispiel können nicht weggeklickt werden.

Ausser bei den Minispielen gibt es kein Zeitlimit, was einem die Möglichkeit gibt, seinen eigenen Rythmus zu bestimmen und genau zu suchen, anstatt viele Hinweise zu benutzen, weil einem die Zeit ausgeht. Aber es gibt natürlich Hinweise. Überall sind Fragezeichen zu finden, 3 brauchst Du, um einen Hinweis zu bekommen. Geht mal gar nichts mehr und Du hast keine Hinweise mehr, kannst Du Dir zwei dazu “verdienen”, in dem Du in besonderen (separaten) Szenen nach 10 Fragezeichen suchst und dafür zwei Hinweise erhältst.

Die Szenen und Objekte, alles ist handgemalt, wirklich schön und die Musik, die sich je nach Ort ändert, hübsch und passt zum Charakter des Spieles. Nach jedem Level wirst Du mit einer weiteren handgemalten Zeichnung über den Fortgang der Geschichte informiert.

Dass Spiel hat durchaus seine Längen. Die Ladezeiten zwischen den Leveln, die Zeit bis ein beendetes Minigame vom Bildschirm verschwindet, all das macht ungeduldige schnelle Spieler unruhig.

Aber vielleicht ist es genau das. Magic Encyclopedia ist ein ruhiges Spiel. Es treibt Dich nur selten zur Eile an und die Geschichte nimmt langsam seinen Lauf. Es ist schön anzusehen und das Spielkonzept ist original und gut. Vielleicht hätte ein bisschen Straffung gut getan und dafür ein Level mehr, denn das Ende empfand ich doch etwas abrupt.
Aber eins ist sicher, den Demodownload ist das Spiel auf jeden Fall wert und nach einer Stunde kann man dann entscheiden, ob man noch zwei bis maximal drei Stunden weiterspielen möchte. Es lohnt sich.

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