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Maestro: Die Symphonie des Todes (Music of Death)


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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: ERS Studios

Wenn Du Maestro: Die Symphonie des Todes (Music of Death) auch bewerten oder die Meinung anderer Spieler lesen möchtest, dann geht es hier lang

Autor: Claudia K.
Datum: 24.02.2011


Ein ganzes Dorf ist von einer seltsamen Krankheit befallen. Viele Einwohner altern ohne erkennbaren Grund und sterben in kürzester Zeit. Dein Auftrag: Finde heraus, was dort vor sich geht. Und kaum angekommen, wird diese Aufgabe noch erweitert, als eine Mutter dich bittet, ihre Tochter zu retten. Sie selbst darf nicht mehr zurück, dass Dorf wird vom Militär bewacht.

ERS Studios, der Konsalik der Downloadspiele bringt uns ein weiteres Wimmelbild-Abenteuer. Bewusst sage ich: Wimmelbild-Abenteuer, denn der Zusatz "Puzzle" in der Werbung ist irreführend, das Spiel besteht aus mehr Wimmelbildern als Puzzle.

Die Geschichte krankt von Beginn an: Die Mutter darf nicht in die von Soldaten bewachte Stadt um ihre Tochter herauszuholen. Du, als wer auch immer, ebenfalls nicht. Die Geschichte sagt dir: Finde einen Weg - aber du findest keinen, sondern die Krankheit, in Form eines schwarzen Sturmes, befällt die Soldaten. Sie sterben, du nicht, dein Weg ist frei. Die Mutter allerdings scheint jedes Interesse an der Sache verloren zu haben und taucht erst am Ende wieder auf.

Zwar wird dir während des gesamten Spiels stets auch der gesamte Bereich zum laufen zur Verfügung stehen, allerdings nur um dich zu verwirren. Maximal zwei Wimmelbildszenen wirst du pro Ort spielen - wenn dann alle Puzzle gelöst sind musst du auch nicht mehr zurück. Da du trotzdem viel laufen musst, um einzelne Gegenstände zu finden, ist dies eine gute Regelung, die der Spieler schnell herausfinden kann.

Im weiteren Verlauf wird die Geschichte nicht besser. Eine alte Frau läuft dir immer wieder über den Weg, die sich später als nicht sonderlich freundlich herausstellt. Immer wieder unterbrechen kurze Videoszenen das Spiel - entweder weil dir Emily, das Mädchen, zum wiederholten Male erklärt, dass du dich beeilen musst oder sonstige kurze Einblendungen, die die Geschichte "deutlicher" machen sollen. Die alte Dame wird dir z.B. heftigst drohen, wenn du "ihr" Theater betrittst, aber sobald du das tust, passiert.... nichts.

Die Musik ist in weiten Teilen die gleiche, wie in allen Spielen von ERS Studios - besonders genervt hat mich das von Zeit zu Zeit auftauchende "huhuuuuuu", das eher an 'Hui Buh, das Schlossgespenst' erinnert als dass es wirklich "gruselig" ist. Vielleicht auch deshalb, weil man es in jedem ERS Spiel hört?

Unabhängig davon sind die Grafiken natürlich gewohnt gut, aber man hat sich wenig Mühe mit den Wimmelbildszenen gegeben. In diesem Spiel wirst du ein und die selbe Glocke so oft finden, dass du sie hinterher im Schlaf zeichnen könntest. Und nicht nur die Glocke kommt häufig vor, auch andere Objekte werden immer und immer wieder benutzt. Die Wimmelbildszenen, die dir am Ende einen Inventargegenstand bringen, haben sich an einer Stelle verbessert: Die gelb geschriebenen Objekte verändern nun leicht die Farbe, wenn du die entsprechenden Kisten geöffnet, Tücher beiseite geschoben haben, die den Blick darauf bisher verwehrten. Ein paar wenige Rätselobjekte sind auch dabei, z. B. ein Streichholz nehmen und eine Kerze anzünden, um "angezündete Kerze" von der Liste streichen zu können.

Der sich wieder aufladende Hinweise, zeigt in Wimmelbildstellen direkt die Objekte, ausserhalb wird er dir Dinge zeigen, die in der Szene noch zu erledigen sind. Unabhängig davon, ob du die notwendigen Gegenstände für das Puzzle/Rätsel schon hast oder nicht. Gibt es überhaupt nichts mehr zu tun, wird dir das ebenfalls angezeigt. Gleichwohl, für die Wimmelbildszenen wirst du den Tipp nur selten bis gar nicht brauchen. Die Szenen sind recht übersichtlich gehalten, beim zweiten Mal, wenn du dort suchen musst, gibt es aber nur neue Gegenstände auf der Liste. Dinge,die du bereits vorher auf deiner Liste hattest, sind nicht durch Zauberhand wieder da. Ein schönes, kleines Detail.

Die meisten Gegenstände brauchst du schnell, einige mehrmals und nur sehr wenig trägst du länger oder gar bis ans Ende mit dir rum. Der Spielverlauf ist verhältnismäßig gradlinig. Du stösst auf den Rätsel/Puzzle, suchst dir die notwendigen Gegenstände, erledigst, was zu erledigen ist und bekommst damit dann Zugang zu irgendetwas oder eine neue Aufgabe oder eben etwas, was du für ein anderes Rätsel oder Puzzle brauchst. Die Puzzle selber sind auch für Einsteiger geeignet und lassen sich zusätzlich nach einer Wartezeit überspringen.

Je nach Modiwahl zu Beginn des Spieles sind die Aufladezeiten schneller oder langsamer, der einfachere Modus wird zusätzlich "interessante" Orte mit einem Glitzern anzeigen. Die Collector-Edition bietet die üblichen Verdächtigen, inklusive einer Lösungshilfe und einer Bonusspielzeit von etwa 45 Minuten. Hier wird das Ende der eigentlichen Geschichte noch verdeutlicht, die Fortsetzung noch mal explizit erklärt. Schön daran, du wirst einige neue Orte sehen, die im Hauptspiel nicht vorkamen, ansonsten besteht das Bonus-Spiel ebenfalls überwiegend aus Wimmelbildern.

Ist Maestro: Die Symphonie des Todes (Music of Death) ein gutes Spiel? Zweifelsohne, es hat gute Grafiken, eine durchschnittliche Spiel-Länge für Spiele dieser Art. Es bietet eingängige Puzzle, die wenig Erklärung benötigen und übersichtliche Wimmelbildszenen, deren Objekte gut zu finden sind. Und wenn auch die Geschichte eher lahm und nicht sonderlich kreativ ist, die meisten Spieler legen nicht viel Wert darauf, zudem sie zumindest thematisch relativ neu ist.

Da Spiel bewegt sich im üblichen Rahmen, bietet die übliche Atmosphäre, es soll düster, unheimlich und bedrohlich rüberkommen und man hat sich dafür den üblichen Hilfsmitteln bedient. All das ist nicht schlecht. Und es unterhält, irgendwie. Aber es gehört zu den zahllosen Spielen, die uns geboten werden, die keinen Charakter haben. Die drei auftauchenden Figuern (Mutter, Tochter, alte Dame) sind blass und obwohl die beiden letzten die Hauptakteure der Geschichte sind, steuern sie nichts zum Spiel hinzu. Das ganze Spiel wirkt leblos, es hat kein Feuer, nicht einmal einen Funken. Man spielt, weil man es angefangen hat, aber nicht weil man unbedingt zum Ende kommen will. Man spielt um des spielens willen, aber nicht um des Spieles willen.

Maestro: Die Symphonie des Todes (Music of Death) ist gut. Aber auf eine emotionslose, durchschnittliche Art gut. Wie ein Buch, dass man schon beim ersten Mal recht nett fand und es jetzt mehr aus Langeweile als aus wirklichem Verlangen heraus noch einmal liest. Lohnt sich der Probedownload? Sicher. Es bietet altbewährte Qualität ohne Überraschungen und ohne tiefe Eindrücke.


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