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Maestro: Musik aus der Tiefe


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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: ERS

Download (Normal): BigFish Games.de
Download (Sammler): BigFish Games.de

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Autor: Claudia K.
Datum: 27.02.2013
Deutsch (Normal): 27.05.2013


Während einer Unterrichtsstunde ertönt eine grauenvolle und doch anziehende Melodie im Raum, kurz danach sind zwei Musikschüler verschwunden. Zufall, dass es sich dabei um besonders talentierte Musiker handelt? In der Stadt altern die Menschen plötzlich und Tote scheinen durch die Straßen zu streichen. Die Schule ist bevölkert von dunklen Schatten, die Menschen in ihren Bann ziehen. Was geht hier vor sich? Nur wenn du die Violine des großen Maestros findest, wirst du mit deinen Ermittlungen vorankommen. Kannst du die Schüler finden? Und verhindern, dass ein mächtiger Dämon zum Leben erweckt wird?

Natürlich kannst du, was wäre das sonst für ein Spiel, aber der Weg ist das Ziel und dieser Weg ist in Maestro: Musik aus der Tiefe durchaus ein angenehmer. Ganz gleich, in welchem der drei Modi du deine Ermittlungen beginnst, über die Optionen kannst du den Schwierigkeitsgrad in Bezug auf Aufladezeiten und zusätzliche Hilfen jederzeit ändern. Der leichteste Modus kann allerdings nicht empfohlen werden, da dieser selbst in Wimmelbildern und bei Puzzlen durch Glitzerei die Lösungswege anzeigt.

Eines wird schnell klar: die Mischung von Wimmelbild und Puzzle ist in diesem Spiel ausgewogen, das Abenteuer hält sich in Grenzen. Was nichts mit der Geschichte zu tun hat, sondern mehr mit der Tatsache, dass es wenig Überraschungen und wenig wirklich zu entdecken gibt. Zu klein ist der Aktionsradius, der sich meist auf drei bis vier Örtlichkeiten begrenzt. In diesen wanderst du herum, suchst, puzzelst, rätselst und als Belohnung geht es dann einen Schritt weiter. Und der Ablauf beginnt erneut. Das erklärt auch, warum die nicht vorhandene Karte nicht wirklich fehlt. Und sollte die Orientierung doch mal erschwert sein, dient der Tipp nicht nur als Rat- sondern auch Richtungsgeber.

Wimmelbilder gibt es hier in zwei Variationen. Die Wortsuchliste weist ein oder mehrere zusätzlich versteckte Objekte auf, die sich hinter Tüchern, in Schubladen oder Ähnlichem befinden. In den Puzzle-Szenen wirst du jeden durch Umrisse dargestellten Gegenstand wieder benutzen müssen, um einen weiteren zu erhalten. Am Ende geht bei beiden Varianten ein Objekt in dein Inventar.

Die Puzzle und Rätsel selbst sind größtenteils viel zu einfach. Dauert die Lösung doch mal mehr als 30 Sekunden, liegt es eher an der Spielvoraussetzung "Geduld" denn am Schwierigkeitsgrad. Doch sie sind gut gemacht, schade ist aber, dass man sich nach dem ersten, interaktiven, Puzzle, sofort wieder auf Altbewährtes zurück gezogen hat und jegliche weitere Kreativität anderen überlässt.

Visuell ist ERS für seine wie handgemalten Grafiken bekannt, ein Stil der Geschmacksache ist, von den Designern des Teams aber sehr gut beherrscht wird. Alles ist nicht nur klar und deutlich, Maestro: Musik aus der Tiefe erfreut sich auch am Tageslicht. Das Böse ist klar gekennzeichnet, versteckt sich aber nicht in den dunklen Ecken und das tut dem Auge gut. Ist doch sonst die Dunkelheit ein Garant für böse Buben. Die Spielzeit von ca. 3,5-4 Stunden liegt im Durchschnitt, das Sammlerextra fügt dem Spiel zwar Spielzeit von etwa 45-60 Minuten hinzu, sonst aber nichts von Wichtigkeit.

Es ist vor allem die Gradlinigkeit und der mangelnde Mut zu Herausforderung und Neuem, das Maestro: Musik aus der Tiefe ins mittlere Feld der Wimmelbild-Puzzle-Abenteuer schlägt. Die Geschichte ist eine Fortsetzung, lässt sich aber auch ohne Kenntnisse der Vorgänger gut nachverfolgen. Es gibt keine Überraschungen, keine Wendungen. "Rose ist eine Rose ist eine Rose" schrieb einst Gertrude Stein. Egal wie man es wendet, es wird nicht anders, nicht besser, man muss es nehmen wie es ist. In diesem Sinne: Das Demo spielen wird zeigen, was man erwarten kann. Maestro: Musik aus der Tiefe zeigt in der ersten halben Stunde bereits was es ist und daran ändert sich nichts. Wer's mag, wird es mögen.


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