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Maestro: Finsteres Talent


tassentassentassen
Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: ERS

Download (Normal): BigFish Games.de
Download (Sammler): BigFish Games.de

Autor: Elke M.
Datum: 18.09.2014
Deutsch (Normal): 16.01.2015


Sehr kurzer vierter Teil mit ansprechender Handlung
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Eine weltberühmte Opernsängerin macht Halt in einer europäischen Stadt und wir wurden zu ihrem Konzert eingeladen. Doch noch bevor die Veranstaltung beginnt, wird unsere Bekannte Kate von einer unheimlichen Macht in die Musikhalle gezerrt und deren Pforten verschlossen. Ein Fremder teilt uns mit, dass die „Diva“, wie sie von allen nur genannt wird, mit ihrer Stimme in der Lage ist, die Lebensenergie aus ihren Zuhörern zu saugen, um sie willenlos zu machen und unter Kontrolle zu bringen. Gelingt es uns, Kate und die anderen Einwohner zu befreien und finden wir heraus, wer oder was hinter all dem steckt?

Die Grafik kann man hier durchaus als gelungen bezeichnen. Die Zwischensequenzen sind spannend und interessant gestaltet, die Stimmen passend. Nur das regungslose Herumstehen der Darsteller, während sie mit uns sprechen wirkt befremdlich. Der Spielaufbau ist sehr geradlinig und schnell durchschaubar, für eigene Entscheidungen wird uns wenig Platz eingeräumt. Der Soundtrack ist selbstverständlich an Opern angelehnt, aber keineswegs unangenehm.

Bevor wir mit dem Spiel starten, können wir aus drei spärlich bestückten Schwierigkeitsgraden wählen. Sie unterscheiden sich lediglich in den Aufladezeiten von Tipp und überspringen und ob es ein Hinweis-Glitzern geben soll. Im schwierigsten Modus fehlen auch noch die Textinformationen. Eine änderung ist jederzeit auch zwischendurch möglich.

Uns steht kein Journal oder Tagebuch zur Verfügung und somit ist es erforderlich, dass wir uns Codes notieren oder bestenfalls merken. Die Karte, die uns geschwind von einer Szene in die nächste bringt ist übersichtlich, allerdings ist es notwendig, erst mit dem Cursor ein Bild darauf heranzuzoomen, damit wir erkennen können, ob dort gerade etwas zu tun ist. Zwischendurch haben sich darauf allerdings immer wieder Fehler eingeschlichen, und es werden Plätze angezeigt, die wir zu besuchen haben, die aber im Moment keine Aufgaben für uns bereit halten. Da ist der Tipp verlässlicher, aber   bei mir war er während der ersten beiden Kapitel „außer Betrieb“. Ein Frettchen, das wir befreien, leistet uns manchmal nützliche Dienste. Spielerisch hilft er uns in einigen Situationen aus der Patsche.

Immer in unserem Gepäck befindet sich ein Medaillon, das, wenn es durch Juwelen aufgeladen wurde, böse Geister vertreibt. Es leuchtet auch, um uns darauf hinzuweisen, dass es nun einsatzbereit ist. Einige Inventargegenstände sind mit Zahnrädern gekennzeichnet, was bedeutet, dass wir uns diese näher ansehen sollen. Meistens müssen wir dann Dinge hinzufügen, um sie einsatzbereit zu machen. Gelegentlich sind einige Objekte von schwarzem Rauch eingehüllt. Diese können wir anklicken und sie werde einem Bild hinzugefügt, um dieses zu vervollständigen. Dabei handelt es sich aber um ein Extra aus der Sammleredition.

Die ersten Wimmelbilder sind abwechslungsreich. Wir nehmen Gegenstände auf, um sie direkt wieder zu verwenden und so neue Utensilien freizuschalten, die als Umrisse dargestellt werden. Danach kommen eine Wortsuchliste mit Begriffen, die alle erst durch kleine Zwischenschritte auffindbar sind und noch die Variante, 12 gleiche Dinge zu entdecken. Dann wird’s allerdings eintönig und wir spielen nur noch Wortlisten, diese aber nur mit maximal zwei kleinen Interaktionen. Bis auf eines besuchen wir alle Wimmelbilder ein zweites Mal, meistens in sehr kurzen Abständen. Alternativ besteht immer die Möglichkeit in einen Finde-gleiche-Paare-Modus zu wechseln, der recht einfach zu bewerkstelligen ist.

Bei den 16 Rätseln haben sich ERS auch nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Es sind zahlreiche Schiebe- und Rotations-Puzzle vorhanden, die aber alle nur einen relativ niedrigen Schwierigkeitsgrad besitzen und auch von ungeübten Spielern gut zu lösen sind. Eine Neustartfunktion ist nicht verfügbar. Beispielsweise verschieben wir Köpfe von Musikern an ihren richtigen Platz, müssen alle Schlüssel ins richtige Schlüsselloch stecken, Schreibmaschinensymbole nachtippen, Kreissegment verschieben bis die Ecken zueinander passen und Streifen tauschen bis daraus ein Bild entsteht.

Das Ende, das bei zügiger Spielweise mit Sicherheit in unter drei Stunden erreicht wird, ist kurz und schmerzlos. Im gut dreißigminütigem Bonuskapitel geht es um Kates Großvater, den wir dort als Detective zu retten haben und bei dem sich viele örtlichkeiten mit denen aus dem Hauptteil überschneiden. Als Extras gibt es wie erwähnt das Bild, in dem die gefundenen rauchüberzogenen Gegenstände eingefügt werden. Dazu 13 leicht zu erringende Auszeichnungen, 19 wiederspielbare Rätsel und 10 wiederspielbare Wimmelbilder. Auch Konzeptkunst, Wallpapers, Bildschirmschoner und Musik und Filme fehlen nicht.

„Maestro: Finsteres Talent“ ist leider eine Mogelpackung, was die Probestunde betrifft, denn nur diese zeichnet sich durch Vielfältigkeit aus. Ansonsten unterscheidet es sich nur wenig von den anderen Teilen dieser Reihe und wer daran bereits Spaß gefunden hat, wird sicherlich auch hier nicht enttäuscht werden. Ein Minuspunkt ist auf jeden Fall die kurze Spielzeit und die wenigen Extras in der Sammleredition, von der ich dringend abrate. Es ist ein durch und durch durchschnittliches Spiel, das zwar unterhält aber mit Sicherheit keines der ganz großen Highlights des Jahres ist.


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