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Macabre Mysteries: Fluch des Nightingale


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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: BlueTea Games

Download: BigFish Games.de

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Autor: Claudia K.
Datum: 29.07.2011


Dein Großvater, der deines Wissens vor 40 Jahren verschwunden ist, schickt dir eine Eintrittskarte und bittet dich im beiliegendem Brief, pünktlich um acht zu einer Vorstellung in jenem Theater zu erscheinen, das er angeblich vor 40 Jahren in Brand gesteckt hat. Du fährst hin, findest das Theater verschlossen, siehst offensichtlich Geister und verschaffst dir Zutritt. Und schon bald wird klar, du scheinst über die Gabe zu verfügen, in die Vergangenheit zu sehen.

Dein Ziel ist es, die diversen Vorstellungsräume, die das Nightingale Theater besitzt, zu öffnen. Für jedes benötigst du eine Eintrittskarte und bis du die deinem Brief beliegende Karte benutzen kannst, wirst du noch einige andere Dinge erledigen müssen. Das Theater ist nicht gerade klein und eine Karte, die in deinem Buch enthalten ist, wird dir die Orientierung zumindest ein wenig erleichtern. Wenig, weil es keine zusammenhängende Karte gibt, sondern je eine für vier verschiedene Bereiche. Die Karte zeigt dir auch an, ob es irgendwo ein neues Wimmelbild gibt, zumindest theoretisch. Praktisch habe ich es zweimal erlebt, das zwar angezeigt war, dass eine "Szene von Interesse" aktiv ist, die Karte selber hat sie aber nicht angezeigt.

Wie bei BlueTea Games üblich suchst du in Wimmelbildern nicht per Wortliste, sondern nach Einzelteilen eines Ganzen. Diese Gegenstände werden dann automatisch zu deinem Inventar hinzugefügt. Es gibt allerdings auch ein paar wenige "Visionen", die dich in die Vergangenheit führen. Dort wirst du abgebildete Gegenstände finden müssen. Hast du alles gefunden, geht es automatisch zurück in die Gegenwart und ein Gegenstand wird mitgehen, den du dann dem Inventar zufügen kannst. Die anderen der zahlreichen Inventarobjekte findest du in den Szenen oder bekommst sie durch das lösen von Rätseln und Puzzlen.

Und zahlreich sind sie wahrlich - wie bereits aus Dark Parables: Der Fluch des Froschkönigs bekannt, musst du Objekte sammeln, die dann anschließend in einem Schrank, einer Truhe oder ähnlichem sortiert werden müssen. Das wiederum bringt dir dann einen neuen Gegenstand. Klickst du irgendwo an, wo noch etwas erledigt werden muss, wird dies in deinem Buch festgehalten. Trotzdem wird es im Verlauf oftmals unübersichtlich und du fragst dich verzweifelt, wann du denn einen der drei Schlüssel, die du finden musst, endlich zu Gesicht bekommst. Und was du mit den vielen anderen Objekten machen sollst. Und wann irgendeine der Sammlungen fertig wird. Und kannst nur hoffen, dass du dich noch erinnerst, wo welcher Schlüssel eigentlich nötig war. Das Buch wird dir aber dabei mit einem Bild helfen. Meistens jedenfalls.

Der Hinweis lädt sich selbstständig wieder auf. Wie lange das dauert hängt von zwei Dingen ab. Zum einen, dass du das Intro nicht überspringst. Tust du das, hast du keine Wahl und spielst den Normalmodus. Tust du es nicht kannst du unter den beiden üblichen Konditionen wählen. Allerdings stimmen die Zeiten absolut nicht. Der Hinweis braucht zu keinem Zeitpunkt ein oder zwei Minuten, genauso wenig ist die Sperrzeit für den Hinweis nach dem Überspringen eines Puzzle fünf Minuten. Im Normalmodus braucht der Hinweis etwa 30 Sekunden und die Überspringsperre etwa 1 Minute.

Beim Hinweis wird es dann nach und nach noch viel schneller gehen. 20 markabere Objekte (die Gegenstände verändern sich ständig) gibt es zu finden. Je mehr du findest, desto schneller wird der Hinweis, bis du praktisch einen endlosen Tipp ohne Wartezeit hast. Allerdings hilft der auch nur bedingt. In den Suchszenen wird er dir natürlich ein willkürliches Einzelteil deiner Liste zeigen. Ausserhalb aber musst du einen Inventargegenstand auf den Tipp ziehen. Dir wird dann kurz ein Ausschitt angezeigt, wo du ihn benutzten kannst. Unabhängig davon, ob du diesen Ort schon freigeschaltet hast. Und selbst wenn, wirst du dich des öfteren mal fragen: Ok und das war jetzt wo? Nicht so wirklich spaßig. Vor allem, wenn du endlos rennen musst und dann feststellst, dass dies nur eines von zwei Objekten war. Und du vielmehr zuerst hättest besser was ganz anderes getan.

Die Grafiken sind schön, aber nicht so ausgereift, nicht so detailliert, nicht so schön wie man es von BlueTea Games kennt. Animationen gibt es einige, aber nichts, was Charme oder Entzücken zum Spiel hinzufügt. Die Geschichte ist absehbar, nicht besonders gut und nicht besonders schlecht gemacht. Allerdings stört, dass eine Person auftaucht, die mit der Geschichte und mit dem gesamten Spiel überhaupt nichts zu tun hat. Dazu wird es an der Stelle dann auch noch unlogisch, sagt sie doch zunächst, dass sie Hilfe holen wird, dann kommt sie wieder und sagt, sie habe Hilfe geholt, dann erscheint sie erneut und sagt, sie wird jetzt Hilfe holen. Die Hilfe erscheint nie, die Person auch nicht mehr und man fragt sich, ob das nicht einfach nur "Zeit schinden" gewesen ist.

Zeitlich gesehen liegt das Spiel inklusive Bonuskapitel bei etwa 3,5 bis max. 4 Stunden, erfahrene Spieler werden eher schneller durch sein. Die Suchszenen wiederholen sich häufig und auch wenn es dann andere Einzelteile sind, man erkennt schnell, was an dem Bild anders ist. Allerdings, je weiter das Spiel fortschreitet, desto mehr "findest" du auch fast unsichtbare Teile, Ton in Ton oder nur ein Eckchen sichtbar.
Die Collector-Edition bietet dir zusätzlich zu dem Üblichen noch Bonuspuzzle an. Es gibt nur wenige Puzzle im gesamten Spiel und die sind immer die Gleichen. Zwar erhöht sich der Schwierigkeitsgrad ganz leicht, aber viel Mühe hat man nicht auf die Puzzle verwandt.

Alles in allem fehlt es dem Spiel immer am letzten Quentchen. Bei den Grafiken, bei der Geschichte, bei den Puzzlen, bei der Karte, bei den Suchszenen, einfach bei allem fehlt immer, was ein wirklich gutes Spiel ausmacht. Bemerkenswert im negativen Sinne ist da, dass BlueTeam Games es besser machen kann. Hier aber wird der Spieler nicht gefordert sondern nur ausdauernd hin- und hergejagt. Er bekommt keine kreativen Puzzle, sondern nur neue Bilder. Ein Geschichte, die ihre Stärken hat, aber Schwächen, die sie wieder herabsetzen. Ein Spiel, dass Spass macht, bis man sich anfängt zu fragen, wie oft man eigentlich noch an der gleichen Stelle suchen und wie oft noch hin- und herlaufen muss.

Macabre Mysteries: Fluch des Nightingale ist ein Spiel, wo die Collector-Edition nur empfohlen werden kann, wenn man die Puzzle besonders mag. Die erscheinen bereits in der Probestunden und sind im Bonus-Inhalt mit anderen Bildern besetzt. Die Normalversion wird einen durchaus unterhalten, aber man darf seine Erwartungen nicht zu hoch schrauben. Es ist, als hätte jemand immer wieder gesagt: "Das reicht, den Rest heben wir uns für ein anderes Mal auf." Das was geliefert wird, ist gut. Aber nicht gut genug.


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