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Lost in Time: The Clockwork


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Herausgeber: Namco
Entwickler: Namco

Wenn Du Lost in Time: The Clockwork auch bewerten oder die Meinung anderer Spieler lesen möchtest, dann geht es hier lang

Autor: Claudia K.
Datum: 01.01.2011

Unterwegs auf einer Besichtigungstour mit Freunden steht Eliza vor einem großen Uhrenturm und kann nicht wiederstehen: Sie muss ihn sich einfach von innen anschauen. Dort begegnet sie dem Uhrmacher, als sie sich aber erschreckt, fällt ihr eine Taschenuhr, die dem Uhrmacher kurz zuvor aus der Hosentasche gerutscht ist, in die großen Zahnräder der Uhr. Für einen kurzen Moment herrscht völliges Chaos und dann findet sich Eliza allein im untersten Stockwerk des halb zerstörten Uhrturmes wieder. Nun, nicht ganz allein, denn sie findet die Taschenuhr und als sie diese aufhebt, meldet sich ein junger Mann, der ihr von nun an hilfreich zur Seite stehen wird. Denn es ist an Eliza, den Uhrenturm zu reparieren und die Schäden, die die Zeitbeben angerichtet haben, wieder zu beheben.

So also beginnt ein Abenteuerspiel, dass sich deutlich von vielen anderen Spielen absetzt. Zunächst einmal gibt es nur wenige Wimmelbilder, im gesamten Spiel vielleicht drei oder vier. Deine Hauptaufgabe besteht darin, Dinge die herum liegen (oder auch mal gut versteckt sind) und einige Puzzle zu lösen. Wichtig sind vor allem Zahnräder, denn hast du eine bestimmte Anzahl von Zahnrädern gefunden und damit einen Teil deiner Taschenuhr repariert, gibst du der Uhr Fähigkeiten zurück. So zum Beispiel kann sie die Dinge sichtbar machen, die in einem Zeitloch stecken oder auch die Zeit zurückdrehen.

Ein Spielzeugmacher, so sagt der junge Mann in der Uhr, kann dir helfen, doch auf dem Weg in die Stadt stellst du fest, dass auch die Menschen in einer Zeitschleife gefangen sind. Um sie zu befreien, musst du vollenden, was sie zuletzt tun wollten. So braucht deine Freundin Eisenbahntickets, der Freund braucht Blumen und deine Mutter wollte gerade Muffins backen. Aufgaben wie diese müssen erledigt werden, aber nicht immer zwangsläufig in der Reihenfolge, in der du sie erhältst.

Ebenfalls wichtig sind die Diamanten und Kohlestücke, die du überall findest. Denn mit den Diamanten kannst du im Laden deiner Mutter dringend benötigte Dinge kaufen und aus den Kohlen... naja, ich will nicht zu viel verraten.

Die Geschichte selber erzählt sich aus deinem Tun, Zwischenszenen gibt es nicht. Du kannst dich frei zwischen allen bereits erarbeiteten Orten bewegen oder auch über eine Karte, auf der sich der Ort durch Doppelklick erreichen lässt. Die Grafiken sind gut, nicht gerade umwerfend, aber freundlich und nett gezeichnet. Einige Dinge sind sehr klein und kaum zu sehen, allerdings beschränkt sich dies fast ausschließlich auf Diamanten und Kohle.

Es gibt mehrere Arten von Hinweise. Zum einen hast du einen Hinweis, der dir in den Wimmelbildszenen und auch an den Orten selber Dinge zeigt, die du eventuell übersehen hast. Außerdem sagt er dir, wenn es nichts mehr zu finden gibt, allerdings ist das nicht sehr zuverlässig und an einer Stelle sogar falsch. Es gibt eine kleine Schaltfläche, die dir alle Bewegungsmöglichkeiten anzeigt - auch nur dann hilfreich, wenn du an einem Ort die Pfeile nicht findest, die dir auf dem Bildschirm anzeigen, wo du hingehen kannst. Es gibt eine Aufgaben-Liste - klickst du diese an, sagt dir Eliza genauer, was zu tun ist. Hilfreich und echter Hinweis war dies nur ein einziges Mal. Ansonsten sagt sie dir weder wo du etwas suchen musst oder was genau, schlimmer noch, sie behauptet zum Beispiel konsequent, dass ein Tee bei der Mutter im Laden zu kaufen wäre, auch dann, wenn diese schon längst gesagt hat, das dies nicht so ist. Hilfreich dagegen ist die Uhr, die aufblinkt, wenn ihre Fähigkeiten benutzt werden können. Tut sie es, dann ist dies tatsächlich so.

Die eigentlichen Hinweise sind also mehr oder weniger nutzlos. Es gibt kein Glitzern (außer an einer Stelle, aber was du dort tun musst, wirst du selber herausfinden müssen) um dir Aufgaben oder wichtige Stellen anzuzeigen. Nur Wimmelbildszenen werden angezeigt. Du kannst im Laden alles kaufen, was du willst (und du wirst im Verlauf auch mehr als genug Diamanten dafür haben), aber niemand sagt dir, was eventuell gerade hilfreich ist und was du später brauchen wirst. Es wird dir sogut wie nichts erklärt, alle Zusamenhänge und Abläufe müssen selber herausgefunden werden. Auch bei den Puzzlen bist du auf dich allein gestellt, nur die Minispiele werden erklärt (und die können dann auch übersprungen werden).

Und genau dies macht das Spiel so besonders. In Zeiten, wo jedes Spiel dir erklärt und zeigt wie und wo die Atmung funktioniert, bist du hier allein. Das ist positiv, hat aber einen negativen Grund. Das Spiel ist sehr kurz. Wer, durch Überlegung oder Zufall die richtigen Wege findet und im Laden nur kauft, was er nötig hat, der wird in 2,5 - 3 Stunden durch sein. Und so mancher wird einige der Puzzle überspringen, weil sie auf Zufall aufgebaut sind und man so nicht einmal auf eine Lösung zurück greifen kann. Ganz besonders ärgerlich ist dies am Ende. So mancher wird das Ende vermutlich nicht sehen. Die Lösungen sind auf Zufall aufgebaut und können nicht übersprungen werden, etwas, was kein Entwickler je tun sollte. Nicht jeder Spieler, dem diese spezielle Puzzle-Art nicht liegt, hat Lust, endlos herumzuprobieren, in der Hoffnung, dass die Lösung zufällig kommt.

Lost in Time: Clockwork Tower kommt mit einigen Ungereimtheiten in der Geschichte, guten Grafiken, altbekannten Puzzle und Rätsel daher. Den Anspruch holt sich das Spiel aus der Tatsache, dass der Spieler selber herausfinden muss, was er eigentlich tun soll. Das kann Spaß machen und ein sehr befriedigendes Erlebnis, aber eben genauso gut auch frustrierend sein. Der Probedownload kann daher nur dringendst empfohlen werden. Wer bereits da Schwierigkeiten hat, wird das Spiel ohne eine Lösungshilfe garantiert nicht schaffen. Wer sich aber reinbeissen will und die Puzzle und Rätsel selbstständig löst, der wird ein befriedigendes Spielerlebnis haben.

 


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