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Lost City of Z: Special Edition
Herausgeber: Playfirst
Entwickler: Playfirst

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Autor: Sabine

Auf einer Forschungsreise auf dem Amazonas, in den Jahren 1541-1542, entdeckte der Spanier Francisco de Orellana viele Dörfer und sogar richtige Städte mit mehreren tausend Einwohnern, doch die Wissenschaft schien kein Interesse an seinen Entdeckungen zu haben. Erst der Abenteurer Colonel Percy Harrison Fawcett begab sich 1925 auf eine Expedition in das Amazonas-Gebiet, er wollte die von ihm benannte mythische "Verlorene Stadt von Z" finden, doch er verschwand unter mysteriösen Umständen und man hat nie wieder von ihm gehört. Nun ist eine National Geographic Forscherin namens Abigail in der selben Region verschwunden, als sie den Spuren von Colonel Fawcett folgte. In der Rolle ihrer Schwester fliegst du in den dichten Regenwald Brasiliens und machst dich auf die Suche nach Abigail.

Auf die Zerstörung des Regenwaldes und somit auch der Heimat vieler dort friedlich lebender Naturvölker kann man nicht oft genug hinweisen, dieses Spiel versucht es zumindest in kleinen Schritten und lässt sich dabei auch nicht unter Druck setzen, da man ohne jedes Zeitlimit spielt. Wer ein bißchen zwischen den Zeilen der Dialoge liest, wird die Botschaft, die Völker und ihre Dörfer in Frieden zu lassen, sicher verstehen. Du hilfst zum Beispiel einem kleinen Jungen, der von einer Schlange gebissen wurde, doch sein Volk nimmt dich eher als Feind bzw. Eindringling war und du musst letztendlich sogar vor ihnen fliehen, obwohl es nicht deine Absicht war jemandem Angst zu machen. Auch die Fotos, die du auf deiner Reise machst, verschwinden noch bevor du sie jemandem zeigen kannst, es scheint, als wollte die Stadt von Z gar nicht gefunden werden. Die Suchbilder zeigen nicht nur den schönen Teil der Natur, sondern auch wie Menschen mit ihren Maschinen diesen zerstören und den Einheimischen und den Tieren ihr Zuhause nehmen. Einige Tiere des Regenwaldes lernst du durch die Fotos, die du während des Spiels von ihnen machen musst, kennen, da du zu jedem Tier einen kurzen Informationstext in deinem Tagebuch nachlesen kannst. Du hast sogar die Möglichkeit die Fotos als Hintergrundbild für deinen PC zu verwenden. In dem Tagebuch kannst du auch jederzeit Informationen zu deiner Reise nachlesen, die dir aber auch größtenteils in Form von Dialogen mitgeteilt werden, durch die du ebenfalls wertvolle Tipps zum weiteren Vorgehen erhältst.

Das Spiel besteht aus 17 verschiedenen Spielorten, die du teilweise mehrmals besuchst und die durch die grafisch schön gemachten Bilder einen kleinen Einblick in die Natur und das Leben im Regenwald bieten. An diesen Orten suchst du 41 mal anhand von Wörter-Suchlisten nach Objekten, die mal mehr mal weniger gut versteckt und teilweise nur in den Nahansichten von bestimmten Stellen zu finden sind, auf die dich ein Lupen-Cursor hinweist. Leider sind sämtliche Objekte nicht variabel, ein erneutes Durchspielen ist daher nicht mehr ganz so interessant und auch die Gesamtspielzeit verringert sich dadurch erheblich. Im ersten Durchgang bieten jedoch die Minispiele und auch die verdunkelten Spielorte eine gute Abwechslung zu den "normalen" Spielorten. Sobald es dunkel ist, helfen dir Taschenlampen und Nachtsichtgeräte bei der Suche, die du allerdings auch erst einmal im Laufe des Spiels finden musst und die sich jeweils in einem der vier Rucksäcke befinden, in denen auch die Kamera für die Tierfotos und Messer sind, die du ebenfalls im Spiel einsetzen musst. Solltest du einmal Schwierigkeiten haben ein Objekt zu finden, hilft dir das GPS-Gerät, welches du bereits im ersten Level findest und im Laufe des Spiels mit Batterien und anderem Zubehör ausstattest, so dass sich der Tipp nach jedem Gebrauch noch schneller wieder aufladen kann. Klickst du den Begriff des Objektes an, wird dir zuerst eine Silhouette auf dem Display des GPS-Geräts angezeigt, sollte das nicht ausreichen kannst du auf den Hint-Button klicken und ein Radar zeigt dir das gesuchte Objekt.

Unter den Objekten, die nicht immer in die Umgebung eines Regenwaldes passen, sind auch einige Inventarobjekte, die du für die fünf verschiedenen Minispiele benötigst, von denen du vier Stück zweimal in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen spielen kannst. Wie schon oben erwähnt musst du die Schlangenbisse eines Jungen verarzten, Koordinaten der Reiseroute deiner Schwester eintragen, Sudoku mit Steinen spielen, Schlüssel in die passenden Schlösser stecken und anschließend ein Bild richtig anordnen und du musst ein Puzzle auf der Tür zur Stadt von Z lösen, um sie betreten und wieder verlassen zu können. Alle Minispiele kannst du jederzeit überspringen, obwohl sie nicht so schwierig sind und du sie mit Sicherheit schaffen kannst. Der Wechsel zwischen den einzelnen Suchbildern erfolgt oft mit ein wenig Verzögerung, aber es lohnt sich zu warten, denn vor allem die Geräuschkulisse zu den Bildern ist super gelungen und verleiht einem wirklich ein richtiges Regenwald-Feeling, auch die Musik ist exotisch angehaucht und begleitet einen angenehm zurückhaltend durch das ganze Spiel. Die Dialoge und auch die Tagebucheinträge lassen einen die Fortschritte bei der Suche nach Abigail gut verfolgen.

Lost City Z: Special Edition bietet zwar durch die selbst zu machenden Aufnahmen der Tiere und die Taschenlampen- und Nachtsichtgeräte-Suchbilder ein bißchen Abwechslung, ist aber aufgrund der eher simplen Minispiele sowie der oft leicht zu findenden Objekte nicht unbedingt von Herausforderungen geprägt und daher mehr für reine Such-Fans geeignet, Knobler und Tüftler kommen hierbei nur selten bis gar nicht auf ihre Kosten. Durch die Möglichkeit, sich ein neues Hintergrundbild für den heimischen PC zu beschaffen, hat das Spiel aber immerhin noch einen kleinen Trumpf im ärmel.

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