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Living Legends: Die Eisprinzessin


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Herausgeber: BigFish GamesE
Entwickler: 4friends Games


Download (Sammler): BigFish Games.de
Download (Normal): BigFish Games.de

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Autor: Claudia K.
Datum: 15.06.2013
Deutsch (Normal): 21.11.2013


Nachdem deine Mutter verschwand, hast du dich stets um deine jüngere Schwester Elizabeth gekümmert. Euer Leben war nicht leicht, aber nun scheint sich alles zum Guten zu wenden. Denn Elizabeth wurde von der Königin als deren Nachfolgerin bestimmt. Sie muss vorab zwar einen kleinen Test bestehen, aber sie ist frohen Mutes und bittet dich inniglich, sie zu begleiten. Als Königin wäre sie endlich in der Lage, dir all die Hilfe zu vergelten, die du ihr hast zukommen lassen. Doch kann es wirklich wahr sein? Hat sich das Blatt gewendet?

Schnell erfährt der Spieler, dass es natürlich ein klitzekleines Häkchen gibt. Nämlich die Tatsache, dass die Königin in Wahrheit keine Nachfolgerin sucht, sondern mit dieser Einladung nur ein weiteres Opfer sucht, das ihr die ewige Jugend verschafft. Der Preis dafür ist eine gefangene Seele, die keine Ruhe findet. Und Elisabeth ist nicht die Einzige. Schon bald begegnet die Protagonistin (also du) Schneewittchen, dem ersten Opfer der teuflischen Königin. Wirst du vielleicht gar weitere bekannte Gesichter bei den verlorenen Seelen finden?

Living Legends: Die Eisprinzessin besticht von Beginn an mit schönen Grafiken. Vor allem der Wandel von gefrorenen in blühende Landschaften gibt dem Spiel an vielen Stellen einen märchenhaften Charme und lässt die von der Hexe ausgehende Atmosphäre des Bösen nicht übermächtig werden. Interessant auch: Hier ist das Dunkle, Böse nicht in der Dunkelheit zu Hause. Dein Abenteuer findet im Hellen statt. Doch davon abgesehen sind die Bilder eher beliebig, nicht kreativ, sondern könnten auch aus zahlreichen anderen Spielen stammen. Eine "eigene Note" hat 4friends Games dem Spiel nicht geben können. Eine kleine Ausnahme ist aber hier ein Eichhörnchen, das du findest und als Haustier annimmst. Zwei- oder dreimal wird es dir auch als Helfer zur Seite stehen, ansonsten glänzt es mit seiner Behausung, die du mit gefundenen Münzen verschönern kannst. Die Szene ist interaktiv, du kannst also ein wenig mit dem Eichhörnchen spielen und ihm vorab einen Namen geben. Es kann davon ausgegangen werden, dass dieses Extra auch in der Normalversion vorhanden sein wird.

Gleich zu Beginn gibt es eine bezaubernde Puzzle-Such-Szene, in der du mit gefundenen Objekten Interaktionen auslösen musst, die am Ende zu einem Inventarobjekt führen. Wer davon allerdings mehr möchte, wird mehr oder weniger enttäuscht werden. Erst fast am Ende des bei mir 2:48 Stunden dauernden Spieles (+42 Minuten im Sammler-Extra) gibt es eine solche Szene erneut. Die gespielte Zeit ist im übrigen in deinem Buch einzusehen. Gesucht wird ansonsten in insgesamt 13 Wimmelbildern mit Suchlisten, die durchgängig 2x gespielt werden. Hier findet man jeweils 2 bis maximal 3 interaktive Objekte, die aber nur selten einmal vom Standard abweichen. In der Sammleredition können diese Wimmelbilder (nicht die beiden Puzzle-Such-Szenen) erneut gespielt werden.

Neben den Wimmelbildern gibt es diverse Puzzles, 26 von ihnen kannst du in der Sammleredition über die Extras beliebig oft spielen. Ihr Schwierigkeitsgrad liegt hauptsächlich auf recht niedrigem Niveau. Auch finden sich einige Vertreter in nur grafisch abgewandelter Form mehrfach im Spiel wieder. Es fällt auf: Zwar kannst du (in zwei der der drei angebotenen Modi) die meisten von ihnen überspringen, aber nicht alle. Bei einigen bist du auf Informationen aus deinem Buch angewiesen, die teilweise sehr dürftig ausfallen und genau diese haben keine überspringfunktion. Ein Wechsel des Modus würde also nicht helfen, kannst du es nicht lösen, bleibt nur ein Blick in eine Lösungshilfe.

Ein nicht unbeträchtlicher Teil der Spielzeit geht bei Living Legends: Die Eisprinzessin für Videoeinspielungen und Animationen drauf. Bei einigen kannst du zumindest die Dialoge weiterklicken, einige wenige können auch übersprungen werden, bei den meisten wirst du abwarten müssen, bis das Spiel bereit ist, dir wieder die Führung zu überlassen. Bedenkt man, dass das Spiel auf der kurzen, nicht einmal 3 Stunden dauernden Seite steht, sind diese Einspieler ein deutliches Zeichen dafür, dass Zeit schinden ein erklärtes Ziel von 4friends Games war. Auch hier bietet die Sammleredition die Möglichkeit, einen Teil der Videos erneut anzusehen.

Es gibt eine Karte, die als "Klick- und-Hopp" - Transport dient, etwas, was du streckenweise gern in Anspruch nimmst, musst du doch oftmals hin- und herlaufen, um ein Objekt zu finden, es dann an anderer Stelle einzusetzen um etwas zu bekommen, was dich am nächsten Ort hoffentlich ein Stück weiter bringt im Spiel. Aktuelle Aktionsmöglichkeiten werden auf dieser Karte in zwei von drei Modi angezeigt. Leider ist eine mögliche Aktion manchmal, aber nicht immer, auch ein noch nicht lösbares Puzzle. Etwas unkomfortabel: Die Karte ist in vier Regionen aufgeteilt, du musst also alle Verfügbaren durchsehen, um deinen nächsten Einsatzort zu finden. Der Tipp dient neben seiner eigentlichen Aufgabe als Objektanzeige auch als Richtungsgeber.

Allerdings wird er dich nur in den Situationen zum nächsten logischen Ort bringen, in denen es eh nur eine Sache gibt, die du überhaupt tun kannst.
Das Böse hinter der Königin, was sie antreibt, wird in einigen wenigen Dialogen klar. Wer den Vorgänger (Living Legends: Das Rätsel der Eiskönigin) gespielt hat und sich noch erinnern kann, wird auf bekannte Charaktere und Geschichtszüge stoßen, das vorliegende Spiel aber steht für sich selbst. Gerade zum Ende hin wird deutlich: Hast du die Geschichte in diesem Spiel hier nicht aufmerksam verfolgt, wirst du nur schwerlich verstehen, warum du am Ende tun musst, was du tust und warum dies die dann folgenden Konsequenzen hat. Die Geschichte hat in der Normalversion ein durchaus befriedigendes Ende. In der Sammleredition erspielst du dir eine kleine Fortsetzung, die deutlich auf einen weiteren Teil dieser Serie hinweist.

Was bleibt am Ende von Living Legends: Die Eisprinzessin? Ein Spiel, das nur auf den ersten Blick ein wirkliches Highlight ist. Alles ist gut, aber nichts ist hervorragend. Living Legends: Die Eisprinzessin ist viel Schein, aber wenig echtes Sein. Das wird vielen Spielern reichen, weil es das ist, was wir fast täglich geboten bekommen. Gute Grafiken, Zeit schinden, eine unkomfortable Karte, nicht überspringbare Puzzles, wenig Kreativität und null Eigeninitiative können ein Spiel gut und unterhaltsam daher kommen lassen, es qualifiziert Living Legends: Die Eisprinzessin aber nicht als Topspiel.


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