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Legacy Tales: Der schwarze Tod


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Herausgeber: Youda Games
Entwickler: Youda Games

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Download (Sammler): BigFish Games.de

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Autor: Monika K.
Datum: 13.05.2013
Deutsch (Normal): 09.09.2013

In Legacy Tales: Der schwarze Tod wirst Du vom Geist einer traurigen jungen Frau mit Namen Isabelle um Hilfe gebeten: Sie vermisst ihren Mann, William van Decken, der berühmt für seine Kämpfe gegen Piraten war.  Kurz nach Deiner Ankunft erfährst Du, dass Isabelle und William früher ein schönes Leben in Wohlstand und Gesellschaft hatten. Doch eines Tages verschwand Isabelle und seit dem Moment schottete sich van Decken völlig von der Außenwelt ab. Monatelang hörte man nichts von ihm. Bis er tot an den Strand nahe der Burg aufgefunden wurde. Der einst für seine Piratenkämpfe berühmte Kapitän war von Kopf bis Fuß wie ein Pirat gekleidet! Und man hatte ihm sogar einen Stahlhaken auf seinen blutigen Armstumpf gesteckt!

über die Jahre wurde viel Seemannsgarn um die Geschichte von Isabelle und William gesponnen, doch die Wahrheit wurde nie aufgedeckt. Was ist mit Isabelle und William passiert? Was hat der goldene Herzanhänger mit den Beiden zu tun und welche Geheimnisse birgt das mächtige Schlachtschiff 'Batavia'? 'Youda Games' hat hier ein sehr unorthodoxes Spiel entwickelt. Vieles ist anders, als der Spieler es gewöhnt ist und doch gibt es nichts Neues oder Spektakuläres in 'Legacy Tales: Der schwarze Tod'.

Zu Beginn des Spiels kannst Du bei den Spielmodi zwischen Normal und Einfach wählen. Die beiden unterscheiden sich ausschließlich in den Aufladezeiten von Tipp und Überspringfunktion, sowie dem Glitzer im einfachen Modus. Ein Wechsel über die Optionen ist nicht möglich, die anfängliche Wahl kann nur durch den Neustart mit Profilwechsel geändert werden. Die beigefügte Karte kann jederzeit über einen Reiter am rechten Bildschirmrand angewählt werden. Sie zeigt, wo es noch etwas zu erledigen gibt (was aber eine allgemeine, nicht aktuelle, Information ist). Sie hat eine Klick&Springfunktion und zeigt, auf Wunsch, an, wo es noch Münzen zu finden gibt.

Denn während des Hauptspiels sammelt der Spieler an jedem Ort bis zu fünf Münzchen, für die er diverse Gegenstände kaufen muss. Dazu gibt es im Spiel diverse Kisten, die monitär gefüllt werden müssen. Man muss 'Münzchen' schreiben, leider sind einige so klein und oft so gut versteckt, dass man keine Chance hat, sie ohne den Tipp zu finden. Der aber wird die Münzen nur dann anzeigen, wenn man ohne sie im Spiel nicht weiterkommt.

Die Grafik im Spiel ist gestochen scharf, man erkennt jedes noch so kleine Detail. Für verspielte Romantiker ist die Grafik jedoch nichts, da es weder Schnörkel noch Kaugummifarben oder niedliche Tierchen gibt. Eine klare nüchterne Atmosphäre ohne Schnickschnack - aber auch ziemlich leblos wirkend, da der Spieler nicht einer Menschenseele begegnet. Das Tagebuch wird Dir in Verbindung mit der Karte von großem Nutzen sein. Hier wird jede Deiner Aufgaben aufgeführt und abgehakt, wenn sie erledigt sind. Es ist sehr empfehlenswert, desöfteren in dem Tagebuch zu lesen. überhaupt gibt es in 'Legacy Tales: Der schwarze Tod' eine Menge zu lesen.

Zu Beginn des Spiels hast Du mehrere Seiten zur Information und während des Spiels wird die Geschichte ab und zu von einer Schriftrolle, die den ganzen Bildschirm verdeckt, unterbrochen, damit Du lesen kannst was auf der Schriftrolle, die natürlich mehrere Seiten beinhaltet, geschrieben steht. Der Text wird gleichzeitig auch noch gesprochen, es steht aber nicht zu erwarten, dass dies in der deutschen Version synchronisiert wird. Alle Texte können entweder schneller durchgeklickt oder komplett übersprungen werden.

Unschöner Weise gibt es in 'Legacy Tales: Der schwarze Tod' kaum Erklärungen und die auch nur nach Aufforderung. Selbst der Mauszeiger verwandelt sich nicht immer. Es kann also passieren, dass Du klickst und Dich dann auf einmal an einem anderen Ort befindest oder dass Du zufällig ein Wimmelbild aktiviert hast. Die Wimmelbilder sind sehr enttäuschend und hier kann der Spruch 'Qualität statt Quantität' angewandt werden. Du spielst in 'Legacy Tales: Der schwarze Tod' viele viele Wimmelbilder, manche haben 2-3 einfallslose Interaktionen und einmal darf man Paare suchen, wow!

Die Puzzles sind sehr wenig vertreten und nicht erwähnenswert, weil sie alle altbekannt und nicht gerade kurzweilig oder originell sind. Im Gegenteil, denn jedesmal auf die umständlich angelegte Anleitung zu warten, lässt den Geduldsfaden immer dünner werden. Das gleiche gilt für den Tipp:  Klickst Du ihn an, bildet sich gaaaanz langsam ein Funkeln, das gaaaaanz langsam an den oberen Bildrand wandert und sich dann noch laaaaangsamer zu einer Erklärung entwickelt. Die aber verschwindet nach knapp zwei Sekunden wieder!

Ein richtiges Ende des Hauptspiels, welches nach ca. 3,5 Stunden erreicht ist, ist auch dem Spieler der Normalversion vergönnt. Du erfährst die Wahrheit über Isabelle und William. Und diese hat es in sich, denn die Liebe geht oft seltsame Wege. Das Bonusspiel beinhaltet eine abgeschlossene Geschichte und die ist wirklich ein Bonus! Hier sind die Puzzles ein wenig unterhaltsamer und insgesamt wirkt alles leichtfüßiger. Die außergewöhnliche Länge von ca. zwei Stunden machen den Spielspaß perfekt.

'Youda Games' hat ein Spiel für Langzeittüftler auf den Markt gebracht, die nicht frustriert sind, wenn sie nicht sofort auf die Lösung kommen. Es ist kein Spiel für Zack-zack-Spieler, denn man braucht seine Zeit, um in das Spiel einzutauchen, es überhaupt zu verstehen. Es ist vom Spielen her anspruchsvoll, aber es gibt keinerlei Neuheiten, keinen Wow-Effekt. Müssen es denn immer Schmetterlinge sein? Gibt es wirklich nur Logik- und Geduldspiele?

Die Geschichte ist ungewöhnlich und spannend, hätte aber mehr ins Spiel integriert werden müssen. So wie dargestellt, werden viele Spieler das, was dieses Spiel ausmacht, überhaupt nicht bemerken. Man ist ganz allein im Spiel und tüftelt, rätselt, puzzelt und wimmelt. Mehr passiert leider nicht. Durch ein paar Nebenfiguren, einige Aktionen die ein Spiel auflockern, wäre 'Legacy Tales: Der schwarze Tod' gefälliger geworden. So aber spielt man das Spiel mit wenig Motivation. Für die Pausen (ich meine die Tippaufladung selbst im einfachen Modus und die Zeit, in der sich eine Anleitung oder Erklärung bildet) empfehle ich das Strickzeug oder ein "echtes Puzzle" in der Nähe bereit zu stellen!

 


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