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League of Light: Die Heilerin

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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Mariaglorum

Download (Normal): BigFish Games.de
Download (Sammler): BigFish Games.de

Autor: Elke M.
Datum: 15.10.2014
Deutsch (Normal): 13.02.2015


Gut in die Jahreszeit passendes Wimmelbildabenteuer mit niedlichem Gefährten
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Die Liga des Lichts braucht erneut unsere Hilfe, denn in Blake’s Mountain, im Westen Irlands, verschwinden Kinder. Die Kutschfahrt dorthin stellt sich schon als schwieriges Unterfangen heraus und als wir endlich vor den Toren der Stadt eintreffen, müssen wir mit ansehen, wie eine überdimensionale Vogelscheuche ein Mädchen entführt und es in ein Fläschchen sperrt, das an ihrem Gürtel baumelt. Trotz vieler Hindernisse, die sich uns in den Weg stellen, nehmen wir die Fährte auf und können dabei auf die Loyalität einer kleinen Vogelscheuche und die einer Wahrsagerin zählen.

Mit kräftigen Farben wird die Herbststimmung wunderbar eingefangen. Einzige Ausnahme sind kurze Zwischensequenzen, die so wirken, als wären sie mit sehr einfachen Mitteln gezeichnet worden. Die Geschichte ist gut nachvollziehbar und tatsächlich interessant, obwohl der Handlungsstrang mit verschollenen Kindern nicht gerade selten vorkommt. Die Personen sind alle animiert, bewegen ihre Lippen beim Sprechen und wurden mit akzeptablen Stimmen ausstaffiert. Besonders erwähnenswert ist hier unser Freund, eine kleine Vogelscheuche, in der außerordentlich viel Liebe der Entwickler steckt. Wann immer wir an eine Stelle nicht herankommen, hilft sie uns weiter, gelegentlich aber erst dann, wenn wir sie mit dem richtigen Equipment ausgestattet haben. So setzen wir ihr an einem dunklen Ort einen Bergarbeiterhelm mit Lampe auf und bei einem Kampf erhält das tapfere Figürchen zuerst Schwert und Schild, um in die Schlacht marschieren zu können.

Vor und auch noch unter dem Spiel können wir aus vier Schwierigkeitsstufen wählen. Während die Modi  „Normal“, „Erfahren“ und „Meisterlich“ feststehende Eigenschaften besitzen, können wir uns beim Vierten die Unterpunkte selbst zusammenstellen. Als zusätzliche Hilfsmittel erhalten wir ein Tagebuch, das die Geschichte den einzelnen Personen zugeordnet, extrem knapp mitschreibt. Außerdem bekommen wir noch eine Karte, über die wir uns auch von Ort zu Ort transportieren lassen können. Des öfteren wird von uns verlangt, Wege immer wieder abzulaufen, aber doch noch in so einem Maße, dass es nicht zu langatmig wird. Vor allen Dingen benötigen wir die meisten Gegenstände in so kurzen Abständen wieder, dass uns die Stelle, an der wir sie einzusetzen haben, durchaus noch in Erinnerung ist. Zu einem späteren Zeitpunkt übergibt uns die Wahrsagerin eine Kristallkugel, über die sie uns immer wieder Informationen zukommen lässt.

Im Inventar tummeln sich manchmal Objekte, die mit einem Pluszeichen versehen sind. Das bedeutet, dass wir entweder bereits ein Teil besitzen, das wir hinzufügen müssen oder dem gekennzeichneten Utensil etwas entfernen können. Verschwindet das Plus wieder und bleibt nur noch der Kreis übrig, müssen wir nach einem weiteren Element dafür suchen.

Eine Schwachstelle waren bei mir die Nahansichten. Es dauerte teilweise sehr lange, bis diese sichtbar wurden, bei der Szene mit dem verletzten Baum hängte sich das Spiel dann komplett auf. Allerdings war der Spielstand gespeichert und nach erneutem Starten funktionierte dieser Part dann einwandfrei.

Unterhaltsam, aber nicht gerade schwierig sind die Wimmelbilder, die wir bis auf eines alle zweimal spielen. Hier ist aber auch die Wiederholung nicht störend, da die Entwickler dann immer auf eine andere Variante zurückgegriffen haben. So gibt es zwar gelegentlich auch Wortsuchlisten mit kleinen Zwischenschritten, aber beispielsweise ebenso den Fall, wo wir einen Gegenstand per Umriss finden müssen, nur um ihn gleich wieder zu verwenden, um so das nächste Teil zu erhalten. Einmal sehen  wir zu Beginn einen Kristall, beleuchten mit ihm eine dunkle Stelle, entdecken da den nächsten Kristall und arbeiten uns auf diese Weise durchs Bild. In einer anderen Version wird uns ein überbegriff vorgegeben, zu dem wir zwei passende Bilder finden müssen.

Etwas einfallslos wirken dagegen die Rätsel. Nichts ist wirklich schwierig und nichts ist wirklich neu. In Glücksrad-Manier dürfen wir uns Buchstaben aussuchen, die auf einer Alphabettafel einen sinnvollen Satz ergeben sollen. Außerdem spielen wir noch drei Runden Reversi oder befreien eine Kette durch Drehbewegungen aus einem Labyrinth. Grafisch sind alle Minispiele sehr ansprechend, die Erklärungen ausreichend und der Schwierigkeitsgrad auch für ungeübte Spieler durchaus geeignet.

Das Ende der Normalversion ist zwar passabel, allerdings doch ärgerlich, wenn man das des Bonuskapitel und des Extrabonuskapitel noch gesehen hat. In ersterem klärt sich nämlich alles um die Vogelscheuchen auf, ja auch das Geheimnis unseres kleinen Freundes wird gelöst und im zweiten Teil befreien wir dann endgültig die Seele der Heilerin. Um das Extrabonuskapitel spielen zu können, müssen wir zuerst alle 25 Eulen gefunden haben. Nur dann wird über die Hellseherin dieses freigeschalten und es erwarten uns noch einige Rätsel und sogar Wimmelbilder. Die benötigte Spielzeit wird übrigens im Profil neben unserem Namen festgehalten. Zudem gibt es einen Raum mit Auszeichnungen, der noch ein Puzzle parat hält, das wir aber nur komplettieren können, wenn wir alle Trophäen erhalten haben. Die sieben Spielfigürchen, die sich überall verstecken, haben keine Bedeutung, außer dass wir sie uns noch einmal ansehen können. Ansonsten gibt es noch Musik, Wallpapers und Konzeptkunst.

„League of Light: Die Heilerin“ ist genau das richtige, um einen trüben und nassen Herbsttag auf angenehme Art und Weise zu verbringen. Es ist kurzweilig, abwechslungsreich und unterhaltend. Vorkenntnisse zum ersten Teil sind nicht von Nöten, da diese Geschichte vollkommen eigenständig ist. Dazu empfehle ich jedem, zumindest in der Probestunde einen Blick auf diese drollige, kleine Vogelscheuche zu werfen, die für mich der absolute Höhepunkt dieses Spiels war. Die beiden Extra-Kapitel sind zwar auf dem gleichen Niveau wie der Rest, ob das allerdings den Preis einer Sammleredition rechtfertigt, muss jeder selbst entscheiden.


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