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League of Light - Das Spiel


tassentassentassen
Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Mariaglorum

Download (Sammler): BigFish Games.de

Autor: Andreas
Datum: 29.09.2018


Einfaches Wimmelbild-Abenteuer mit ordentlicher Länge, aber ohne Inspiration
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Wir sind wieder einmal Agent der Leageu of Lights. Auf dem Weg zu einem neuen Fall werden wir gekidnappt und landen in einem Spiel, aus dem wir unter ständiger Beobachtung der verbrecherischen Veranstalter zu entkommen haben.

Die Grafik ist gut gelungen, inklusive der auftretenden Personen. Ein wenig bleibt alles auf der eher dunklen Seite, was aber zur Umgebung durchaus passt. Einige nette Animationen sind kurzweilig.

Die Geschichte ist zwar nicht gänzlich neu, aber auch noch nicht so ausgelutscht wie viel zu oft erlebt. Sie wird sehr geradlinig erzählt in fünf unabhängigen Kapiteln und kommt nach ordentlicher Spielzeit zu einem befriedigenden Ende. Es gibt nicht allzu viel Hin und Her, auch logische Brüche sind nicht zu verzeichnen. Der Einsatz der von früheren Spielen der Serie her bekannten kleinen Vogelscheuche als betont niedlicher Helfer dürfte vielen zusagen, andere eher langweilen. Störend sind die vielen Dialoge, die sich teilweise noch nicht einmal abbrechen lassen.

Die Wimmelbilder sind gut gemacht und variantenreich. Ein wenig suchen müssen wir tatsächlich auch. Ergänzt werden sie durch eine Unmenge von Suchbildern, also quasi Mini-Wimmelbilder, die langweilig, leicht und reine Zeitschinderei sind.

Die Minispiele sind durchwachsen. Der Schwierigkeitsgrad schwankt zwischen lächerlich einfach und mittelschwer, einige wenige erfordern sogar den Einsatz der grauen Zellen. Leider bleibt der Einfallsreichtum weitgehend auf der Strecke: So haben wir wieder einmal ein Labyrinth zu durchlaufen (was aber wenigstens unterhaltsam gelungen ist), viel zu viele sind von viel zu ähnlicher Art (Kombinationen eingeben, Schießen mit Fadenkreuz), und das von vielen gehasste Problem, Hindernissen auszuweichen kommt auch gleich zweimal vor. Ein persönliches Highlight ist eine interessante Variante der Türme von Hanoi.
Es wird wohl ein Geheimnis der Entwickler bleiben, warum nicht alle Minispiele neu gestartet werden können. Dazu geht zumindest eines nicht auf die Ausgangsstellung zurück. Ein weiteres fällt durch fehlerhafte Aufgabenstellung auf.

Die angebotenen Hilfen sind Standard: Wir haben eine Karte mit Sprung-Funktion und einen Tipp zur Verfügung.

Der Abenteuerteil ist bei weitem das schwächste Element des Spiels. Wir finden hier im wesentlichen einen laschen Aufguss immer wieder gesehener Aufgaben zusammen mit einer Unmenge von Schlüsseln und noch mehr Emblemen, Kacheln und dergleichen, die ebenfalls die Rolle von Schlüsseln spielen. Nur allzu oft werden diese verwendet, um andere Embleme zu finden. Hier drängen sich Formulierungen wie Unverschämtheit auf.

Zur programmtechnischen Umsetzung ist ebenfalls Kritik angebracht. Die wie erwähnt zahlreichen Dialoge lassen teilweise kein Überspringen zu. Andere bieten die Möglichkeit des Fortführens und Überspringens, wobei oft das Fortfahren nicht klappt.

Zum Sammlerausgabe ist zu sagen: Finger weg. Sie ist derart sparsam bestückt wie schon länger nicht mehr gesehen. In jeder Szene gibt es ein Sammelobjekt zu finden, teilweise ist es ganz gut in die Szene eingepasst, so dass es nicht sofort ins Auge springt. Chamäleonobjekte kommen nicht vor. Weder Minispiele noch Wimmelbilder können nachgespielt werden. Außer dem üblichen finden wir rein gar nichts vor.

Fazit:
Das Spiel hat eine gute Länge für aktuelle Standards. Die Geschichte ist nicht uninteressant und wird unterhaltsam erzählt. Akzeptable Wimmelbilder, flankiert von langweiligen und überflüssigen Suchbildern, durchwachsene Minispiele und ein eher lächerlicher Abenteuerteil runden das ganze ab. Die Sammlerausgabe ist definitiv ihr Geld nicht wert.