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Labyrinths of the World: Verlorene Seelen


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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Domini Games

Download: Deutschland Spielt
Download (Normal): BigFigsh Games.de
Download (Sammler): BigFigsh Games.de

Autor: Claudia K.
Datum: 26.09.2014
Deutsch (Normal): 23.02.2015


Gutes Spiel, aber ohne echte Höhepunkte
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Als deine Schwester dich einlädt, sie auf dem Schloss von Dr. Thomson zu besuchen, machst du dich sofort auf den Weg. Denn unbedingt möchte Margaret dir zeigen, was sie und der Wissenschaftler entdeckt haben. Doch als du dort ankommst, ist Margaret verschwunden und schnell findest du heraus, dass seit ihrer Einladungen seltsame Dinge vor sich gegangen sein müssen. Und dann der Schock: Dr. Thompson hat deine Schwester für ein Experiment benutzt. Um Portale in andere Welten zu erschaffen, die er beherrschen möchte, wurde ihr Seele in Stücke gerissen und in diesen fremden Welten verteilt. Kannst du Margaret noch retten, bevor es zu spät ist?

Die letzte Frage ist natürlich rethorisch, aber bevor es so weit ist, wirst du das Schloss und vier verschiedene Welten, zum Beispiel die Fliegenden Inseln oder die Welt der Illusionen, erforschen müssen. Und den Einwohnern der Welt helfen, bevor sie dir geben können, was du so dringend brauchst: Einen Seelenteil von Margaret. Dr. Thomspon versucht alles, um dich aufzuhalten. Doch mit den letzten ihnen noch zur Verfügung stehenden Kräften, helfen die Bewohner dir, so gut sie können.

Dies tun sie unter anderem mit Fähigkeiten, die sie dir überlassen - sei es nun als Beispiel das Schweben lassen von Gegenständen oder unendliches Wasser. Die insgesamt vier Fähigkeiten kannst du in allen Welten anwenden. Außerdem gibt es noch eine mechanischen Helferin, die vieles reparieren kann und während des Spieles in deinem Inventar verweilt. Doch trotz aller Helfer, auch du hast noch genug zu tun.

Vier Modi stehen dir zur Auswahl, darunter auch ein persönlicher Modus, der es dir erlaubt, einzelne Aspekte des Spieles wie Tippgeschwindigkeit, Glitzern und mehr selbst zu konfigurieren. Eine Karte mit Springfunktion und auf Wunsch auch Anzeige von aktuellen Aufgabenbereichen steht dir in jedem Modus zur Verfügung. Die Kartenanzeige ist schon dahingehend nützlich, dass du ab und an zurück ins Schloss musst. Zwar wirst du dann einen entsprechenden Hilfstext erhalten, aber viele Spieler lesen nicht alle Texte und dank der Karte muss man die Wege (die aber grundsätzlich nicht allzu weit sind) nicht laufen. Bei Bedarf wird dir auch der Tipp die Richtung anzeigen.

Die Wimmelbildszenen, Wortsuchlisten mit Interaktionen, sind wie üblich ziemlich überfüllt. Während die meisten Interaktionen sich darauf beschränken, Au auf B zu legen, gibt es durchaus auch einige aufwändigere Aufgaben zu bewältigen. Nichts davon unlösbar, aber dennoch eine Abwechslung. Wer nicht suchen möchte, kann alternativ ein Legepuzzle lösen, das aber durch eine Umriss-Vorgabe auf der extrem leichten Seite steht. Am Ende geht immer ein Gegenstand in dein Inventar. Dieses ist nie direkt überfüllt, aber es gibt durchaus des öfteren viele offene Baustellen und viele noch nicht nutzbare Objekte.

Die Puzzles in Labyrinths of the World: Verlorene Seelen sind gefällig und gut gemacht. Wir finden neben den üblichen Rotatationspuzzlen und anderen bekannten Elementen der Geduldspuzzles auch nette Geschichtenpuzzles und ähnliches. Nichts ist brandneu, aber Domini Games hat sich ganz offensichtlich Gedanken gemacht und dafür gesorgt, dass viele Spielervorlieben abgedeckt werden.

Spieler der Sammleredition finden in den Szenen Masken, mit den ein extrem kitschiges Boudoir eingerichtet werden kann. Dazu gibt es Münzen, die in jeder Welt für die Verschönerung eines Welt-Museums ausgegeben werden können. Neben dem zusätzlichen Spiel gibt es als zusätzliche Extras Konzeptkunst, Hintergründe, Auszeichnungen und Musik. Außerdem können alle bereits einmal gespielten Puzzles sofort so oft wie gewünscht gespielt werden, gleiches gilt für alle Wimmelbildszene. Das Boudoir und die Museen können auch erst nach dem Spiel über die Extras verschönert werden. Auch hier hat Domini Games grundsätzlich dafür gesorgt, dass die Sammleredition nicht als komplette Abzocke dasteht, sondern Spielwert hinzugefügt.

Grafisch sind die Welten fantasievoll ohne neu zu sein, helle, freundliche Farben begleiten uns auch dort noch, wo es etwas dunkler wird. Die Geschichte ist unaufgeregt, nachvollziehbar und gleichzeitig ohne Höhen und Tiefen. Wir ahnen, was kommt und erledigen unsere Aufgaben, die geschickt eben nicht so gestaltet sind, dass man die Hand im Rücken spürt, die uns in die richtige Richtung drückt. Auch die Spielzeit bewegt sich in einem angenehmen Rahmen. Gerade wenn man so langsam der eher gemütlichen Taktzahl überdrüssig wird, ist es vorbei. Wirkliche Kritikpunkte sind nicht zu finden, es gibt aber eben auch nichts, was zum Jubeln einlädt.

Labyrinths of the World: Verlorene Seelen gehört mit zu den sehr guten Spielen, die uns dieses Jahr geboten wurden, weil das Gesamtpakekt stimmt. Es ist kein Top-Highlight und du wirst vermutlich nicht mit angehaltenem Atem ins Spiel eintauchen, aufgeregt spielend und wartend, was da kommt. Aber du wirst angenehm unterhalten, gefordert ohne Frustrationsmomente und hast Erfolgserlebnisse, die du dir selbst erarbeitet hast. Domini Games hat ein liebenswertes Spiel geschaffen, das nicht den Eindruck hinterlässt, es sei ausschließlich nach niedrigen Standards und Schema F gestaltet. Und das ist sehr viel mehr, als man von Spielen der bekannten Namen seit Monaten erhält.


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