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Kelly Green: Garden Queen


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Herausgeber: iWin
Entwickler: iWin

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Autor: Claudia K.
Datum: 18.08.2010

Eigentlich sieht sich Kelly als echtes Stadtmädchen und das Kochen zieht sie einem Leben in der Gärtnerei vor. Aber als sie die Gärtnerei ihrer Großeltern erbt hat sie keine andere Chance: In den 50 Level über 4 Jahreszeiten ist es deine Aufgabe, Kelly dabei zu helfen aus dem mehr oder weniger brachliegendem Garten einen florierenden Gartenbau-Betrieb zu machen. Und das Beste von allem: Bevor du die Nase rümpfst und denkst: "Hatten wir das nicht alles schon?" lass dir sagen: Ja, hatten wir alles schon, aber selten so gut gemacht.

Deine Aufgabe besteht zum einen darin, Pflanzen und Kräuter zu pflanzen und großzuziehen. Lavendel, Basilikum, Rosen und Rosmarin zum Beispiel - aber welche es jeweils sind kommt auf die Jahreszeit an. Die Pflege ist realistisch gehalten, so werden z.B. Iris erst im Gewächshaus angezüchtet und können dann im Freien zur vollen Schönheit erblühen, andere Pflanzen gedeihen nur im Gewächshaus, während Rosen zum Beispiel draußen gezogen werden können. Verdorrte Blumen kommen auf den Komposthaufen, eine Kuh gibt Milch und Dünger und so hast du alles um deine Kunden zufrieden zu stellen.

Die Kunden kommen in zwei Gruppen: Die Direktkäufe und übers Telefon, wo sich Läden melden, wie z.B. ein Hochzeitsplaner. Beide geben ihre Wünsche bekannt und deine Aufgabe ist es, die entsprechenden Blumen und Pflanzen zu haben, bevor die Geduld des Kunden abläuft. Da Pflanzen eben ihre Zeit brauchen gibt es Beruhigungsanrufe bei den Läden oder Limonade für die Kunden vor Ort. Ein kleines Extra verdienst du dir bei den Direktkunden in dem du die Blumen in einer Vase zu Sträußen bindest und mit einer Dekoration versiehst.

Vor und während eines jeden Level kannst du einkaufen. Mehr Beete, Dekorationen, Erde, Hilfsmittel wie Sprinkler, größere Gebäude oder eben Samen. Welche dir da aber zur Verfügung stehen ist abhängig von der Jahreszeit. Außerdem gibt es natürlich auch Schädlingsbekämpfungsmittel wie Insektenspray oder Vogelscheuchen.

Überhaupt ist Kelly Green: Garden Queen im Aufzucht-Bereich recht realistisch. Tote Pflanzen kommen auf den Kompost, Insekten/Tierbefall wird individuell bekämpft, nicht ein Mittel für alle Fälle. Eine Gärtnerei in dem Ausmaße kann man schlecht allein führen und deshalb kommen Familie und Freunde zur Hilfe, die alle bei Klick das Notwendige tun und nicht auf Spezialisierung warten.

Die Grafiken sind hübsch und du kannst in die Szene hereinzoomen um besser zu sehen oder alles etwas kleiner sehen, aber dafür alles im Überblick haben. Du hast jederzeit die Möglichkeit, alles nach deinen Bedürfnissen umzustellen. Und da die Umgebung den Jahreszeiten angepasst wird, bietet das Spiel neben allem anderen auch noch viel fürs Auge. Die Figuren sind liebevoll gezeichnet und sowohl die Akteure als auch die Kunden haben Charakter, was dich zusätzlich an das Spiel bindet und Spielfreude bringt.

Neue Produkte werden zu Beginn eines Levels vorgestellt und obwohl die Auswahl nicht riesengroß ist und wir mehr Produktionsschritte in anderen Spielen gesehen haben, erweist sich dies hier als clever. Denn Kelly Green: Garden Queen ist ein schnelles Spiel. Zuviel würde es zu chaotisch und unübersichtlich machen. So hast du das Gefühl einer echten Herausforderung, die aber nicht in Frustration oder Langeweile umschlägt. Auch

Du wirst alle Level mehr oder weniger ohne große Probleme in der Mindestzeitanforderung schaffen. Um aber eine blaue Schleife oder gar einen Gold- oder Silberpokal zu bekommen, wirst du vermutlich so manches Level viele Male spielen müssen. Kelly Green: Garden Queen ist außergewöhnlich gut ausbalanciert, der Schwierigkeitsgrad steigert sich kontinuirlich, gleichzeitig aber ist trotz der vergleichsweise wenigen Produkte und Produktionsschritte kein Gefühl von "Das Leben ist eine einzige Wiederholung."

Gleichzeitig aber ist Kelly Green: Garden Queen ein Klick- kein wirkliches Zeitmanagent. Raum für Strategien gibt es nicht, du reagierst auf die Anforderungen der Kunden ohne viel vorausplanen oder gar voraussehen zu können. Für Anfänger ist es wegen seines Tempos vermutlich nicht unbedingt geeignet, aber ob man dem Tempo gewachsen ist, wird man in der Probestunde auf jeden Fall herausfinden können. Auch gibt es nur einen Spielmodus, einen Endlos- oder Freispielmodus gibt es nicht. Aber das ist auch schon alles, was man dem Spiel als Minuspunkte ankreiden kann.

Kelly Green: Garden Queen ist ein gutes Beispiel für ein hochklassiges Spiel - es macht nichts falsch, setzt neue Standards im Farmgeschäft der Zeitmanagementspiele und zeigt, dass es auch hochklassig zugehen kann, ohne chaotisch zu sein.

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