A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | 0-9
links to Forum/Spenden/Facebook Spenden forum facebook


Jodie Drake und die Welt in Gefahr (and the World in Peril)
Jodie Drake und die Welt in Gefahr (and the World in Peril)


tassentassentassen
Herausgeber: Alawar
Entwickler: Sleepwater Games

Download: Deutschland-Spielt
Download: BigFish Games.de

Wenn Du Jodie Drake und die Welt in Gefahr (and the World in Peril) auch bewerten oder die Meinung anderer Spieler lesen möchtest, dann geht es hier lang

Autor: Sonja R.
Datum: 17.01.2011

Wir kennen sie alle: Die mutigen Frauen, die um die Welt reisen und tolle Sachen entdecken. Nichts anderes ist es bei Jodie Drake, die als Fotografin für ein Archäologie-Magazin unterwegs ist. Kaum ist der letzte Auftrag erfüllt, gibt es ein unschlagbares Angebot. Der Herausgeber der grössten Zeitschrift überhaupt möchte Fotos von Jodie. So fliegt sie für ihn um die Welt um Orte zu fotografieren, die er ihr vorgibt. Jedoch veröffentlicht er einige der schönsten Fotos nicht und Jodies Kollegen und Freund Robin fällt auf, dass auf allen bestimmte Symbole zu sehen sind. Was steckt also wirklich hinter dem Auftrag von Dr. Bergen?

In diesem Spiel wirst du eine Geschichte erleben, wie du sie wohl schon im Schlaf erzählen kannst. Im Prinzip kennst du schon zu Beginn den Ausgang, deshalb ist sie nicht wirklich spannend. Interessanter ist da schon der Spielaufbau, der noch an die gute, alte Wimmelbild-Tradition anlehnt. Kein Laufen bis zur Vergasung, sondern Suchszenen in Abwechslung mit Minispielen, immer wieder unterbrochen von Telefonaten zwischen Jodie und Robin oder auch mal einer Verabredung zum Kaffee.

Jodie ist ja nun Fotografin und das heisst, sie fotografiert alles, was ihr so über den Weg läuft. Ob aufgelistete Objekte zu Suchen sind oder Umrisse, 12 Gleiche oder Einzelteile von Umrissen - egal! Wenn du jedoch bei den 63 Leveln in 6 Kapiteln tatsächlich länger als 3 Stunden benötigen solltest, liegt es bestimmt daran, dass du zu oft auf den Tipp warten musstest. Da ist dann mal von 4 Füssen in der Szene nur einer anklickbar, einen Käfer zu finden ist schier aussichtslos. Warum? Sleepwater Games kam sich ganz raffiniert vor und hat einiges so in den Hintergrund platziert, dass es sich kaum davon abhebt und folglich auch fast nicht zu sehen ist. Oder es mal ganz geschickt hinter ein Gitter oder Netz gelegt. Wahrscheinlich sind sie noch stolz darauf, mir hat es den Spass genommen, einen nicht geringen Teil der Spielzeit mit dem Warten auf die Tipp-Aufladung zu verbringen.

Dabei ist die Grafik insgesamt gar nicht übel. Du fliegst in verschiedene Länder wie China oder Griechenland und es wurde Mühe darauf verwendet, die Orte landestypisch darzustellen. Auch sind sie farbenfroh mit kleinen Animationen ohne aufdringlich zu wirken. Vieles ist auch sichtbar, aber eben leider häufig auch nicht. Im Prinzip fährst du am Besten mit der Methode, einfach zu klicken, was dir so auffällt. Da hast du immerhin die Chance, die Hälfte schonmal zu erwischen. Aber Vorsicht! Bei mehreren Fehlklicks wird dir im Expertenmodus etwas von deiner Zeit abgezogen. Allerdings dürfte dich das kaum tangieren, denn die ist mehr als grosszügig bemessen.

Der Expertenmodus ist einer der beiden Spielmodi, die du zu Beginn auswählen kannst. Längere Tippaufladung, schwierigere Minispiele und das genannte Zeitlimit. Im entspannten Modus soll der Tipp schneller aufladen (kann ich so nicht bestätigen), die Minispiele sollen leichter sein (mag auf ein paar wenige auch zutreffen) und du hast kein Zeitlimit. Insgesamt haben die zwei Spielmodi eher eine Alibi-Funktion.

Unregelmässig verteilt sind die Minispiele, die immer in Bezug auf den Einfallsreichtum antiker Völker im Erstellen von Fallen und Rätseln stehen. Dabei triffst du auf 6 Labyrinthe im Dunkeln, suchst mehrmals Unterschiede, musst vier Mal je drei Waagen ausbalancieren, mehrere Paarsuch-Spiele, 5 Puzzles, 2 Rohrrätsel und 2 Spiegelrätsel. Einige kannst du nach einer Aufladung überspringen, bei anderen gibt es einen Tipp, bei den Labyrinthen wird dir bei Tipp-Benutzung sogar die Lösung angezeigt. Irgendwie wurde man sich nicht einig, wie bei den Minispielen verfahren werden sollte. Eventuell wurde abgestimmt und es gab für Überspringen, Tipp und Lösung für Minispiele gleiche Stimmanzahl - so hat man es einfach mal so, mal so gemacht.

Es wird also einiges geboten und die Mischung ist gut, da sich die unterschiedlichen Sucharten immer wieder mit den Minispielen abwechseln. So wird das Spiel eigentlich nicht langweilig. Sofern man die Dellen in der Schreibtischplatte ausser Acht lässt, die man während des Wartens auf den Tipp mit den Fingern in die Schreibtischplatte getrommelt hat, richtet das Spiel also keinen Schaden an.

Mit einer besseren Grafik hätte es wirklich gut werden können, so ist es leider nur Durchschnitt. Auch wenn man grundsätzlich auf Details wie landestypische Musik oder Hintergründe geachtet hat. Da Suchlisten und Minispiele immer gleich sind, hat es ausserdem kaum Wiederspielwert. Aber vielleicht wird das in der angedeuteten Fortsetzung dann anders.


Copyright © 2008- 2017 Gamesetter.com

Go to top