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Jewelleria
Nachlese

Herausgeber:Sulus Games
Entwickler:Sulus Games

Wenn Du Jewelleria auch bewerten oder die Meinung anderer Spieler lesen möchtest, dann geht es hier lang

Autor: Claudia K.

Um es vorweg zu nehmen: Du hast andere Zeitmanagement - Spiele gespielt? Cake Mania zum Beispiel? Irgendeines? Ok, dann wird Dir Jewelleria nicht wirklich etwas Neues zeigen. Hier findest Du exakt die selben Dinge, die man in jedem Zeitmanagement findet und viele andere machen einen besseren Job.

Per Comiczeichnung erfährst Du, dass Elly das Schmuckgeschäft ihres Vaters übernehmen soll. Schon da fällt auf, dass die Grafiken nicht wirklich gut sind. Die diversen Töchter scheinen Vierlinge zu sein, nur mit anderen Haarfarben. Und auch im weiteren Verlauf hast Du bei den Damen den Eindruck, dass es allesamt Schwestern sind. Die Gesichter sind die gleichen, nur die Kleidung und die Haarfarbe ändert sich. Nur die Heldin Elly, die im Level einmal oben rechts zu sehen ist und natürlich durch den Laden läuft, hat zwei Gesichter. Positiv allerdings: Im Vergleich zu der englischen Version hat man hier eine zwar nicht flüssige aber doch einwandfreie Übersetzung, in der ich keine gravierenden Rechtschreibefehler finden konnte.

Vom Spielablauf ist Jewelleria sehr simpel: Die Kunden kommen, Du gibst ihnen eine Bestellkarte, mit Sprechblasen sagen sie Dir, was sie haben möchten und Du klickst die entsprechende Maschine, stellst Kette, Ohring oder Ring her und verzierst ihn anschliessend in der gewünschten Farbe und Menge. Einige Kunden nehmen lieber "Souvenirs" - Uhren, Diamanten oder Diademe, die bereits fertig in einer Vitrine liegen. Du bringst dem Kunden das Gewünschte, kassierst sein Geld und "Der Nächste bitte". Durch Herzen zeigen Kunden an, wie wohl sie sich fühlen. Verlieren sie die Geduld und damit Herzen, gibst Du Ihnen Süssigkeiten, die aussehen wie Riesensmarties. Je mehr Herzen, desto mehr Trinkgeld bekommst Du. Ein Kunde, der alle Herzen verliert, wird den Laden verlassen. Mit den erzielten Gewinnen kaufst Du vor jedem Level Verbesserungen für Deine Produkte, also hochwertigere Diamanten, Uhren etc oder Aufwertungen der Maschinen, so dass sie schneller sind.

Du hast zwei Möglichkeiten, dass Spiel zu gewinnen - als Profi oder als Experte. Beides sind Geldbeträge, die Dir angezeigt werden. Bleibst Du unter dem Profibetrag, musst Du das Level wiederholen. Es gibt eine Restart-Möglichkeit über den Menü-Button, so dass Du während des Spiels wieder neu starten kannst, wenn Du merkst, dass es eh nix wird. Du wirst dann aber nicht mehr zum Einkauf kommen. Aber das kann man umgehen, indem man im Menü "Zum Hauptmenü" wählt und dann wieder auf "Spielen" klickt. So kommst Du wieder zum Einkauf und kannst eventuell andere Verbesserungen kaufen, die Dir eher helfen, das Level zu gewinnen.

Ab und an gibt es einen Sonderverkauf, dort werden dann ausschliesslich die "Souvenirs" verkauft und am Ende eines jeden Kapitels einen Bonusverkauf. Dort kommen die Kunden, zeigen ihre Wünsche an und Du suchst das einsprechende Schmuckstück von einer Tafel. Je nach Anzahl der bedienten Kunden in einer Minute, erhältst Du eine Bonuszahlung. Das bringt ein wenig Abwechslung in die ansonsten gleichtönige Levelabarbeiterei.

Das Spiel hat eine ganz ordnentliche Länge. 12 unterschiedliche Orte mit jeweils 6 Level, die allesamt so aufgebaut sind, dass auch ein Anfänger keine allzu grossen Schwierigkeiten haben sollte, sie zu gewinnen. Hast Du aber erst mal alle Updates gekauft (was nach 2/3 des Spieles der Fall ist, wenn Du mehrheitlich als Experte abschliesst), dann fehlt dem Spieler aber eine echte Motivation, weiter zu spielen. Ab und an wird Dir die Geschichte in Comic-Art weitererzählt, sie ist aber auch nicht so gehalten, dass man es vor Spannung kaum erwarten kann.

Die verschiedenen Orte unterscheiden sich nicht wesentlich von einander, die Kunden überhaupt nicht. Ob Du nun im Kasino oder im Ozeandampfer Deine Vitrinen aufstellst, die Kunden sind stets die Gleichen. Und ob nun Scheich, designierter Herr, Schülerin oder Diva, ausser dass eine(r) vielleicht ein Herz mehr beim Betreten des Ladens hat, weisst auch keiner von ihnen eine besondere Charakteristik auf.

Vor dem Level wird es immer eine kurze Anmerkung geben. Beziehen sie sich auf einen Kunden, sind sie wertlos. So wird beispielsweise gesagt, der Scheich kaufe gerne besonders exclusive und teure Schmuckstücke. Dabei ist gerade er derjenige, der eher die günstigeren Dinge vorzieht. Trotzdem lohnt es sich zu lesen, denn dort wird auch angekündigt, ob eine besondere Aktion geplant ist - nur Ohringe, nur blaue Steine etc. Mit dieser Information ist es einfacher, auch im Voraus schon Schmuckstücke fertig zu stellen.

Es gibt auch ein paar Pokale zu gewinnen. Für Nichtbenutzung des Abfalls, für zufriedene Kunden etc. nichts Spektakuläres und selbst diese Grafiken sind so langweilig und unscheinbar, dass man sich das angucken über einen Button im Kartenmenü auch gleich sparen kann.

Unter dem Namen "Jewelleria" stellt man sich ja eher etwas Glitzerndes, Besonderes vor. Leider ist das an den Entwicklern vorbei gegangen. Vielleicht mit ein wenig mehr Aufwand bei den Grafiken, vielleicht mit etwas, dass Jewelleria anders macht als alle anderen Spiele, hätte es ein Spiel werden können, dass man auch dann gerne spielt, wenn man schon diverse Zeitmanagementspiele gespielt hat. So aber bringt es nichts Neues und das alte eher schlechter als andere.

Das Beste, was man sagen kann: Es hat zumindest eine anständige Länge und ist vom Tempo her auch für Anfänger geeignet.

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