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Jewel Quest I, II und Heritage


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Herausgeber: Iwin
Entwickler: Iwin

Wenn Du die Jewel Quest Serie auch bewerten oder die Meinung anderer Spieler lesen möchtest, dann geht es hier lang

Autor:Gyanda J.
Datum: 02.10.2010

Wir alle kennen Dallas. Dallas, Texas, ist auch der Sitz der Entwicklerfirma dieses Megasellers, Mumbo Jumbo – und es würde gut zu JR passen, sich so ein fieses, vertracktes und süchtig machendes Spiel auszudenken. Ausgedacht haben es sich aber die Leute von Mumbo Jumbo und das müssen sehr durchtriebene Burschen – im besten Sinne – sein, wenn man sieht, was sie sich da ausgedacht haben.

Eigentlich ist alles ganz einfach. Da ist ein Spielfeld, da sind verschiedene Symbole – du brauchst bloß drei von ihnen waagerecht oder senkrecht zusammenzufügen und schon lösen sie sich auf und der Hintergrund wird golden. Deine Aufgabe ist es, den gesamten Hintergrund des Spielfelds golden zu machen – innerhalb der gegebenen Zeit.

Und da haben wir schon die erste Vertracktheit dieses Spiels. Kann sein, dass die Zeit reicht. Kann sogar sein, dass es dir am Anfang lächerlich einfach vorkommt, innerhalb der vorgegebenen Zeit fertig zu werden. Du lächelst und fragst dich, wo das Problem ist. Das Spiel ist doch kinderleicht!

Genau an dem Punkt solltest du innehalten und demütig werden! Denn natürlich bleibt das alles nicht so einfach – sondern wird grausam, vertrackt, zum Haare raufen schwierig und bald wirst du feststellen, dass du nicht mehr von diesem Spiel loskommst. Gerade, weil es so einfach scheint, kann man einfach nicht aufhören zu versuchen, es doch zu schaffen! Und damit das wirklich schön schwierig ist, haben sich die Entwickler die unglaublichsten Hürden und Hindernisse ausgedacht. Alle kommen ohne Vorwarnung daher, das heißt, du spielst gemütlich und alles ist gut – und plötzlich, im nächsten Level, ist alles anders und du musst deine Spielestrategie komplett neu überdenken.

Im ersten Jewel Quest Spiel sind es vergrabene Teile, die du befreien musst, indem du dreier Reihen desselben Symbols über ihnen bildest. Unterschiedliche Formen des Spielfeldes machen dir es schwer, genau dies zu erreichen. Was mir sehr gefallen hat, sind die Zwischentexte zu den einzelnen Kapiteln, die eine Geschichte erzählen – nämlich die des Juwelenbretts. Ein mystisches Gebilde, das die Phantasie aller Schatzsucher und Forscher anregt. Durch die kurzen Zwischentexte bekommt man das Gefühl, an einer richtigen Abenteuergeschichte teilzunehmen und spielt vielleicht allein schon deshalb immer weiter, weil man wissen will, wie die Geschichte ausgeht.

Kann man für so ein simples 3-Gewinnt-Spiel ein Follow-Up erstellen? Ist das nicht langweilig, weil es doch immer dasselbe Spielprinzip ist? Ja, man kann ein Follow-Up erstellen und Nein, es ist überhaupt nicht langweilig.

Bei Jewel Quest 2 bekommst du es plötzlich mit Affen zu tun, die du am besten so schnell wie möglich wieder loswerden solltest – kommen drei von ihnen zusammen, färben sie den Hintergrund wieder braun und du kannst von vorne anfangen damit, den Hintergrund golden werden zu lassen. Dazu gibt es natürlich die üblichen eingegrabenen Symbole, die merkwürdigen Formen, die das Spielfeld annimmt – und als besonders fiese Hürde: Münzen! – Wenn du drei von ihnen zusammenfügst, bekommst du einen Sonderpunkt. Mit ihm kannst du ein einzelnes Feld des Hintergrunds golden werden lassen. Klasse Sache, sicher! Hilfreich ohne Ende! Leider haben es diese Münzen an sich, genau da aufzutauchen, wo du sie überhaupt nicht gebrauchen kannst und irgendwann fluchst du vielleicht sogar über diese nützlichen Helfer und freust dich über das dumpfe Geräusch, das dir sagt, dass sie unten am Spielfeldrand rausfallen aus dem Feld. – Bizarr? Ja, genau: Bizarr! Dass man sich freut, wenn etwas weg ist, das einem doch helfen kann. Aber man freut sich ja nur mit zusammengebissenen Zähnen – während man eilig versucht, auch ohne die Münzen das Spielfeld zu färben. Die Zwischentexte erzählen dir die Geschichte eines Liebespaares: Rupert und Emma. Die Geschichte wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt, bevor am Schluss alle Protagonisten zusammen kommen. Es geht natürlich um Irrungen und Wirrungen der Liebe, um die Suche in Afrika nach dem Juwelenbrett, um Nebenbuhler und um eine handfeste Kriminalstory. Spannung also nicht nur auf dem Spielfeld – sondern auch bei den Zwischentexten.

Jewel Quest – Heritage schafft es sogar noch besser zu sein als sein Vorgänger – und das ist eine wirkliche Leistung. Man sollte meinen, das Spielprinzip ist doch nun hinreichend bekannt durch die beiden Vorgänger und dass da nix Neues mehr kommen könnte. Nichts ist weniger wahr als das! – In Jewel Quest: Heritage erfährst du Hintergründe über die Familie von Rupert – sämtliche Vorfahren tauchen auf. Im Lauf des Spiels sammelst du Puzzle-Teile. Diese Teile kannst du in die schattenhaften Portraitkarten im Stammbuch der Familie einfügen. Sobald eine Karte komplett ist, sind die Informationen über die Person verfügbar. Jede Person im Stammbaum verfügt über mehrere Spielfelder, die dann spielbar sind. So kommst du allmählich im Stammbaum der Familie immer weiter zu ihren Ursprüngen und erfährst über versteckte Juwelen unter dem Louvre und über das Schloss Neuschwanstein, in dem auch Juwelen versteckt sein sollen. Diese Zwischentexte sind spannend und informativ zugleich und die zu spielenden Spielfelder haben immer jeweils eigene Komponenten. So hast du einmal nur eine bestimmte Anzahl von Juwelen, um das Spielfeld golden zu färben. Dann spielst du im Tauschmodus. Es kann aber auch sein, dass dir die Münzen aus Jewel Quest 2 wieder über den Weg laufen. Sie befreien hier eingeschlossene Symbole. Und dann gibt es noch die Spielsteine, die vereist sind, oder du musst leere Felder nutzen, um das Spielfeld leeren zu können.

Immer wieder aber stellen die merkwürdigen Formen des Spielfeldes die größte Herausforderung dar. Wie gesagt, ein Spiel, das JR hätte erfunden haben können. Immer, wenn du denkst, du weißt, wie der Hase hier läuft – passiert was Neues, und du kannst von vorne anfangen zu denken. Ich ziehe meinen Hut vor Hochachtung vor diesem Entwicklerteam, das sich ein so vielfältiges und komplexes Spiel überhaupt ausdenken konnte! Und nun, entschuldigt... ich muss unbedingt zurück zu Jewel Quest: Heritage und rauskriegen, wie ich dieses eine Spielfeld doch leer kriege! Das ist nämlich fast das Beste an dem Spiel: du kannst jedes Spielfeld so oft spielen, bis du es endlich geschafft hast – und ich schwöre euch: auch ihr werdet es immer und immer wieder probieren. Das Spiel macht einfach süchtig!

 

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