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Jane Lucky


tassentassen
Herausgeber: Deutschland-spielt
Entwickler: Meridian93

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Autor: Sonja R.
14.01.2011

Jane Lucky, Vincenzo und Becky sind Archäologie-Studenten, die mit ihrem Professor und seinem Kollegen bei einer Ausgrabungsstätte sind. Dann aber passiert etwas Grauenhaftes: Nachts sind aus dem Wald Schüsse zu hören und ein schwarzer Hubschrauber landet. Die aus dem Wald heran rückenden Freiheitskämpfer treffen sich mit einem maskierten Mann, der dem Hubschrauber entsteigt. Da alle Archäologen als Geiseln in ihrer Gewalt sind, nimmt der Maskierte Professor Sky mit, während die anderen in der Gewalt der Terroristen bleiben. Jane kommt dahinter, dass es um ein Artefakt geht, dass der Professor 1947 in Peru gefunden hat: den Nordstern. Da sie ohnehin auf die Zahlung eines Lösegelds warten müssen, versucht Jane mit ihren Kollegen, weitere Hinweise über das Artefakt und des Professors Aufenthaltsort zu finden. Einer der Terroristen hilft ihnen, aber niemand weiss, warum.

Ich hatte bei diesem Spiel das Gefühl, als wäre Meridian93 in einer Zeit stehen geblieben, die seit mindestens 2 Jahren vorbei ist. Grafiken, die zwar farbenfroh und animiert sind, aber trotzdem mässig. Einige Gegenstände lassen sich öffnen wie ein Zelt und Schränke, aber das ist eher selten und da du sehr oft an die wenigen Orte zurück kommst, kannst du das ohnehin bald im Schlaf. Wobei die Gegenstände manchmal schon abenteuerlich sind. Dass ein Besen ein Lärmobjekt und mit Trompete oder Trommel gleichzusetzen ist, ist mir völlig neu. Auch, dass Tabakspfeifen oberhalb von Höhleneingängen schweben können.

Nun bringt diese geplante Flucht mit sich, dass du häufiger mal nachts unterwegs bist. Dunkelheit im Wald. Aber nicht so, dass du gar nichts mehr erkennen könntest. Mit der Funzel deiner kleinen Taschenlampe wirst du hier immer eine Lichtquelle finden, die du anschalten kannst - sei es eine Laterne oder eine Fackel. Also nix mehr mit im Dunkeln suchen.

Dein Tipp ist eine Lupe, du kannst ihn auf zweierlei Art benutzen. Entweder du klickst das Objekt im Container oder der Liste an, dann wird dir direkt dieses gezeigt. Oder aber du nimmst die Lupe selbst, sie zeigt dir zufällig einen Gegenstand.

Überhaupt muss dich hier nicht so grossartig beim Spielen konzentrieren, denn das Spiel bringt dich weiter. Du hast zwar eine Karte, aber welche der wenigen Orte darauf du wählst, ist völlig gleichgültig und für den Spielverlauf nicht entscheidend. Wenn du die Reihenfolge anders wählst, als die Programmierer sich das gedacht haben, kann es höchstens passieren, dass du noch Zutaten für einen Schlaftrunk suchst, der laut Vincenzo wahrscheinlich ohnehin nutzlos ist. Aber man kann es ja trotzdem versuchen... Auch kannst du am Bildschirmrand zwischen den Orten wechseln, wenn du einmal einen auf der Karte angewählt hast.

Man sollte jetzt aber nicht daran denken, dass es sich irgendwie schwierig gestaltet, solche Zutaten zu finden oder zu wissen, dass man sie finden muss. Ohne dein Zutun öffnen sich Container, die die zu findenden Objekte anzeigen. Entweder als Abbildung oder als Umriss. Finde sie und automatisch wirst du weiter gebracht. Das nächste ist dann vielleicht eine Suchliste nach Begriffen oder mehrere gleiche Gegenstände. Auch kommt es vor, dass du Objekte finden und in ihre Umrisse ziehen musst. Aber im Prinzip erschöpft sich in diesen unterschiedlichen Suchszenen schon fast das ganze Spiel. Bei einem weiteren Durchspielen würdest du keine Überraschung erleben, alles bleibt gleich.

Wenn du einen Ort für's Erste abgeschlossen hast, siehst du immer den leuchtenden Nordstern. Damit konnte ich nichts anfangen, schliesslich sollte er angeblich mit dem Professor irgendwo versteckt sein. Auch ist das Spiel sehr mitteilungsbedürftig. Du wirst viel zu lesen haben, wenn es dich denn interessiert. Bei der lauen Geschichte aber wahrscheinlich eher nicht. Wer an alle möglichen Säbel und Messer im Raum gelangen kann, um seine Fesseln zu durchschneiden, der hätte das Haus auch gleich gefesselt verlassen können. Nur die Ladezeiten zu Gesülze musst du oft ertragen.

Eine kleine Unterbrechung bilden immer noch die Minispiele, durch die du Koffer und Schränke öffnen musst. Sie sind nicht sehr häufig und genauso wenig schwierig. Nach einer Aufladezeit kannst du sie überspringen, aber bis dahin hast du sie wahrscheinlich längst gelöst. Du musst mehrmals Zahnräder einsortieren oder 3-Gewinnt spielen, indem du keine Steine miteinander tauschst, sondern die Reihen insgesamt verschiebst. Merke dir Punkte auf einer Karte und klick sie aus dem Gedächtnis an, um Fahnen zu setzen. Passe Funkwellen aneinander an und sende ein SOS. Die meisten Spieler werden damit keine Probleme haben.

Die Hintergrundmusik stört nicht, aber die Geräusche haben mir ganz gut gefallen. Warum das Spiel immer wieder den Ladebildschirm zeigt, wenn man den Ort wechselt, erschliesst sich mir nicht wirklich. Warum ist er mal nötig, mal nicht? Du bekommst an den Orten immer hübsch alles nacheinander präsentiert, was du zu tun hast. Es ist ein Erfolgserlebnis, sollten sich mal zwei Container öffnen. Insgesamt ist Jane Lucky eher etwas für Spieler mit wenig Ansprüchen, die aber Wert auf eine etwas längere Spielzeit legen.

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