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Jane Austen's Estate of Affairs


tassentassentassen
Herausgeber: Legacy Games
Entwickler: Dragon Eye Studios

Download: BigFish Games.com

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Autor: Elke M.
Datum: 12.09.2013

Beschauliches Wimmelbild für Fans der englischen Romantik
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Ein Sturm wütet, als wir per Kutsche Richtung Chawton Village eilen, der Heimat unserer verstorbenen Tante Jane Austen, die eine berühmte Schriftstellerin war. Wir haben erfahren, dass die Familie unserer Tante das Anwesen räumen muss, erzwungen durch eine Schuldforderung die auf Onkel Edwards Wohnsitz lastet. Aber wir haben einen Plan: Wenn wir Tante Janes verschwundenes letztes Manuskript finden könnten, würde der Verkaufserlös das Heim vor der habgierigen Familie Bingham retten.

Uns erwartet eine Grafik wie aus dem 19. Jahrhundert. Alles wirkt etwas wässrig und verschwommen, die Figuren haben eine befremdliche, comicartige Optik. Die Stimmen und der Sprachstil, in dem sie miteinander kommunizieren passen dagegen ganz ausgezeichnet zu den Werken von Jane Austen.

Zu Beginn des Spiels müssen wir uns auf einen von drei Schwierigkeitsgraden festlegen. Im leichten Modus laden der Tippbutton und die Überspringenfunktion schnell wieder auf, aktive Bereiche werden alle durch ein Glitzern markiert. Im normalen Modus ist die Ladezeit bei beiden Aktionen länger, außerdem wird das Funkeln eingeschränkt. Wählen wir „Schwer“, dann ist nur noch der Hinweisgeber aktiv, auf das Überspringen müssen wir verzichten.

Im Spielverlauf stoßen wir immer wieder auf Schriftrollen, die uns ein Vorfahre der Familie Austen hinterlassen hat. Mit kleinen Reimen gibt er uns darauf Hinweise, wie wir ein Rätsel lösen oder einen Trank brauen können. Dankenswerterweise werden diese Informationen auch in unserem Tagebuch festgehalten, so dass wir sie bei Bedarf nachschlagen können. Viele der 12 Minispiele kommen uns bekannt vor, der Schwierigkeitsgrad erhöht sich meistens nur dadurch, dass wir selber darauf kommen müssen, wie das Spiel an sich funktioniert. Aber selbstverständlich finden wir als gewiefte Tüftler einen Weg und so machen die Rätsel durchaus Spaß.

Im Bereich Wimmelbilder gibt es verschiedene Ausführungen. Zum einem suchen wir Begriffe, die uns auf einer Liste angezeigt werden, nur am Anfang gibt es hier kleine Interaktionen. Des Öfteren treffen wir auch auf Umriss-Suchen und zwischendurch dürfen wir dann nach Fragmenten fahnden, die zu einem Gegenstand zusammengesetzt werden. Leider sind viele der Gegenstände entweder sehr klein oder Ton in Ton dargestellt, so dass es uns womöglich nicht immer gelingt, alle Objekte zu finden bzw. zu erkennen. Zudem muss man ein gefundenes Utensil schon sehr genau anklicken, damit es z. B. aus der Liste gestrichen wird.

So arbeiten wir uns mal mit mehr und mal mit weniger fremder Hilfe durch das Haus von Jane Austen, das von außen tatsächlich wie das im Spiel aussieht und wie soll es anders sein, immer noch im heutigen Chawton als Museum zu besichtigen ist. Wir durchforsten Raum für Raum, öffnen geheime Verstecke und schauen hinter verschlossene Türen. Gelegentlich finden wir auch Manuskript-Teile von bereits veröffentlichten Büchern unserer Tante, wie z. B. Mansfield Park, Emma oder Sinn und Sinnlichkeit. Kurze Texte werden zwar in unserem Tagebuch mit notiert, haben aber sonst keine Auswirkungen auf das Spiel.

Nach kurzen 2,5 – 3 Stunden, in denen wir in eine Liebschaft verstrickt waren, einen Spion enttarnt haben und einem anderen Geheimnis auf die Spur gekommen sind, endet dann das Spiel. Das Finale ist gut gelungen und bricht die Geschichte nicht abrupt ab, sondern beschert uns auch nach Abschluss des Falls ein nettes Happy End.

Wer die Verfilmungen der Jane Austen Romane kennt, wird bei „Jane Austen’s: Estate of Affairs sicherlich an den Gebäuden, dem Sprachstil oder auch der Handlung einiges wiedererkennen. Es ist kitschig, es ist romantisch, es ist very britisch und nicht zuletzt kurzweilig. Wer sich gerne in die Welt der Jane Austen versetzen lassen möchte, ist mit diesem Spiel gut bedient. Alle anderen sollten es zuerst mit der Probestunde versuchen und dann für sich entscheiden, ob sie mit der mittelmäßigen Grafik und den eigenartigen Personen leben können, eine Verschlechterung gibt es danach auf jeden Fall nicht.


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