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Island Tribe 5


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Herausgeber: Realore
Entwickler: Realore Studios

Download: BigFish Games.de

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Autor: Claudia K.
Datum: 28.03.2014

Teil 5 auf dem absteigenden Ast; nichts für Experten
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Alles ist gut bei unserem Inselvölkchen, endlich ist das Leben so, wie man es sich seit Teil 1 der Island-Tribe-Serie gewünscht hat. Friedlich, glücklich und ereignislos verlaufen die Tage unserer Helden, bis - ja, bis sie eines Tages eine Flaschenpost am Strand finden. Abgeschickt wird diese von einem Professor, den sie bei ihren vorherigen Abenteuern kennengelernt haben. Er hatte sich auf die Suche nach den berühmten Atlantis gemacht, es auch gefunden und wurde von den Atlantisianern gefangen genommen. Ohne Zögern und Zaudern machen sich die Helden auf den Weg.

Wer Island Tribe 1-4 gespielt hat, kennt die Grundzüge: Um die Zielvorgaben zu erreichen, musst du Rohstoffe einsammeln, Gebäude bauen und mit den Erträgen dieser Gebäude neue Dinge produzieren. Du wirst viele "lebende Hindernisse" entfernen, um deine Ziele erreichen zu können. Kobras, Wölfe, Bienen, Eingeborene und mehr und diese wollen gefüttert werden; dazu benötigst du die aufwendigeren Produkte, die aus deinen Rohstoffen produziert werden. Zusätzlich gibt es Aufgaben wie Tore zu öffnen, Tempel oder Mauern zu reparieren. Außerdem gibt es in fast jedem Level drei Medallionteile und in einem ein Artefaktteil zu finden. Die beiden letzteren benötigst du für den Goldstatus, sie sind als Zeichen der Professors gedacht - findest du sie, bist du auf dem rechten Weg.

Zur Verfügung stehen 4 Spielmodi. "Ohne Zeitlimit" erklärt sich von selbst, in den Modi "Leicht", "Normal" und "Schwer" verkürzen sich jeweils die Zeitvorgaben, die dir für die Goldzeit zur Verfügung stehen. Nur wer alle Level eines Kapitels in Goldzeit schafft, erhält am Ende dieses Kapitels ein zusätzliches Bonuslevel. Doch hier in der Modi-Wahl zeigt sich der größte Schwachpunkt des Spieles. Es gibt, selbst im "Schwer"-Modus nur zwei oder drei Level, bei denen dir nicht mehr oder weniger ein Drittel der Zeit übrigbleibt. Und liest man die Anweisungen, gerade beim Start von Spiel und Level, weiß man auch warum. "Antippen" soll man alles. Wie schon bei Ritter Arthur 4 ist dieses Spiel für Touch-Geräte, also Smartphones und Tablets, entwickelt worden und die (dafür notwendigen) längeren Zeitvorgaben wurden für die PC-Version nicht angepasst.

Dankenswerter Weise gibt es bei Island Tribe 5 einen großen Unterschied zu Ritter Arthur 4. Denn Realore Studios hat es sich nicht nehmen lassen, ansonsten das Gute der letzten Spiele unverändert zu lassen (abwechslungsreicher Spielverlauf, Strategiemöglichkeiten, schöne Grafiken, nette aber nicht überbordernde Geschichte) und zusätzlich ein paar neue Gebäude einzubauen. Dazu gibt es eine ganz neue und schön gemachte Unterwasserwelt. Der bekannte Nebel ist ebenfalls vorhanden und so bleibt Island Tribe ein schön anzusehendes Zeitmanagement mit dem Faktor des Unberechenbaren, weil du erst nach und nach siehst, was das Level für dich bereit hält. Für große Strategie ist da oft erst im zweiten Anlauf Platz, nämlich dann, wenn alle Totems repariert sind, du erkennst was wo nötig ist und der Neustart so die ein oder andere Strategieänderung hervorrufen wird. Allerdings: durch das ach so großzügige Zeitlimit sind die Level eben auch bei "groben Fehlern" noch locker zu schaffen. Behalten wurde aber auch, dass in den Leveln Aufwertungen nicht automatisch vorhanden sind. Ob du nun 3 oder 4 Arbeiter zur Verfügung hast, ob Sägemühlen, Brunnen, Steinbrüche oder andere Gebäude 1x, 3x oder gar nicht verbessert werden können, das liegt nicht daran, wie weit du im Spiel gekommen bist, sondern wird je nach Level unterschiedlich gehandhabt. Unterschiedlich gehandhabt wird aber auch, ob ein Gebäude viel oder wenig Wasser zu Produktion benötigt oder was es für die Reperatur oder die Verbesserung braucht. Und das macht ein Level manchmal unberechenbar. Und erneut: Da man unglaublich viel Zeit zur Verfügung hat, ist es nicht einmal im "Schwer"-Modus sonderlich wichtig.

Nicht den Spielablauf betreffend, aber zumindest unschön, ist manches Mal die Übersetzung. So hat man sich zum Beispiel nicht die Mühe gemacht, das Wort "crane" mit "Baukran" zu übersetzen, sondern du wirst mit einem Kranich die Mauer reparieren. Wirklich schlecht ist es, dass man bei Island-Tribe 5 ständig lebende Wesen "weg räumen" muss. Wie eine Felsen oder ein Stück Holz. Einen Fehler, den man nicht ausmerzt, gibt es ebenfalls: bei Gebäuden am oberen Rand sieht man oft nicht, ob und wenn ja wie oft sie aufgewertet werden können. Die dafür nötigen Sterne werden von der oberen Leiste verdeckt und man muss blind klicken und weiß doch nicht, ob man nur falsch geklickt hat oder ob das Gebäude wirklich nicht (weiter) aufzuwerten ist.

Island Tribe 5 ist ein Rückschritt. Im reinen Spiel gehört es sicherlich zu den besten der Serie, auch grafisch gibt es nur wenig auszusetzen. Doch die deutliche Fixierung auf Touch-Geräte, die mangelnde Umsetzung - vor allem im Zeitlimit - für den PC und die teilweise nachlässige Übersetzung lassen keine höhere Bewertung zu. Es macht Spaß um des Spieles willen, aber wer im Zeitmanagement eine Herausforderung sucht oder erwartet, der sollte Island Tribe 5 meiden.


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