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Nachlese
Island Tribe 2


tassentassentassen

Herausgeber: Realore Games
Entwickler: Realore Games

Download: Deutschland-Spielt
Download: BigFish Games.de

Autor: Claudia K.
Datum: 11.07.2011


Gibt es eine Fortsetzung für ein Spiel, entscheiden sich die Entwickler in der Regel dafür, die einst angefangene Geschichte weiter zu erzählen. Nicht aber Realore in Island Tribe 2. Erneut muss ein friedliches und längst vergessenes Volk vor einem ausbrechenden Vulkan fliehen. Diesmal aber bauen sie das Schiff sofort, stechen in See und retten dort einen Schatzsucher. Aus Dankbarkeit zeigt er ihnen eine Seekarte auf der drei geheimnisvolle, unbewohnte Inseln im Nebel liegen. Inseln voller Artefakte und magischer Gegenstände. Die Siedler zögern nicht, segeln zu den Inseln und dein Abenteuer beginnt.

In jedem der 30 Level bekommst du Ziele zu gewiesen. Mal wirst du nur einen unterschiedliche Anzahl an Totems bauen müssen, in anderen kommen zusätzliche Aufgaben dazu, wie zum Beispiel einen Leuchtturm bauen, ein Handelsschiff herbei rufen und einiges mehr. Dazu wirst du in jedem Level ein oder zwei Teile eines Artefaktes finden müssen. Deine Zeit ist begrenzt, du kannst Goldzeit erreichen, Silberzeit oder gar keine Zeit. Du wirst auf jeden Fall weiter kommen.

Du beginnst mit Ausnahme eines Level immer mit einem Arbeiter. Um deine Ziele zu erreichen musst zu nächst erst mal die Wege frei räumen, Holz und Steine beiseite räumen, Feuer löschen, Löcher auffüllen, Brücken bauen. Außerdem musst du Gebäude bauen, ein Sägewerk, einen Brunnen, einen Steinbruch oder auch eine Baumwollfarm, eine Farm für Ziegenmilch oder Getreide oder eine Imkerei. Alle Gebäude lassen sich aufwerten, je höher sie aufgewertet sind, deston mehr produzieren sie. Auch das Haupthaus kann aufgewertet werden, meist einmal, selten zweimal.

Das mit der "unbewohnten Insel" war nicht so ganz korrekt, ein gieriger Pirat treibt sein Unwesen. Entweder du bezahlst ihn mit Edelsteinen, die immer wieder an irgendwelchen Stellen des Level auftauchen oder er wird ein Produkt klauen, ein Gebäude zerstören oder in Brand setzen. Sehr ärgerlich: Ich habe es mehrmals erlebt, dass der Pirat ein Gebäude zerstört und mir in dem Moment die Möglichkeit genommen hat, überhaupt noch weiter zu machen. Wenn ich für sämtliche Wege Steine brauche, keine mehr habe und er den Steinbruch zerstört, der mit Steinen repariert werden muss, dann kann man nur noch neustarten.

Wie bereits in Island Tribe wirst du auch im Nachfolger zunächst immer nur kleinere Ausschnitte sehen, der Rest ist durch Nebel verborgen. Erst mit dem aufräumen, bauen und den Totems wird das gesamte Levelbild sichtbar. Das bedeutet: Du weißt nicht in welche Richtung wichtige Gebäude liegen und wirst, wenn du Goldzeit erreichen möchtest, so manches Level deshalb zweimal spielen müssen. Strategie ist nur möglich, wenn du das Level einmal im ganzen gesehen hast.

Das Zeitlimit ist aber diesmal erheblich besser angepasst. So manches Level lässt sich nur in den letzten Sekunden schaffen, auch dann wenn du weißt, welchen Weg du gehen musst. Um so unverständlicher ist der Nebel. Und so ist der Nachfolger ein Spiel, dass sowohl Anfänger als auch Vielspieler beschäftigen wird und Ansprüche an dein Geschick stellt. Die Grafiken sind nett, die Inseln und die einzelnen Level mit kleinen Unterschieden, manchmal sogar jahreszeitlich, ausgestattet. Die Animationen sind nicht übertrieben und hübsch gemacht.

Technisch gesehen hat es kleine Holpersteine. So habe ich beim ersten Mal alle Artefakte gehabt, zumindest wurde mir das so auf der Karte angezeigt, im Buch aber hieß es, mir würden viel fehlen. Beim zweiten Mal hatte ich ebenfalls alle Artefakten, habe aber gegen meine Widerstreiter verloren, weil ich nur 4/57 hatte. Als ich nach dem ersten Mal das Spiel geschlossen und einige Tage später wieder geöffnet habe, waren meine Levelpinne verschwunden, einzelne Level konnte ich nicht mehr anspielen, ich musste komplett von vorn beginnen.

Das Spiel hat zwei Modi, die sich aber offensichtlich nur darin unterscheiden, dass der "Arkadade Modus" knapper bemessene Zeitlimits aufweist als der Casual Modus.

Island Tribe 2 ist vom Ablauf her nicht viel anders als sein Vorgänger. Es ist aber besser ausbalanciert, es macht mehr Spaß, weil du wirkliche Ziele hast. Die Artefakte scheinen keine weitere Bedeutung zu haben, du baust auch nichts zusätzlich auf, die Goldzeit bringt dir keine Belohnung. Es ist noch immer kein Glanzstück seines Genres, aber ein offensichtliche Verbesserung zu Teil 1.


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