Immortal Love: Briefe aus der Vergangenheit


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Herausgeber: Bigfish Games
Entwickler: 4 friends Games

Download (Normal): Bigfish Games.de
Download (Sammler): Bigfish Games.de

Autor: Uschi W.
Datum: 18.02.2016


Starker Anfang, schwaches Finale, so präsentiert sich uns Immortal Love: Letters from the Past
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Unsterbliche Liebe verbindet Jacques mit seiner Angelica. Alles könnte so schön sein, wäre da nicht der von Grund auf böse Count D’Morten. Beim jährlich stattfindenden Lavendelfest wirft er ein Auge auf die bezaubernde Angelica und begehrt sie zu seiner Frau. Da Angelicas Onkel des Counts Plänen gewogen ist, glauben Jacques und Angelica, dass nur eine heimliche Eheschließung zwischen ihnen ihr Problem lösen kann. Doch leider haben sie die Rechnung ohne den Wirt gemacht, der Count verfolgt die beiden, schießt Angelica an und sperrt Jacques in den Kerker. 

2 Monate danach fängt unser Spiel an, wir sind Jacques, der unter Amnesie leidet, und warten auf unsere Hinrichtung. Ein maskierter Mann hilft uns und auf unserer Flucht finden wir noch am Skelett der verblichenen ehemaligen Gemahlin des Counts ein Amulett, das es uns erlaubt die Zeit zurückzudrehen.
Die Story ist, obwohl nicht ganz neu, zu Beginn wirklich spannend erzählt und im Laufe unserer Abenteuer, die dich, Angelica, immer einen Schritt näher bringen, enthüllt sich dir ein dunkles Geheimnis nach dem anderen, bis du erkennst in welchen Sumpf dich der Count führt. War am Anfang die Geschichte etwas komplex,  wird sie nach zirka der Hälfte des Spieles etwas wirr und es fällt schwer der Handlung zu folgen, unter anderem wegen der manchmal abrupten Szenenwechsel. Das Amulett, mit dem man die Zeit zurückdrehen kann, hätte der Entwickler auch viel interessanter einsetzen können.

Die Grafik ist gut gelungen, schön und deutlich, trotzdem verträumt und märchenhaft. Der Sound, der im Normalfall nur auffällt, wenn er extrem lästig oder überirdisch schön ist,  ist im Großen und Ganzen  passend und angenehm.

Die Wimmelbilder werden im Verlauf unserer Jagd zusehends leichter und einfacher. Die ersten paar waren wirklich schön zu spielen und abwechslungsreich, auch wenn sie keinen besonders hohen Schwierigkeitsgrad hatten. Die letzten sind hauptsächlich Listen mit einigen Interaktionen.
Die Minispiele waren alle leicht zu lösen. Für mich war nichts Neues dabei: Einsetzen, Paare finden, rotieren, verschieben… aber dafür waren sie schön gestaltet und nicht nervig.

In der Sammleredition können wir 20 Porträts und 21 Chamäleonobjekte sammeln, alle im Hauptspiel versteckt. Wir bekommen auch die Möglichkeit nach dem Ende, sofort die restlichen Objekte zu suchen, einmal aus dem Hauptspiel ausgestiegen, geht das leider nicht mehr. Ansonsten gibt es die üblichen Extras. Das Bonusspiel ist überdurchschnittlich lang und wird aus Angelicas Sicht erzählt.

FAZIT: Das Spiel fängt stark an und schwächelt gegen Ende, das ist wirklich schade. Für eine unterdurschnittliche bis überdurchschnittliche Leistung gibt 3 Tassen .