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House of 1000 Doors: Evil Inside

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Herausgeber: Alawar
Entwickler: Logris Games

Download (Normal): BigFish Games.com
Download (Sammler): BigFish Games.com

Autor: Elke M
Datum: 27.03.2015


Unterhaltsames, witziges und bizarres Wimmelbildabenteuer, das keine Wünsche offen lässt
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Im vierten Teil dieser Reihe sind wir ausnahmsweise nicht Kate sondern Emily. Wir führen ein eher langweiliges Leben bis es eines Tages an unsere Tür klopft. Davor steht die bis dahin uns fremde Kate und bittet darum, ohne Fragen zu stellen, mit ihr zu kommen, denn sie möchte uns in Sicherheit bringen. Ein furchteinflößender Meteorit ist auf seinem Weg zur Erde, um alles zu zerstören. Leichtfertig folgen wir ihr zum Haus der 1000 Türen. Darin erfahren wir nähere Details und auch, dass wir über eine besondere Gabe verfügen, nämlich dem "Inneren Licht". Nur mit dieser ist es möglich, den Angriff des Bösen aufzuhalten und bereits von ihm infizierte Objekte zu heilen.

Doch es ist schon fast zu spät. Unsere neue Familie wird schneller angesteckt, als wir es fassen können und sogleich beginnt eine aufregende Rettungsmission. Obwohl wir uns durch verschiedene Welten bewegen müssen, ist es immer wieder notwendig, zum Ausgangspunkt, also dem Haus zurückzukehren. Dort herrscht eine düstere Atmosphäre vor, vieles ist in Rot- und Violett-Tönen gehalten. Ganz gegensätzlich dazu ist beispielsweise die Stadt der Roboter. Sie können zwar nicht mit uns sprechen, kommunizieren dafür aber mit teilweise witzigen Gesten. Alles wirkt ausgeklügelt, durchdacht und dabei meist logisch. Da können wir auch großzügig darüber hinwegsehen, dass wir einen Yeti vor dem sicheren Erfrierungstod retten sollen. Dialoge und Zwischensequenzen werden sehr sorgsam eingesetzt, bei letzterem Punkt wirkt die Grafik teilweise leicht verschwommen.

An Hilfsmitteln und Zusatzequipment haben die Entwickler hier definitiv mehr geklotzt als gekleckert. Neben den üblichen Dingen wie einem Journal, in dem Hinweise zu Rätseln zu finden sind und die Geschichte mitgeschrieben wird und einer sehr übersichtlichen Karte, wird uns zu einem späteren Zeitpunkt auch noch eine Katze namens Ayra zur Seite gestellt. Sie holt für uns Gegenstände herbei, an die wir selbst nicht heranreichen. Auch eine Menge Plus-Objekte tummeln sich in unserem Inventar, die nicht selten mit einem Minispiel versehen sind. Wann immer eine Sache im Bild mit leuchtendem Geäst überwuchert ist, kommt unsere "Hand des Lichts" zum Einsatz. Wir klicken damit auf die Person oder die Stelle und müssen dann eine vorgegebene Linie nachfahren, um eine Heilung herbeizuführen. Später gesellt sich noch ein Chronograph hinzu, der kaputte Objekte repariert. Als dritte Errungenschaft erhalten wir ein Monokel, das unsichtbare Dinge für uns sichtbar macht. Es empfiehlt sich immer, diese Eigenschaften im Hinterkopf zu behalten, gerade dann, wenn wir uns an Orten befinden, bei denen wir nicht mehr weiter wissen und auch keine Ausrüstung mehr besitzen.

Optisch sind die relativen wenigen und großzügig verteilten Wimmelbilder ein Genuss, da sie von überflüssigem Ballast und sinnfreien Objekten komplett verschont geblieben sind. Wir nehmen beispielsweise Gegenstände auf, um sie unmittelbar wieder irgendwo zu verwenden, damit wir ein weiteres Utensil erhalten. Andere Wimmelbilder beschränken sich auf Wortsuchlisten, bei denen aber alle Begriffe nur durch Zwischenschritte aufzufinden sind. Nur ein einziges Mal müssen wir bestimmte Dinge für einen Roboter finden.

Wirken die Rätsel anfangs noch leicht und wenig kreativ, so ändert sich dies im Laufe des Spielgeschehens. Ab der Hälfte wird wesentlich mehr Grips und auch Geschicklichkeit von uns verlangt. Wir steuern einen Frosch, der sich in einem Teich dreht und dabei Münzen mit seiner Zunge fangen muss. Da Blätter oft den direkten Weg versperren, liegt es an uns den richtigen Moment abzuwarten. Außerdem müssen wir immer einen roten und einen grünen Edelstein mit einer vorgegebenen Anzahl an Linien abgrenzen, Farben in wenigen Zügen auf einem Blatt verteilen, Unterschiede auf zwei identischen Bildern finden, ein Hütchenspiel absolvieren, Dominosteine korrekt platzieren und Eisenbahnwagons spiegelverkehrt anordnen. Wenn notwendig ist sogar eine Neustart-Funktion vorhanden.

Nach einem Finalspiel, in dem es darum geht, den Gegner zu vernichten, endet unser Abenteuer in einer mehr als angemessenen Spieldauer. Im gut einstündigen Bonuskapitel sind wir dann Kate und erfahren, wie es ihr während Emilys Suche ergangen ist. Insgesamt sind 48 Masken überall versteckt, leider oft an den dunkelsten Orten eines Bildes. Wer nicht alle findet, kann nach Beendigung des Zusatzkapitels trotzdem in einem Ballerspiel auf das Böse schießen. Das Making Of besteht mehr oder weniger nur aus verfilmter Konzeptkunst. Außerdem stehen uns noch Auszeichnungen, Wallpapers, Musik und Filme zur Verfügung.

"House of 1000 Doors: Evil Inside" hat keine herausragende Handlung. Allerdings sind die Welten, in denen wir uns bewegen äußerst liebevoll und detailreich in Szene gesetzt worden, was für großen Unterhaltungswert sorgt. Die vielen zusätzlichen Extras wie die Katze oder verschiedenen Fähigkeiten werden sorgfältig und sinnvoll eingesetzt ohne den Spielfluss zu stören oder unnötig hinauszuzögern. Denjenigen unter uns, die sich zuerst am Probe-Download versuchen, sei gesagt, dass die Länge der ersten beiden Kapitel extrem kurz ist und das Bild in Sachen Gesamtlänge etwas verfälscht. So verhält es sich auch mit den Rätseln, die ab einem späteren Zeitpunkt wesentlich interessanter werden. Wer also nicht gleich die Flinte ins Korn wirft und dem Spiel genug Zeit gibt, damit es sich entwickeln kann, wird am Ende definitiv nicht enttäuscht werden.


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