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Hobby Farm


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Herausgeber: Playmink
Entwickler: Playmink

Download: BigFish Games.de

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Autor: Claudia K.
Datum: 31.05.2011


Eigentlich soll es eine erholsame Urlaubsreise in die tropische Idylle werden. Jill und John geniessen ihren Lebensabend und John's grösste Sorge besteht darin, dass Jill zuviel Souvenirs kauft. Doch auf einem Ausflug entdeckt Jill eine kleine Farm, die zum Verkauf steht. Der Preis ist schon fast verdächtig günstig, doch die beiden zögern nicht. Eine Farm in einem tropischen Urlaubsparadies, wer kann dazu schon nein sagen? Doch schon bald nach Arbeitsbeginn bemerken die beiden, dass ein ehemaliger Pirat auf der Insel sein Unwesen treibt.

Doch da du die Farm nun mal gekauft hast, heisst es: Ran an die Arbeit. Beete anlegen, exotisches Obst ziehen und ernten, Fruchtsäfte, Eis und Jogurth herstellen, Wolle und Garn. Ziegen geben Milch, Schafe die Wolle, Hühner liefern Eier und ein Esel und ein Hamster treiben zwei der Maschinen an. Deine Ziele sind klar defininiert und immer gleich angelegt. Eine bestimmte Anzahl von Basis- oder ausgefeilteren Produkten liefern. Ob du nun gegen die Zeit oder gemütlich spielst, das bleibt dir überlassen. Der Zeitmodus ist grosszügig angelegt und teilt sich auf in Sternenzeit oder normal, mit Sternchen wird dein Bonus grösser sein. Mit dem erspielten Geld wirst du dann neue Samen bezahlen, Maschinen und Tiere.

Im Grossen ganzen bietet Hobby Farm absolut nichts Neues. Es ist eine Mischung aus Farm Frenzy, Sarah's Ranch und Mein Landleben ohne grosse Höhepunkte. Nett gemacht ist sicherlich, dass du ab und an Hühner verkaufen musst. An sich nicht ungewöhnlich, aber pro Hühnerstall kannst du nur 4 Hühner haben und die müssen sich zunächst einmal vom Küken zum Huhn entwickeln. Und so heisst es: Verkaufe die Hühner vergiss aber ja nicht, Küken nach zu kaufen. John, der sich seinen Lebensabend eher in Hängematte vorgestellt hat, wird erst nach und nach helfen und auch immer nur dann, wenn du genug Sterne gesammelt hast. Sterne erhältst du zum einen für jedes Produkt, dass du im Schuppen ablieferst, zum anderen für jeden Dieb, den du in der Nacht mit der Taschenlampe erschreckst.

Es ist alles da, was ein Farmspiel attraktiv macht: Aufwertungen für Mensch und Maschinen, obwohl diese eher wenig sind und auch nicht sonderlich ins Gewicht fallen, Trophäen, die bösen Diebe, die du auch mit einem Hund in Schach halten kannst, Maschinen, die im Verlauf der 50 Level aufwendiger werden, der Helfer, der je nach eingesetzter Sternenzahl mehr oder weniger tut. Du kannst deine Farm aufbauen wie du möchtest und hast stets die Option, alles zu verschieben, anders zu arrangieren oder überflüssiges zu verkaufen. Dabei ist der Platz so knapp gehalten, dass du gerad in den letzten Level auch mal verkaufen musst, was du im nächsten Level wieder brauchst.

Was seltsam ist, ist das Fehlen der Geschichte. Zu Anfang natürlich wird von der Entdeckung und dem Kauf der Insel erzählt, der Pirat taucht auf, dann wird nach Level 12 der Sheriff über die Diebes-Plage unterrichtet, verspricht schnelle Abhilfe und dann... passiert nichts. Bis zum Ende hin spielst du. Ohne Unterbrechung, denn auch zwischen den einzelnen Level wirst du nicht mal zu einer Karte zurückgebracht. Nach Beendigung eines Levels erhältst du deine Abrechnung und sofort dein neues Ziel. Dein Spiel geht stets genau dort weiter, wo es vorher aufgehört hat.

Leider weisst das Spiel auch eine technische Unschönheit auf. Gerade in den späteren Level wird John plötzlich hysterisch, rennt mit etwas rum und legt es nicht ab. Da hilft manchmal Neustart, manchmal Spiel schliessen und wieder öffnen, manchmal aber auch nur das vorherige Level noch einmal spielen. Denn der Neustart ändert häufig einfach nichts an dem Fehler.

Hobby Farm ist nett, bis fast zum Ende hin gibt es immer wieder mal neue Maschinen, neue Aufgaben. Aber das reicht nicht. Es wird langweilig, weil jegliche Unterbrechung fehlt. Es fehlt ein wirkliches Ziel, denn da sich die Geschichte nicht weiterentwickelt und dazu die Diebe immer wichtiger werden, damit du John zur Arbeit rufen kannst, hast nur eines vor Auge: 50 Level zu spielen.

Hübsche Grafiken, ein nicht allzu anspruchsvolles Ziel und eine nette Umgebung lassen den Farmfreund sicherlich Freude am Spiel haben. Aber nach einiger Zeit wird es eher langweilig und so kann man dann tatsächlich von Nomen est Omen sprechen: Die Farm wird zum Hobby, ein Spiel, dass auf dem Desktop liegt und das man nach und nach zu Ende spielt. Es hat ja keine Eile. Nun, auch das kann ein Vorteil sein. So erhält man sich ein Farmspiel für die Zeiten zwischendurch, in denen es eben kein interessantes, spannend gestaltetes Farmspiel gibt.


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