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Nachlese
Hinter dem Spiegel


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Herausgeber: Alawar Games
Entwickler: Veles Studio

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Download: Zylom.de

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Autor: Inge W./Claudia K.
Datum: 11.04.2011


Eine Mutter geht mit ihren Sohn spazieren und wie das so ist in den heutigen Zeiten, das Handy klingelt. Doch als das Gespräch beendet ist und sie sich umsieht, erlebt sie den schlimmsten Alptraum einer Mutter: Ihr Sohn ist verschwunden. Auf der Suche nach ihm gerät sie in ein seltsames Haus und ohne weiteres Hinterfragen nimmt sie hin, dass ihr Sohn offensichtlich von einer Hexe in einen Spiegel gezogen wurden.

Hinter dem Spiegel sieht aus und spielt sich wie zusammengeschnittene Kopien aus mehreren Spielen. Der Abenteuer-Anteil ist der Versuch, sich an moderne Spiele von heute anzupassen. Die Geschichte erinnert zumindest am Anfang an das noch nicht all zu alte "Mirror Mystery", die Container-Suche, die sich mit normalen Wimmelbild-Listen abwechselt, an Die Schatzsucher. Die ebenfalls auftauchenden Rätsel, wie das öffnen einer Kiste oder ähnliches sind ebenfalls den heutigen Abenteuerspielen entnommen. Die Grafiken sind einfach und klar, wirken im Vergleich zu den meisten Spielen aber eher altbacken und etwas langweilig.

In immer mehr oder weniger gleichbleibenden Abläufen sucht die unbenannte Mutter in drei verschiedenen Orten nach ihrem ebenfalls namenlosen Sohn, wobei sie für verschiedene Figuren Aufgaben erledigen muss. Zwischen den einzelnen Level wird die Geschichte dann im Comicfilm-Stil weiter erzählt. Deine Suche, die aus Container-Suche, Wimmelbild und suche eine Anzahl X der gleichen Objekte besteht, wechseln sich in regelmässigen Abständen ab und werden durch eine grosse Anzahl von Rätseln und Minispielen unterbrochen.

An diesem Punkt allerdings ist man nicht dem (oft schlechten) Beispiel vieler Spiele gefolgt. Kein Minispiel oder Rätsel wiederholt sich und wenn auch niemand befürchten muss, dass der Kopf bei der Lösung raucht, so sind diese Rätsel doch angenehm und interessant gemacht. Auch die Container-Suche sticht positiv hinaus. Die zu suchenden Dinge machen grössen Teils Sinn, du suchst zu keinem Zeitpunkt nach Dingen, die nicht zum Geschichten-Verlauf bzw. der anstehenden Aufgabe passen. Das einsetzen der Inventarobjekte ist ebenfalls logisch und nachvollziehbar.

Die Container, von denen es meist mehrere in einer Szene gibt, bauen häufig aufeinander auf. So wirst du zum Beispiel, um eine Glocke aufzuhängen, die Glocke selber, den Klöppel, Seil und Leiter brauchen, jedes Teil hat dann seinen eigenen Container. Ist ein Container fertig gefüllt, geht der Gegenstand in dein Inventar. Dabei sind die zu findenden Einzelteile nicht unbedingt auch am selben Ort wie der Container, die Laufwege allerdings sind wahrlich kurz gehalten. Jedes Wimmelbild wird zweimal gespielt, aber mit unterschiedlichen Suchlisten, so dass auch hier deutlich Sorgfalt in die Gestaltung gelegt wurde. Spielst du allerdings ein zweites Mal, wird es keine neuen Objekte oder Rätsel geben.

Der sich sehr schnell wieder aufladende Hinweis ist zu jedem Zeitpunkt nutzbar, nicht nur in den Wimmelbildszenen. Gibt es kein Objekt, dass du an irgendeiner Stelle übersehen hast, wird er dir die Richtung anzeigen, in der es noch etwas zu erledigen gibt. Unschön, aber ebenfalls üblich: Er zeigt dir auch Rätsel/Puzzle an, die du mangels Inventarobjekt noch nicht spielen kannst. Da aber der Schwierigkeitsgrad weder beim Abenteuer noch beim reinen Suchanteil allzu hoch ist, wirst du den Hinweis auch nicht wirklich häufig brauchen. Die Klick-Strafe gibt es hier auch, in Form von gesprungenem Glas und dauert ein paar Sekunden. Sie wird durch schnelles oder oft falsches Klicken ausgelöst. Alle Rätsel bieten mittels eines anklickbaren Fragezeichen Erklärungen an und können nach einer kurzen Wartezeit übersprungen werden.

Hintergrundmusik und Geräuschkulisse sind nicht unangenehm, Voice Over gibt es keines; Dialoge und Geschichte werden textlich dargestellt. Die Geschichte allerdings ist völlig unglaubwürdig und dazu noch schlecht geschrieben, die Charaktere sind eher blass, hinterlassen keinen Eindruck. Die Spielzeit wiederrum ist mit 3-4 Stunden (wenn keine Rätsel übersprungen werden) in einem annehmbaren Bereich.

„Hinter dem Spiegel“ ist ein sehr geradliniges Spiel. Nach den ersten zwei Level weißt du wie es für den Rest des Spieles weitergeht. überraschungen wirst du nicht erleben. Wer aber keinen Wert auf die Geschichte legt und Spaß an Suche und Rätsel ohne Kopfnüsse und um die Ecke denken hat, wer einfach nur entspanntes Spielen sucht, der ist hier gut aufgehoben. Es ist einfach und vorhersehbar, prima geeignet für Neueinsteiger, für regelmässige Spieler allerdings nur zur Entspannung zu empfehlen. Mit einem Probedownload aber kann man ganz sicher nichts falsch machen.


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