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Hidden World


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Herausgeber: Alawar
Entwickler: Zoom2Games

Download: Deutschland-Spielt
Download: Alawar.com (Entwicklerseite)

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Autor: Claudia K.
Datum: 17.10.2011

Kennen wir das nicht alle? Da will man seine Freundin, die Prinzessin eines Märchenreiches, besuchen, sich ein paar schöne Tage machen, gemütlich plauschen und kaum angekommen stellt man fest, dass ein Zauberer alles vereist hat, das Schloss ist nicht zu erreichen und der geplante Besuch wird zum Arbeitseinsatz. Und genau darum geht es hier. Die Rohstoff-/Zeitmanagement Freunde unter uns wissen es: Wir sind dazu geboren, Straßen freizuräumen, nützlich Gebäude zu bauen, Städte zu verschönern und überhaupt, die Welt zu einem hübscheren Ort zu machen. Hidden World, ein neues Spiel aus dieser Sparte von Zoom2Games und Alawar versetzt genau diese Arbeiten in eine nette, kleine Fantasiewelt.

In den 48 Leveln in vier Kapiteln (plus 4 Bonuslevel, je eines, wenn du ein Kapitel mit allen Sonderaufgaben geschafft hast) wirst du Häuser, Goldminen, Bauernhöfe und Sägewerke bauen (was bereits alles an Gebäuden ist) und in einem ziemlichen Tempo. Du hast allerdings die Wahl zwischen einem Zeit- und einem Zeitlosmodus. Du bekommst Aufgaben gestellt, in jedem Level gibt es eine Zusatzaufgabe, die dir eine magische Lampe einbringt. Diese sorgt dafür, dass die Märchenwelt nach und nach schmilzt. Löst du diese Zusatzaufgabe nicht, sieht dein Startbildschirm hinterher nicht ganz so schön aus, ansonsten aber hat es keinen weiteren Einfluss.

Das Zeitlimit, sofern du mit einem spielst, ist durchaus fair, zumindest solange du einen schnellen Klickfinger hast. Solange du im Zeitlimit bleibst, kannst du alle Aufgaben erfüllen, brauchst also nicht erst die Zusatzaufgaben in Angriff nehmen. Die Grafiken und die Figuren sind durchaus hübsch. Zumindest wenn du nicht über einen Breitbild-Monitor verfügst. Dann nämlich sieht alles etwas "breitgezogen" aus und keine Einstellung, weder in den Spieloptionen noch über die Grafikkarte selber können daran was ändern.

Das Basisspiel erinnert an Ritter Arthur und andere. Du wirst Hindernisse wie Holzstämme, Sümpfe, Steinberge aus dem Weg räumen müssen, alles kostet Gold, Nahrung und/oder Holz, meist bekommst du auch etwas dafür. Du baust Häuser für zusätzliche Arbeiter (die Arbeiter wohnen dann bei dir, die Häuser stehen aber weiter in der Gegend rum), Goldminen, Sägemühlen und Bauernhöfe um die Rohstoffe zu beschaffen. Nach und nach lassen sich diese Gebäude dann auch aufwerten. Zusätzlich gibt es dann noch ein paar Bäume zu pflanzen oder Kristalle einzusammeln. Das Leben schwer macht dir ein Zauberer und seine gefühlten 1000 Klone, der nichts Besseres zu tun hat, als dich in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen mit Eiskugeln zu bewerfen.

Die Level sind so ziemlich alle gleich aufgebaut, nur ganz selten einmal wirst du ein Level finden, in dem tatsächlich Strategie und Nachdenken angesagt ist. Die aber sind dann wirklich ein Genuß und nicht unbedingt beim ersten oder zweiten Versuch zu lösen. Als zusätzliche Schwierigkeit oder als zusätzlicher Leckerbissen kommt in jedem Level ein oder mehrmals ein Drache vorbeigeflogen. Schaffst du es, ihn im Vorbeiflug oft genug anzuklicken, dann lässt er ein Artefakt fallen, hast du alle aus einer Serie bekommst du eine Belohnung: Die Arbeiter laufen schneller, die verschiedenen Gebäude arbeiten schneller. Unschön hier: Beim ersten Flug pro Level wird dir jedes Mal gezeigt, was du nun sammelst und das nimmt ein Drittel des Bildschirmes ein. Du wirst diese Bekanntmachung selber wieder schliessen müssen; änfanglich nicht so ein Problem, aber wenn gerade drei Zauberer dich beschiessen und du auch sonst gut beschäftigt bist, da kann einem das schon mal ein bisschen auf die Nerven gehen.

Der größte Minuspunkt allerdings ist, dass die Level sich sehr schnell anfühlen als wären sie alle gleich. Die Aufgaben unterscheiden sich nur geringfügig und ab der Mitte wird die Zerstörung des Zauberer-Portales jedes Mal dabei sein. Auf der anderen Seite gibt es Aufgaben, wo du minutenlang nichts anderes tust als die Produkte deiner Gebäude anzuklicken, weil zu bauende Extra-Gebäude eine enorme Anzahl an Holz, Gold und Nahrung brauchen.
Und so wird es zwischen durch immer wieder langweilig, weil der Unterschied vom frenetischen Klicken zum dumpfen aufheben einfach zu groß ist. Die Geschichte ist eine Nullmummer, auf die lohnt es sich überhaupt nicht weiter einzugehen.

Hidden World hat gute Ansätze. Die fröhlichen Farben passen zu der gesamten Szenerie, es gibt wirklich schöne Dinge wie die Fortbewegung mit Seilbahnen oder Portalen. Die (viel zu) wenigen Strategielevel haben Anspruch. Wem aber Build a lot und Ritter Arthur schon zu schnell ist, der wird hier rasch aufgeben. Die technische Unzulänglichkeit bezüglich der Auflösung ist heutzutage wirklich eine Schande, die Eintönigkeit vieler Level verderben den Spaß. Einen Versuch aber ist es allemal wert, ohne Zweifel.


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