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Hidden Mysteries: Vampire Secrets


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Herausgeber: Game Mill Entertainment
Entwickler: Gunnar Games

Wenn Du Hidden Mysteries: Vampire Secrets auch bewerten oder die Meinung anderer Spieler lesen möchtest, dann geht es hier lang

Autor: Sonja R.
03.02.2010 .


Claire (wieder einmal eine Claire) leidet unter Visionen, die sie sich nicht erklären kann. Ständig sieht sie Orte und bevor sie meint, verrückt zu werden, macht sie sich auf zu Tante Rosie. Die ist aber nicht da und nach einigem Suchen findet Claire eine Notiz von ihr, sie möchte sich doch an Miss Pennywell wenden. Die wiederum erzählt ihr, dass Tante Rosie ebenfalls diese Visionen hatte und deshalb verschwinden musste, weil sie nicht klar genug waren. Obwohl Claire von dem ganzen Hokuspokus nichts hält, sucht sie doch die Orte auf, die ihr Verstand ihr vorgaukelt. Schon allein, weil laut Miss Pennywell nur dann Tante Rosie zurückkommen kann.

Als ich gesehen habe, dass es sich um ein Spiel der Hidden-Mysteries-Reihe handelt, hatte ich keine grossen Erwartungen. Eher richtete ich mich darauf ein, dass es wie die Vorgänger im unteren Spielniveau angesiedelt wäre. Glücklicherweise wurde ich im Positiven überrascht. Wenn es auch nicht der Knüller schlechthin ist, so ist es doch für die Verhältnisse der Reihe gut gelungen und fordert den Spieler.

Schon wenn du an Tante Rosies Haus ankommst, siehst du das erste Wimmelbild, das da rot glitzert. Die Grafik des Spiels ist recht gut, so dass es auch in den Suchszenen keine Probleme geben sollte, Gegenstände zu erkennen. Sie sind nicht überladen und übergrosse Objekte wie Riesenwäscheklammern halten sich in Grenzen. Auch wenn manches irgendwo schwebt, wo es nicht sollte, verringert das nicht unbedingt den Suchspass. Die Suchlisten sind zufällig, so hast du die Chance auf andere Gegenstände, wenn du es erneut spielen solltest. Etwas einfacher wird es dir gemacht, da mehrfache Objekte, z.B. 3 Pinsel, auch exakt identisch aussehen. Ein Gegenstand daraus geht ins Inventar, oft auch zusätzlich ein Buch. Diese Bücher helfen dir bei Minispielen, sie sind in einem gesonderten Inventar gelagert.

Keines der Wimmelbilder kommt mehrmals vor, wie es oft üblich ist. Hast du eins fertig, kannst du seinen Standort getrost aus deinem Gedächtnis streichen. Nicht so die Orte, an die dich deine Visionen bringen.

Es ist ein freies Bewegen über mehrere Orte möglich, bevor Claire die nächste Version bekommt und die vorherige damit abgeschlossen ist. Gesamt verfügt das Spiel über 10 Kapitel, wobei die ersten 9 eher kürzer, das letzte aber im Verhältnis dazu recht lang ist. Trotzdem wirst du wahrscheinlich nicht länger als drei Stunden für das gesamte Spiel benötigen.

Beim Erforschen dieser Orte findest du den einen oder anderen Inventargegenstand auch so, weil er rumliegt. Es ist also immer wichtig, die Szene mit der Maus abzusuchen und auf eine Veränderung zu achten. Die Hand zeigt einen Gegenstand an, die Lupe eine Stelle, an der du interagieren kannst. Du setzt Inventargegenstände dort ein, um etwas zu öffnen oder musst häufig eins der vielen Minispiele absolvieren.

Gerade diese Minispiele sind es, die mich am meisten überrascht haben. Hidden Mysteries: Vampire Secret bietet eine ausgewogene Mischung aus Aufgaben und Wimmelbildern, nochmal gemixt mit einer grossen Anzahl an Minispielen. Sie sind in die Handlung integiert, die es allerdings kaum gibt, und mit viel Einfallsreichtum gemacht. Sortiere alle Kugeln auf dem Billardtisch im Dreieck zu einer Rechenaufgabe, dass an jeder Seite dasselbe Ergebnis herauskommt. Oder drehe mit Hebeln Teile des Gartens, um den Weg zum Ausgang in eine Reihe zu bringen, sortiere Bücher in Gruppen. Auch Klassiker wie Rohrätsel sind dabei. Leider gibt es beim Anklicken von Zahlen eines Zahlencodes auf der Zahlentastatur oder von Glocken keinen visuellen Hinweis, dass das Spiel deinen Klick genommen hat. Weder Tastenfelder noch Glocken bewegen sich irgendwie, das ist recht irritierend. Der Tipp verwandelt sich zu einer überspringen-Schaltfläche, die sich mit einer guten Geschwindigkeit auflädt.

Der Tipp ist aber eine Sache für sich. Im Wimmelbild hilft er ohne Frage und lädt nicht zu schnell. Unterwegs ist er aber völlig wertlos. Das scheint irgendwie eine neue Masche zu sein: Einen Tipp einzubauen, der nichts bewirkt. Stehst du da mit deinen Inventarobjekten und weisst nicht wohin und was du mit ihnen anstellen sollst? Lass dir den Tipp anzeigen und dir wird garantiert nicht geholfen. Der zeigt dir nämlich alle Richtungen, in die du gehen kannst und Stellen mit einer Lupe, auch wenn du da gar nichts tun kannst. Aber das wusstest du alles schon vorher. Du bist also in solchen Fällen auf dich allein gestellt.

Achte vor allem auch darauf, immer erst eingeblendete Kommentar wegzuklicken, bevor du etwas anklickst. Denn sonst reagiert das Spiel nicht auf den Klick. Falls dir die Musik nicht gefällt, die übertrieben bedrohlich wirkt oder die Hintergrundgeräusche, die eigentlich ganz nett sind, kannst du dir den Weg in die Optionen sparen. Denn selbst, wenn du bei beidem die Regler auf Null stellst, wirst du im Spiel immer wieder davon überrascht, weil die Einstellung nicht hält. Das ist besonders ärgerlich, wenn man einen guten Grund hat, den Ton abzustellen - beispielsweise weil man nicht allein im Raum ist. Letztendlich hilft nur, den Ton am PC ganz abzustellen, um das Spiel tatsächlich ruhig zu bekommen.

Nein, es kam wirklich nicht so schlimm, wie ich befürchtet hatte. Es gibt ein paar kleine übersetzungsfehler, aber diesmal wurde mir Spielspass vergönnt mit Minispielen, bei denen ich meine grauen Zellen auch anstrengen musste. Die Wimmelbilder lockern immer wieder auf, ohne sehr schwierig zu sein und die unterschiedlichen Aufgaben halten den Spieler in Trab. Es ist ein Spiel, das zumindest den Probedownload lohnt.

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