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Hidden Mysteries: Rückkehr zur Titanic


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Herausgeber: Game Mill Entertainment
Entwickler: Gunnar Games

Download: BigFish Games.de

Wenn Du Hidden Mysteries: Rückkehr zur Titanic auch bewerten oder die Meinung anderer Spieler lesen möchtest, dann geht es hier lang

Autor: Claudia K.
Datum: 16.04.2012
Deutsch: 23.09.2012


Du hast lange dafür gebraucht, dir ein Journalisten-Alias aufzubauen. Alles dafür, um dich bei der Jungfernfahrt der Titanic dem Unternehmer Robert Ashley unbefangen nähern zu können. Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, doch genau in diesem Augeblick geschieht das Unglück. Als du wieder zu dir kommst, bist ein Geist und hast an dein altes Ich keine Erinnerungen mehr. Und es scheint, du findest erst Ruhe, wenn du anderen Seelen hilfst, Erlösung zu finden und Dinge zu verändern, die diese kurz vor dem Unglück getan oder nicht getan haben.

Die Geschichte ist grundsätzlich ja nicht unbekannt - Seelen zu helfen, die ewige Ruhe zu finden. Diesmal aber ist der Spieler selber eine ruhelose Seele. Außer einem warmen Dank helfen die Seelen ihm nicht weiter, aber nur wenn sie ihren Frieden finden, ist der dunkle Schatten bereit, neue Orte zu erschließen, so dass auch du mit dieser Welt abschließen kannst. Und Hilfe geben zu können, musst du, der du nun von Wasser umgeben bist, durch Portale zurück zu dem Zeitpunkt kurz vor dem Zusammenstoß mit dem Eisberg.

Hidden Mysteries: Rückkehr zur Titanic, ein Wimmelbildspiel, dass eine aussergewöhnlich gute Balance gefunden hat. Wimmelbilder sind durchaus nicht selten, aber doch weit genug auseinander, als das man selbst doppelt gespielte Szenen mit vielen vorher schon auf der Liste befindlichen Objekten nicht wirklich als ärgerlich empfindet. Es gibt keine interaktiven Objekte in den Wimmelbildern, die Grafiken sind klar, die Szenen zwar nicht übersichtlich, aber auch nicht völlig zugemüllt. Man muss suchen, aber die Objekte sind zu finden.

Der Tipp hilft dir natürlich in den Wimmelbildszene oder wenn du ein Objekt außerhalb übersehen hast. Gibt es nichts zu tun, dann wird man aufgefordert, woanders weiter zu suchen. Wie lange der Tipp braucht, um sich nach Nutzung wieder aufzuladen, hängt von der Modus-Wahl zu Beginn des Spieles ab. Gleiches gilt für das Glitzern aktiver Szenen und die Aufladegeschwindigkeit der Überspringfunktion.

Die Titanic ist groß, besonders wenn du in zwei verschiedenen Zeitperioden deine Geschäfte zu erledigen hast. Eine Karte im Buch zeigt dir an, wo du bist und wo es etwas zu tun gibt. Sehr unschön ist aber der Zugang geregelt. Denn zunächst öffnet sich das Journal, dann erst auf Klick die Karte und gleiches gilt für das Schließen. Und die Karte braucht man. Denn die nächsten Wimmelbildszenen oder was man wo zu tun hat, ist nicht immer logisch oder auch nur nachvollziehbar. Laufen musst du auch mit Karte - ein Klick und du bist da - diesen Luxus gibt es nicht. Da verläuft man sich dann auch mal gern und findet dann sein Portal nicht mehr wieder.

Puzzles gibt es zwar nicht in Mengen, aber die meisten haben durchaus Kopfnuss-Charakter. Sie basier auf Logik, Mathematik und/oder Geduld und wer sie überspringt, wird von den 3,5 - 4 Stunden Spielzeit eine gute halbe Stunde verpassen. Die Puzzles sind gut gemacht, bieten, wo nötig, eine Neustartfunktion und machen Spaß.

Auch grafisch gesehen gehört dieses Spiel der Hidden Mysteries Serie zu den Besten. Im Wasserteil ist zwar nicht alles so klar und deutlich, das aber macht Sinn. Im "lebenden" Bereich lassen sie nur wenig zu wünschen übrig. Sie sind nicht brilliant und wirken manchmal etwas unatmosphärisch, aber stets klar und teilweise sind die Szenen auch animiert.

Geschichtlich macht es wirklich Spaß, dieses Spiel zu spielen. Denn erst ganz am Ende finden Spieler und Protagonist heraus, wer er wirklich ist, was seine wirkliche Aufgabe war. Und man will es wissen, spielt schon deshalb weiter. Die einzelnen Geschichten der Seelen sind nicht wirklich tiefgreifend, es sind eher Kleinigkeiten, die sie brauchen, um Ruhe zu finden. Was den Spieler treibt ist die Frage nach dem eigenen Warum.

Innerhalb von zwei Monaten ist Gunnar Games und Game Mill Entertainment nun mit einem zweiten guten Spiel der streckenweise unsäglichen Hidden Mysteries Serie gekommen. Schade, dass man sich seinen Ruf mit den vielen schlechten Spielen so versaut hat, dass so mancher Spieler dankend verzichtet, wenn er nur "Hidden Mysteries" liest. Aber Hidden Mysteries: Salem Secrets, Hidden Mysteries: Royal Family Secrets und Hidden Mysteries: Rückkehr zur Titanic sind die löblichen Ausnahmen. Es fehlt weiterhin an Politur, es fehlt an Eindringlichkeit und Atmosphäre. Aber nicht so sehr, dass das Spiel keinen Spaß macht.

Hidden Mysteries: Rückkehr zur Titanic ist kein großes, aber ein faires Spiel. Wer nicht zu viele Puzzles überspringt, wird eine angemessene Spielzeit haben, die so manche Sammler-Edition vermissen lässt. Rätsel, Puzzles, Grafiken und Geschichte sind stimmig, allenfalls die Rennerei und die Unzulänglichkeit des Kartenzugriffs sind ärgerlich. Wollen wir hoffen, dass Entwickler und Publisher uns weiterhin mit ihrem Fließbandschund verschonen und dafür Spiele mit der Qualität bringt, die bei Hidden Mysteries: Rückkehr zur Titanic wieder einmal zum Vorschein kommt.


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