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Hidden Expedition: Die vergessenen Inseln


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Herausgeber: Bigfish Games
Entwickler: BigFish Games Studios/Floodlight Games

Download (Sammler): Deutschland spielt
Download (Normal): BigFish Games.de
Download (Sammler): BigFish Games.de

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Autor: Claudia K.
Datum: 17.08.2011


Du startest, sofern du den Vorgänger Hidden Expedition: Devil's Triangle nicht gespielt oder nach zwei Jahren nicht mehr die beste Erinnerung daran hast, ziemlich orientierungs- und ahnungslos irgendwo auf einer Insel. Dort wird dir dann in Länge und Breite die ursprüngliche Geschichte und deine jetztige Aufgabe erklärt. Kurz und gut: Du musst den berüchtigten Piraten Undertown unschädlich machen, der nicht nur für das Verschwinden der zahllosen Schiffe im Bermuda Dreieck verantwortlich ist, sondern damit droht mit dem gestohlenen BioCoil weiteres Unheil anzurichten.

Auf mehreren Inseln wirst du nun nicht nur versuchen Delia und ihre Vater zu finden, die dir helfen können, wieder zu deinem U-Boot zurückzukehren, sondern natürlich auch Undertown das Handwerk zu legen. Auf der jeweiligen Insel kannst du dich, eingeschränkt natürlich von verschlossenen Türen oder sonstigen Hindernissen, frei bewegen. Inventarobjekte erhältst du, in dem du sie in den Szenen findest, diverse Aufgaben, Rätsel und Puzzle löst und durch spielen von Wimmelbildern.

Die Wimmelbilder gibt es in verschiedenen Formen. Natürlich gibt es die abzuarbeitenden Listen, nach deren Abschluss eines der gesuchten Gegenstände in dein Inventar geht. In einigen Wimmelbildszenen sind aber immer nur wenige Objekte auf der Liste sichtbar. Die meisten gehen in dein Inventar und du musst sie gleich wieder nutzen um die nächsten Objekte zu finden. So schneidest du mit der gerade gefundenen Schere ein verschnürtes Paket auf, in dem sich der Hammer befindet, mit dem du das Sparschwein zerschlagen kannst, welches dann die Patrone für ein Gewehr liefert, mit dem du .... und so weiter. Eine schöne Idee, mit der das wimmeln gleich wieder viel mehr Spass macht.

Weniger Spass macht häufig dagegen die dritte Wimmelbildvariante in der du verwandte Paare suchen musst. Im Grunde ebenfalls eine interessante Idee: In den überladenen Szenen finden sich viele Objekte, die beim anklicken leicht aufleuchten. Die Betonung liegt auf leicht, denn es ist oft nicht gut zu erkennen, ob ein Objekt überhaupt aktiv ist oder nicht. Zum anderen ist die "Verwandschaft" nicht immer wirklich nachvollziehbar. Das die Münzen zum Sparschwein gehören ist noch verständlich. Auch die Spielkarte der Dame und die Schach-Königin sind verständlich. Bei Akkordeon und Blasebalg allerdings wird es schon schwieriger einen Zusammenhang zu entdecken, vor allem dann, wenn die Szene auch noch andere, anklickbare, Musikinstrumente erhält. Und wenn dann die Biene wie eine Fliege oder ein Mosikito aussieht, dann fällt der Zusammenhang mit dem geometrischen Wabenmuster nur noch per Tipp auf.

Vom zu Beginn gewählten Modus hängt es ab, wie schnell sich dein Tipp und die Aufladefunktion für das überspringen wieder aufladen. Dir stehen 5 Tipps zur Verfügung, sobald du einen genutzt hast, aktiviert sich die Aufladefunktion. Du hast also unendlich Hinweise zur Verfügung, wie immer, nur dass du hier erst nach fünf sehr schnell hintereinander genutzten Hinweisen eine Wartezeit in Kauf nehmen muss.

Innerhalb einer Wimmelbildszene zeigt er dir ein willkürliches Objekt deiner Liste, ausserhalb wird er Puzzle anzeigen (gleich ob du die schon lösen kannst oder nicht). Ist der Tipp nicht anklickbar bedeutet es, dass du an diesem Ort nichts mehr zu tun ist und du wo anders suchen musst. Weisst du nicht wo, wirst du nach einem Ort suchen müssen, an dem der Tipp aktiv ist und hoffen, dass deine Inventargegenstände dir dort weiterhelfen. Der Tipp wird nicht anzeigen, welche dieser Gegenstände benutzt werden muss.

Die Puzzle sind nicht neu, aber gut in die einzelnen Szenen eingebaut. Sie sind abwechslungsreich, allerdings basieren einige weniger auf "Köpfchen" sondern auf Glück bzw. "Versuch macht kluch". Ein Fragezeichen wird dir Erklärungen zur Funktionsweise geben und gleichwohl diese Erklärungen erheblich aufwändiger sind als man das sonst aus Spielen kennt, sind sie oftmals nicht sonderlich hilfreich. Vor allem dann nicht, wenn die eigentliche Lösung eben entweder aus detaillierten Kenntnissen fremder Hieroglyphen und Symbolen besteht oder sonst wie in keinster Weise nachzuvollziehen ist.

Von der Länge her ist Hidden Expedition: Die vergessenen Inseln durchaus gut. Die langen Videosezenen und häufige Verzögerungen beim Schliessen von Nahansichten geben eine künstliche Länge, die nicht nötig ist und eher ärgerlich macht. Wer die Puzzle nicht gleich überspringt sondern löst, wird im normalen Spiel eine Länge von 5 - 6 Stunden haben. Da braucht es wahrlich keine Verzögerungen.

Die Collector Edition wird etwa 45 Minuten Spielzeit dazu geben. Beide Enden sind eher unbefriedigend, die der Collector weisst auf neue Verwicklungen und somit eine Fortsetzung hin. Der Strategy Guide ist erstaunlich gut und erklärt einige der Puzzle näher. Ansonsten enthält die Collector Version nur die üblichen Verdächtigen.

Die Grafiken sind gut, ohne dass man sie aussergewöhlich ohne besonders nennen könnte. Sie geben durchaus ein wenig der Atmosphäre wieder, schaffen es aber nicht wirklich zu begeistern oder dich mehr in das Spiel zu involvieren. Das wird zusätzlich auch dadurch verhindert, dass nicht alles immer Sinn macht, sondern manchmal eben einfach wie Mittel zum Zweck wirkt. Zum Zweck, den Spieler was tun zu lassen. Lose Fäden aus dem ersten Spiel werden hier geklärt, aber leider wirkt das manchmal etwas konfus, weil es nicht leicht ist, sich an die Details eines Spieles von vor zwei Jahren zu erinnern. Und auch sonst weisst die Geschichte einige Ungereimtheiten auf, gerade am Anfang.

Hidden Expedition: Die vergessenen Inseln ist ein Spiel, dass durch seine abwechslungsreichen Variationen in Wimmelbildern und Puzzlen Spass macht. Länge, Grafiken und Musik sind gut, aber es hat Ecken und Kanten, die einen davon abhalten, wirklich einzutauchen, wirklich Teil der Geschichte zu werden. Der Spieler bleibt ein wenig aussen vor, bleibt Beobachter obwohl er selber spielt. Vielleicht liegt es daran, dass die beiden Spiele, Hidden Expedition: Bermuda Dreieck und dieses hier, eng zusammen gehören. Vielleicht wäre es gut, zuerst das eine noch mal zu spielen und das andere gleich hinter her. Es ist gut möglich, dass dann mehr Atmosphäre aufkommt. Empfehlenswert ist Hidden Expedition: Die vergessenen Inseln aber trotz aller Kritik. Es unterhält und macht Spass. Nur mitreissen wird es nicht. Dafür ist es allein nicht stark genug.

 


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