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Hidden Expedition: König Salomons Krone

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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Eipix

Download (Normal): BigFish Games.de
Download (Sammler): BigFish Games.de

Autor: Elke M.
Datum: 01.08.2014
Deutsch (Normal): 31.10.2014


Leichte Kost, nicht vergleichbar mit den früheren Teilen dieser Reihe
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Während eines Fluges nach Istanbul erreicht uns, als Agentin, die Nachricht, dass  jemand an Bord ist, der unsere Organisation namens H.E.L.P. unterwandert hat. Wir schnüffeln also etwas im Frachtraum herum, als wir entdeckt werden. Skrupellos werden wir hoch über den Wolken aus dem Flugzeug geworfen, natürlich ohne Fallschirm. Mit Glück im Unglück überleben wir die Beinahe-Katastrophe und finden heraus, dass unser Widersacher auf der Suche nach den Kronenteilen des König Solomon ist. Wir stellen unsere eigenen Recherchen an, um die Fragmente vor ihm zu finden, die an den unterschiedlichsten Orten verteilt sind.

Optisch wirken die Figuren wie im Teil davor, nämlich als echte Schauspieler, die so überarbeitet wurden, dass sie gezeichnet aussehen. Ihre Stimmen tönen teilweise laut und schrill in den Ohren, ein Segen, dass dafür die Musik nur gedämpft aus unseren Lautsprechern schallt. Die Bilder sind schön anzusehen, die Animationen im Rahmen und auch kleinere Gegenstände gut zu erkennen.
Wir führen viele Dialoge, die sich aber schnell durchklicken lassen, während an Zwischensequenzen etwas gespart wurde. Die Geschichte ist gut gemacht, auch wenn nur Insider merken, dass hier der Anfang das Ende von „Hidden Expedition: Der Smithsonian Hope-Diamant“ darstellt, da kein Zusammenhang in der ersten Sequenz erkennbar ist. Für den Spielverlauf ist diese Information allerdings unwichtig, wir können zu jeder Zeit der Handlung folgen.

Bei „Hidden Expedition: König Salomons Krone“ gibt es vier Modi. Einer davon ist wieder zum selbst auswählen und bietet so einiges an Unterpunkten, die da wären: Einführung, eine umfangreichere Karten-Legende, hilfreiche Meldungen, Glitzern in Wimmelbildern und aktiven Bereichen (hier ist auch eine Häufigkeit einstellbar), Klickstrafen und die Aufladedauer von Überspringen und Tipp.
Unsere Wahl können wir jederzeit während des Spiels ändern.

In einer Art Kommunikator, der sogenannten H.E.L.P.-Box erhalten wir Nachrichten. Darin befinden sich neben unserer Aufgabenliste noch die 20 Fakt-Karten, die wir während des Spiels einsammeln. Auf ihnen stehen Informationen zum geschichtlichen Hintergrund. Die Karte, über die wir zügig von einem Ort zum anderen reisen können, ist ausgerechnet neben dem Hinweis-Button platziert, was bei zu schnellem Klicken auch mal für eine Aktivierung dessen sorgen kann. Sie ist trotz allem übersichtlich und zuverlässig, gerade in der ersten Hälfte aber mehr als überflüssig, da wir meist nur kurze Strecken zu bewältigen haben.

Auch dieser Serie haben die Entwickler ihren Stempel aufgedrückt. Die wenigen Wimmelbilder bestehen allesamt aus mehreren Abschnitten, die in beliebiger Reihenfolge zusammen gewürfelt wurden. Beispielsweise kann es vorkommen, dass wir zuerst die Gegenstände finden müssen, die auf Bildern zu sehen sind, dann eine Wortsuchliste spielen und am Ende noch chemische Elemente herausfiltern sollen. Dann wiederum sehen wir nur skizzierte Objekte oder erhalten Umschreibungen für ein bestimmtes Utensil. Ein einziges Mal suchen wir auch mit einem Metalldetektor den Boden ab, um Dinge aufzustöbern. Dazwischen werden immer wieder kleinere Wimmelbilder im Fenstermodus eingeschoben. Prinzipiell ist diese Idee gut und wurde uns von Eipix auch schon in anderen Spielen angeboten, aber oftmals passt der Inhalt der Bilder einfach nicht zur Geschichte, zumindest ist für uns als Spieler kein Bezug zu erkennen. Kreativität um jeden Preis ist hier nicht wirklich das beste Rezept.

Ähnlich verhält es sich auch mit den Rätseln. Immer und immer wieder werden uns dieselben simplen Aufgaben serviert. So ist es auch kein Wunder, dass wir in der Sammleredition eine Auszeichnung dafür erhalten, wenn wir eine Aufgabe in unter 10 Sekunden lösen! Wir puzzeln eine Weltkarte und ein Bild zusammen, sortieren Bücherrücken, verschieben auf einem Mühle-Brett die Steine nach Vorlage und zeichnen Sternkonstellationen nach. Einzig das letzte Minispiel der Normalversion ist auf einem vernünftigen Niveau umgesetzt worden. Dort müssen wir die gefundenen Kronenteile in ein vorgegebenes Stück einpassen und durch probieren herausfinden, ob und wie oft sich jedes Teil auf seinem Weg dorthin drehen muss. Gut gemacht sind die Erklärungen zu den einzelnen Rätseln, da sie so niedergeschrieben wurden, also würden wir Selbstgespräche führen.

Am Ende ist alles aufgeklärt und es bleiben keine Fragen offen. Allerdings werden nur sehr ungeübte Spieler an der 4-Stunden-Grenze kratzen, alle anderen liegen mit Sicherheit weit darunter. Das Bonuskapitel befasst sich mit einer anderen Thematik und völlig neuen Schauplätzen, die an den wilden Westen erinnern. Die Extras der Sammleredition sind verhältnismäßig üppig ausstaffiert. In den Wimmelbildern sind 12 Chamäleonobjekte versteckt, zusätzlich sammeln wir noch 44 Kronen auf unserem Weg ein. Finden wir hier nicht alle, können wir diese zu einem späteren Zeitpunkt nachträglich suchen. Außerdem gibt’s 12 wiederspielbare Wimmelbilder und 27 wiederspielbare Rätsel. Auch dieses Mal ist ein Souvenirraum verfügbar und um diesen zu füllen, müssen wir in jeder Szene noch ein vorgegebenes Objekt entdecken. Dazu kommen Musik, ein Making Of, Filme und Bilder. Neu ist hier, dass wir zuerst ein einfaches Minispiel lösen müssen, um überhaupt die einzelnen Kategorien öffnen zu können.

„Hidden Expedition: König Salomons Krone“ ist tendenziell ganz passabel, doch von der ehemals erfrischend anderen „Hidden Expedition“-Reihe ist fast nichts mehr übrig geblieben, da Eipix es voll und ganz in ihr typisches Korsett geschnürt haben. Wer vor kurzem „Sea of Lies: Nemesis“ gespielt hat, wird hier immer und überall an die gleichen Strukturen erinnert, lediglich die Geschichte ist eine andere. Für Wenigspieler und Anfänger ist es ein guter Einstieg, da keine Eigeninitiative verlangt wird, allen anderen empfehle ich einen Blick in die Probestunde.


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