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Hidden Expedition: Der Smithsonian Hope-Diamant


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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Eipix

Download (Normal): BigFish Games.de
Download (Sammler): BigFish Games.de

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Autor: Maja K.
Datum: 21.12.2013
Deutsch (Normal): 28.02.2014

Hidden Expedition im „Eipix-Gewand“
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Hidden Expedition: Der Smithsonian Hope-Diamant beginnt im letzten Drittel und zwar damit, dass du dich in einem fahrenden Zugabteil befindest. Bedroht wirst du von einem unfreundlichen Schurken, der von dir wissen möchte, wo sich die Splitter des legendären Hope Diamanten befinden ansonsten würde er deinem Begleiter etwas antun.

Dir gelingt schließlich die Flucht und die Zeit wird um 3 Wochen zurückgedreht. Es zeigt sich, dass du von H.E.L.P. (Hidden Expedition League of Preservation), einer Art Liga zum Erhalt von Geschichtsträchtigem, auf Grund deiner herausragenden, detektivischen Fähigkeiten in den vorangegangenen Expeditionen, auserkoren wurdest, die Splitter des Hope Diamanten zu suchen und vor Dieben zu schützen. Der rasante Wettlauf gegen die diebischen Schmuggler führt dich um die halbe Welt.

Das im Titel und im Spiel genannte Smithsonian ist eine reale Institution, der größte Museumskomplex der Welt und gleichzeitig ein bedeutendes Forschungszentrum, das unter anderem Stipendien in verschiedenen Bereichen wie Kunst, Astronomie oder Umweltforschung vergibt und, wichtig für die vorliegende Geschichte, Expeditionen und Ausgrabungen unterstützt. Der Hope Diamond und die Geschichte um Jean Baptiste Tavenier, die Eipix in Zwischensequenzen erzählt, beruhen ebenfalls auf Realitäten, das auch im Menü zu sehende Gebäude ist das Informationszentrum des Smithsonian, genannt "The Castle". Wer mehr wissen möchte, findet, zum Beispiel auf Wikipedia, der Webseite des Institues oder der Smithsonian Enzyklopädie weitere Informationen.

Dies ist der mittlerweile 6te Teil der Hidden Expedition Reihe und hat mit den ersten Teilen nur den Wettlauf gemein. Dieser Teil ist der erste, der von Eipix entwickelt wurde und er trägt auch ganz eindeutig die Handschrift von Eipix: Grafisch eine Mixtur aus gezeichneten, sehr detailreichen Szenen und realen Schauspielern, die computertechnisch so nachgearbeitet wurden, dass sie auch gezeichnet aussehen. Das kennt man z. B. aus Eipix‘ Final Cut: Zugabe und Sea of Lies: Meuterei des Herzens.

Bevor die Reise losgeht, wählst du aus 3 Schwierigkeitsgraden.“ Entdecker“: der Tipp/ die Überspring-Funktion lädt schnell, Hinweise werden eingeblendet, aktive Bereiche glitzern, keine Klick-Strafen in den WB, die Karte zeigt neben offenen Aufgaben auch Bereiche von Interesse. „Expeditions-Führer“: Tipp/ Überspringen lädt langsamer, Hinweise, aktive Bereiche glitzern nur selten, Klick-Strafen in den WB, Karte zeigt nur offene Aufgaben. „Reiseleiter“: Tipp/ Überspringen lädt sehr langsam, aktive Bereiche glitzern nicht, keine Hinweise, Strafen für jeden falschen Klick in den WB und die Karte zeigt nicht einmal offene Aufgaben. Oder du wählst den 4ten Modus und stellst alles nach deinen persönlichen Bedürfnissen zusammen. Jederzeit hast du die Möglichkeit den Schwierigkeitsgrad zu ändern.

Schon recht bald erhältst du die sogenannte H.E.L.P. Box, die nichts anderes als dein Journal ist, in dem alles notiert wird, was von Interesse ist. In der Sammler-Edition gibt es in der Box zudem noch deine Sammlung von Fakten-Karten (20 Stück im Spiel versteckt) sowie Platz für 20 Auszeichnungen, die du dir wirklich erarbeiten musst. Eine Karte mit Transportfunktion steht dir, je nach Wahl des Schwierigkeitsgrades, hilfreich und zuverlässig zur Seite. Die Tipp-Funktion ist richtungsweisend, bzw. öffnet ein Portal, sollte der nächste Einsatzort weiter entfernt sein. Das Inventar kannst du abschließen, damit es nicht mehr beweglich ist und am unteren Bildschirmrand verschwindet. Fast alles im Inventar kommt zügig zum Einsatz, so dass es nie überfüllt ist. Manches bleibt dir auch für mehrmaligen Gebrauch erhalten und einige Gegenstände (mit einem Plus versehen) müssen im Inventar erst bearbeitet, geöffnet oder zusammengestellt werden.

Sehr schön und abwechslungsreich sind die 17 Wimmelbilder in Hidden Expedition: Der Smithsonian Hope-Diamant: Viele von ihnen sind eine Mixtur aus Umriss-Suche, eine bestimmte Anzahl ähnlicher Dinge plus Wortsuchliste mit kleinen Kombinationen. Bis auf ein einziges werden alle Wimmelbilder nur 1-Mal gespielt. Daneben gibt’s auch kleine Umriss-Suchen, die allerdings schon lächerlich einfach sind, da eigentlich alles was im Bild zu sehen ist auch gesucht wird.

Als erfahrener Spieler wirst du wohl über die angebotenen Minispiele nur müde lächeln: Durch die Bank einfach bis mittelschwer und nichts wirklich Neues. Im Angebot sind Kabel in die richtigen Anschlüsse stecken, Linien auseinanderziehen ohne dass sie sich kreuzen wobei bestimmte Punkte an vorgegebener Stelle sein müssen, diverse Kacheln vertauschen und Rotationspuzzle, Köpfe von Wackelkopf-Puppen zur richtigen Figur austauschen.

Leider hat Eipix im letzten Viertel von Hidden Expedition: Der Smithsonian Hope-Diamant, die Logik etwas schleifen lassen: Einer Draisine, die neben den Schienen auf der Seite liegt fehlt ein Rad - nachdem du das Rad gefunden und montiert hast, kannst du die Draisine problemlos und ohne Hilfe auf die Schienen hieven?? Oder: Dinge, die du auf einer Insel in einem Pool ohne Probleme erreichen kannst.aber einen Edelstein im Pool kannst du nur mit Hilfe eines Netzes bergen??

Falls du dich für die Sammler-Edition interessierst. Diese hat, neben den bereits genannten, folgende Extras im Gepäck: In jeder Szene ist eine von 49 Smithsonian Sonnen-Emblemen versteckt (du hast in den Extras die Möglichkeit, die Szenen noch einmal aufzusuchen, in denen du Embleme vergessen hast), Fotos von der Entstehung des Spiels, Zwischensequenzen, Musik, ein Souvenir-Raum in welchem in etlichen gespielten Szenen jeweils ein einziger Gegenstand zu suchen ist. In jedem Wimmelbild ist ein veränderliches Objekt versteckt. Die Minispiele und Wimmelbilder können wieder gespielt werden. Die Wimmelbilder sind nicht nur einfach wiederspielbar, sondern man kann sich auch noch hinsichtlich der Treffsicherheit verbessern und entgangene veränderliche Objekte finden. Außerdem müssen alle Extras mit einem kleinen Minispiel aktiviert werden. Und für alle, die die Hidden Expedition Serie von Anfang an kennen, hat Eipix im Bonus-Kapitel eine kleine Hommage eingebaut. Sehr schön! Ach ja, wo wir beim Bonus-Kapitel sind: Es ist eine zusätzliche Geschichte, die eine knappe Stunde dauert!

Leider hat Eipix es versäumt, darauf hinzuweisen, woher die Geschichte und der Diamant tatsächlich stammen. Das Smithsonian Institut sieht seinen Auftrag auch und gerade in der Bildung der Allgemeinheit. Es wäre eine Geste des Respektes diesem Auftrag gegenüber gewesen, den Spielern dies nahezubringen, statt zu suggerieren, dass alles der eigenen Kreativität entsprungen sei.

Hidden Expedition: Der Smithsonian Hope-Diamant ist auch für Einsteiger und „Teilzeit“-Spieler ein sehr gutes Abenteuer ist, selbst wenn man die Vorgänger nicht kennt. Das Hauptspiel liefert ca. 4 Stunden Spielzeit, was heute ja schon als gut bezeichnet werden muss. Eipix hat seine Sache gut gemacht und einen würdigen Seitenstrang der ursprünglichen Serie abgeliefert, die Sammleredition bietet zumindest soviel Extras, dass sie nicht als die „übliche Unverschämtheit“ abgetan werden kann. Auch wenn Fans von Hidden Expedition vielleicht Fans enttäuschen sein werden, als Gesamtpaket Hidden Expedition: Der Smithsonian Hope-Diamant ist es, wenn auch mit Schönheitsfehlern, durchaus  gelungen.


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