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Hidden Expedition: Bermudadreieck
Nachlese

Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: BigFish Studios

Download: BigFish Games.de

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Autor:Claudia K.

Schnapp Dir ein weltklasse U-Boot und folge dem Hidden Expedition Abenteurer-Team ins berüchtigte Bermudadreieck! Hilf ihnen dabei, die dort vermisste Pilotin Phoebe zu finden, während Du versuchst, den seltsamen Phänomenen auf einer geheimnisvollen Insel auf die Spur zu kommen. Nutze in „Hidden Expedition: Bermudadreieck“ Deine Wimmelbild-Fähigkeiten, um versteckte Hinweise zu finden und knifflige Rätsel zu lösen. Triff auf eine Vielzahl von Charakteren, die in der Zeit gefangen sind! Wird es Dir gelingen, dem Bermudadreieck unbeschaded zu entkommen?

Soviel also zum Werbetext. Und nun kommen wir zur Wirklichkeit. Zunächst einmal: In der Hidden-Expedition - Serie, die als Wimmelbild-Serie, begann spielen Wimmelbilder nur noch eine untergeordnete Rolle. Wer das Spiel also voll Hoffnung erworben hat, wieder viel zu suchen und dabei noch Puzzle zu lösen, wird sich enttäuscht sehen. Wer aber schon immer Wimmelbilder nur als Unterbrechung zu Rätseln und Puzzlen gesehen hat, der ist hier genau richtig.

Du bist das Team und nachdem sich das U-Boot, angetrieben von dem neuesten Brennstoff Bio Coil (hergestellt aus einem Sekret des Käfers, den das Team am Amazonas gefunden hat), auf den Weg macht, beginnt auch gleich das erste Rätsel - das Funkgerät ist ebenso kaputt wie das Sonargerät und du musst dir nicht nur die Einzelteile suchen, sondern die Geräte auch reparieren. Dabei schmeisst du dann versehentlich einen Karton mit Einzelteilen über Bord (eine Logik, die ich bei einem U-Boot nicht wirklich begriffen habe), musst diese von einem seltsamen Fisch aufsammeln, einen Motor wieder zusammensetzen und dann beginnt das Abenteuer erst so richtig, denn Piraten stehlen euer wertvolles Bio Coil und dir bleibt nichts anderes übrig, als das U-Boot zu verlassen und auf einer wunderlichen Insel nach Piraten und Bio Coil zu suchen.

Wie in den Spielen der neuen Generation so üblich, wirst du Inventarobjekte aufsammeln und findest nach dem erledigen der Wimmelbildszenen ein Puzzle/Inventarobjekt. Die Grafiken sind wirklich ein Genuss, das kann man ohne wenn und aber sagen. Deutlich, klar und detalliert wirst du vom Prinzip her wenig Probleme haben etwas zu finden. Nun sind aber die meisten Wimmelbildszenen nicht mit Listen bestückt, sondern du suchst häufig nach Paaren, die miteinander in Verbindung stehen. Das können zwei Käfer einer unterschiedlichen Gattung sein, ein Musikinstrument und Noten, Ying und Yang oder Sonne und Mond. Anfänglich noch nicht all zu schwierig, steigt der Schwierigkeitsgrade der Paare und du musst schon mal um die Ecke denken, um die Zusammenhänge zu finden. Eine Wimmelbildszene hat mir sehr gut gefallen. Du hast eine Liste mit immer nur wenigen Objekten. Ein Teil der Objekte, die du findest, gehen in dein Inventar und müssen dann, wenn du die nächsten Objekte bekommst, sofort wieder genutzt werden, um einige dieser Objekte überhaupt zu finden. So brauchst du zum Beispiel eine Schere, um eine zugebundene Schachtel zu öffnen, in der ein Dosenöffner liegt, mit dem du die Fischdose öffnest, die Sardinen erhält, die du dann später auf deiner Liste finden wirst. Und so arbeitest du dich systematisch nach unten durch, bis zum eigentlich Objekt, dass du später für ein Puzzle brauchst. Ich fand es sehr schade, dass es nur diese eine Suchszene auf diese Art gab.

Kannst du mal ein Objekt nicht finden oder ein Puzzle nicht lösen, gibt es den Hinweis. In Wimmelbildszenen kannst du das Objekt auf der Liste anklicken und erhältst dann einen Umriss, oder du klickst den Hinweis an und dann das Wort - so wird dir der Gegenstand direkt gezeigt. In den Suche-die-Paare-Szenen gibt es die Umrissoption nicht - der erste Hinweis zeigt dir Teil eins, der zweite Teil 2 des Paares. Puzzle werden, je nach Art durch Nutzung eines Hinweises sofort komplett gelöst oder du erhältst nur einen Teil der Lösung. Allerdings lässt sich am Puzzle nicht ersehen, was der Hinweis nun tun wird. Er lädt sich beständig auf, auch wenn er nicht genutzt wird und so kannst du, in den Teilen wo du keine Hinweise benutzt/benutzen kannst, eine erkleckliche Anzahl von Hinweisen ansammeln.

Die Fortbewegung erfolgt mittels Pfeilen, die erscheinen, wenn du mit dem Mauszeiger über den Bildschirm gehst. Klickst du einen Pfeil an, so wirst du in die entsprechende Szene gebracht. Ein Pfeil unten am Bildschirmrand bringt dich dorthin zurück, wo du hergekommen bist. Neben den Pfeilen siehst du auch eine Hand, die dir bedeutet, dass du dort etwas aufheben sollst, ein Auge, dass dir sagt, dass du an dieser Stelle genauer schauen solltest - bei Klick gibt es dann eine Nahansicht - in der Regel von einem Puzzle/Minispiel, aber auch von Zeitungsartikeln oder Buchtiteln. Kreise zeigen dir eine interessante Gegend an, wo es eventuel was zu entdecken oder ein Inventarobjekt zu benutzen gibt. Das allerdings nur im 1/3 des Spieles, danach hat man das einfach weggelassen.

Um Anspruch zu "kreieren" kommen die Puzzle oft mit wenig oder gar keiner Anleitung. Versuch macht kluch ist hier die Devise. Auch fehlt der Geschichte eine wirkliche Konsistenz, nur selten wird irgendetwas zu Ende gebracht (vom Ende selber erst gar nicht zu sprechen) und es bleiben viele Fragen offen. Was schon spätestens ab der Mitte des Spieles darauf schliessen lässt, dass es eine Fortsetzung gibt. Letzteres beweist auch die Tatsache, dass es kein Ende gibt. Du kommst auf eine andere Insel und das Spiel ist zu Ende. Es wirkt tatsächlich so, als sei es einfach abgeschnitten worden: "Genug jetzt, ein erfahrener Spieler hat nun 4-6 Stunden gespielt, das reicht. Kind, sei nicht motzig, die Forsetzung der Geschichte lese ich dir dann beim nächsten Mal vor." So kam mir es vor.

Ich muss zugeben, mir ist die Tassenvergabe nicht leicht gefallen. Die Grafiken sind grossartig, die Hintergrundmusik passt sich der Atmospäre des Spieles an. Die Puzzle und Rätsel sind, wenn auch nicht neu oder innovativ, so doch sehr gut in die einzelnen Szenen eingepasst und es wiederholt sich da nichts (im Gegensatz zu den "Such-die-Paare-Szenen). Aber nicht alle sind logisch, mangelnde Erklärungen auf der einen Seite und ein Hinweis, der dir das Puzzle, wenn du Pech hast, einfach löst. Gleichzeitig kann ein Spieler auch länger hin und her irren, ohne herauszufinden, was zum Teufel er jetzt eigentlich tun soll oder wo. Denn die im Logbuch aufgezeichneten Aufgaben sagen dir nur, was du tun sollst, aber natürlich nicht wie oder womit, selten wo. Das ganze Spiel macht so sehr den Eindruck von: "Da hab ich angefangen, dann hatte ich keine Lust/Idee mehr, also habe ich was Neues angefangen." Es mag sein, dass sich das alles im zweiten Teil löst, aber es ist frustrierend und unerfreulich.

Trotz allem: Es ist ein Spiel von angenehmer Länge, viele Rätsel, einige Wimmelbildszenen, grossartige Grafiken und es macht Spass. Was sonst zählt?

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