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Haunting Mysteries: Die Insel der verlorenen Seelen


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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Fuzzy Bug Interactive Ltd.


Download (Normal): BigFish Games.de
Download (Sammler): BigFish Games.de

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Autor: Claudia K.
Datum: 22.05.2012
Deutsch (Normal): 26.08.2012)


Bei einem Flugzeugabsturz für einen Auftrag landest du auf einer scheinbar verlassenen Insel. Schnell wird klar, durch "Glück" ist es gleich die Insel, auf der du Ermittlungen vornehmen sollst. Und so verlassen ist sie gar nicht. Kurzfristig siehst du eine der Personen, die hier vermisst sein soll, aber nach einiger Zeit (und bis zum Ende des Spieles) interessiert dich das nicht weiter. "Interessanter" ist es da für dich, zu erfahren, dass der Geist eines reichen Mannes hier sein Unwesen treibt. Einst hatte er sich ein einfaches Mädchen verliebt, diese aber wies ihn ab und wollte einen anderen heiraten.

Bei der Hochzeit dann tötet er offensichtlich das Mädchen und jeden Anderen. Nun will er jeden Eindringling von der Insel vertreiben, weil er nicht zulassen wird, dass jemand ihm seine Geliebte wegnimmt. Du begegnest zusätzlich vielen Geister. Sie alle könnten dir helfen, wollen aber, dass du vorher etwas für sie tust. Und du hast dich nicht in der Nachlese geirrt. Die Geschichte kennst du, hast sie schon x-Mal gespielt. In Haunting Mysteries: Die Insel der verlorenen Seelen gibt es sie erneut. Selbst der Titel ist derartig abgegriffen, dass es schon fast peinlich ist.

Das Spiel beginnt unmittelbar nach dem Intro mit der Frage, ob du das Tutorial spielen möchtest. Erfahrene Spieler können davon absehen und fangen sofort auf der Insel an. Wer das Tutorial spielt, der wird den Flugzeugabsturz und die vorläufige Rettung erleben. Bitte beachten: Du wirst, mit oder ohne Tutorial, erst dann ein Profil anlegen, wenn du zum ersten Mal zum Menü gehst, z.B. um das Spiel kurz zu beenden.

Haunting Mysteries: Die Insel der verlorenen Seelen ist ein Wimmelbild-Puzzle-Abenteuer und es hat alles, was ein solches Spiel halt macht. Eine nicht kleine Anzahl von Wimmelbildern, die du teilweise 2x und dann mit teilweise den gleichen Objekten spielst. Puzzle, die du samt und sonders schon kennst. Davon ließen sich zwei nicht schließen - trotz korrekter Lösung musste die Überspringfunktion genutzt werden, weil es ansonsten kein "Entkommen" gab. Bei einem Puzzle lies sich ein Bestandteil nicht anklicken und musste ebenfalls mit überspringen beendet werden. Ein Puzzle fror komplett ein, der PC musste neu gestartet werden um das Spiel zu beenden. Ansonsten haben die Puzzle nichts, was sie irgendwie auszeichnen würde. Der Schwierigkeitsgrad liegt zwischen leicht und mittel. Jedes nicht mit "Übersprungen" gelöste Puzzle gibt eine Auszeichnung.

Weitere Auszeichnungen gibt es für schnelles Finden, keinen Tipp in einem Wimmelbild benutzen und Ähnliches. Eine Auszeichnung gibt es wenn du im Hauptspiel, dass im Normal-Modus 2:00 - 2,5 Stunden dauert, die 40 verlorenen Seelen findest. Das sind Gesichter, die du in den einzelnen Szenen findest (nicht in den Wimmelbilder). Sie kommen und gehen, man muss also ein wenig schauen, bis man sie findet. Der schwierigere Modus unterscheidet sich vom Normalmodus in der Aufladezeit von Tipp und Überspringfunktion. Außerdem glitzert es weniger, das ist aber auch in der Normalversion nicht übermäßig vorhanden. Der Tipp wird dir sagen, wenn es an einer Stelle nichts mehr zu tun gibt, zeigt dir mit Vorliebe auch Puzzle, deren Anwesenheit dir bekannt ist, für die du aber noch nicht alle Inventarobjekte hast. Wenn du sie aber hast, wird er dir zeigen, welches Inventarobjekt zum Puzzle gehört. Eine Karte gibt es nicht. Das hätte die auch die eh schon kurze Spielzeit noch weiter verkürzt.

Die Geschichte erfährst du von den Geistern, dem Herrn, der die ganzen Seelen auf der Insel festhält und durch einige Notizen. Wie erwähnt, dein eigentlicher Auftrag auf dieser Insel scheinst du unterwegs vergessen zu haben. Alles ist alt bekannt und vorhersehbar. Die Grafiken liegen im unteren Durchschnitt, wirken manches Mal ein wenig unscharf. In den Wimmelbildern hast du zusätzlich versteckte Objekte und ab und an mal interaktive Gegenstände. Du wirst natürlich laufen müssen, die Wege allerdings halten sich in Grenzen. Nerviger sind da schon die eher langsamen Aktionen, die offensichtlich nur dafür da sind, Zeit zu schinden. Besonders der Aufzug ist lästig - die Fahrten lassen sich ebenso wenig überspringen wie die Dialoge mit dem Bösewicht.

Haunting Mysteries: Die Insel der verlorenen Seelen ist ein Spiel, dass scheinbar aus Marketing-Erwägungen heraus entwickelt wurde. Alles, was amerikanische Frauen 35+ in Spielen gut finden, wurde dort eingesetzt und zwar genauso, wie es schon in zig anderen Spielen eingesetzt wurde. Es überkommt einen immer wieder mal ein Deja-Vù, aber es ist tatsächlich ein Spiel, das für sich alleine stehen soll. Die kurze Spieldauer ist dann auch nicht mehr weiter überraschend, obwohl man da wohl von den Wünschen der Zielgruppe abgewichen ist. Nach dem Extraspiel der Sammleredition blieb meine Uhr bei 3:00:44 stehen. Nicht gerade eine Empfehlung.

Wer aber einfach nur bekannte Puzzle in bekannten Wimmelbildern, mit bekannten Grafiken in einer bekannten Geschichte spielen möchte, das Ganze dann ohne einen Hauch von Kreativität zusammengesetzt, der ist in der Normalversion von Haunting Mysteries: Die Insel der verlorenen Seelen relativ gut aufgehoben. Wer ein neues Spiel möchte, der wartet besser, bis eines kommt.


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