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Haunted Legends: Der Bestatter

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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: ERS

Download (Sammler): BigFish Games.de

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Autor: Claudia K.
Datum: 16.11.2012
Deutsch (Sammler): 21.02.2013


Ein kleines Fischerdörfchen, ein friedliches Leben. So war es einst, doch plötzlich kamen die Toten aus den Gräbern und bevölkerten die Straßen. Die Frau des Totengräbers ruft einen, dessen Ruf als cleverer und unerschrockener Detektiv ihm vorauseilt, zur Hilfe. Und schon bald wissen wir: Ein alter Bekannter scheint hinter dem allen zu stehen, der hässliche Zwerg, der schon bei seinen letzten Fällen (Haunted Legends: Pik Dame und Haunted Legends: Der Bronzereiter) eine wichtige Rolle gespielt hat.

Wer die beiden Serienvorläufer nicht kennt, hat aber insofern nichts verpasst, weil dieses Wissen für die Geschichte nicht weiter wichtig ist. Es stellt sich schnell heraus, dass es hier u.a. um uralte Magie geht und um Wünsche, gewachsen aus Neid, die wahrer werden, als man das eigentlich wollte. Die Folge ist eine Stadt, in der es nur noch wenige Lebende, aber umso mehr Untote gibt.

Während des gesamten Spieles stehen drei unterschiedliche Spielmodi zur Verfügung, die über die Optionen jederzeit und so oft wie gewünscht gewechselt werden können. Bemerkenswert bei Haunted Legends: Der Bestatter ist die Tatsache, dass der Tipp eine Richtungsangabe macht, soweit keine übersehenen Objekte oder Puzzles in der Szene der Erledigung bedürfen. Bemerkenswert insoweit, dass dies bei ERS-Spielen nur ausgesprochen selten vorkommt.

Und eine weitere erfreuliche Tatsache fällt schnell auf. Zumindest in Teilen zeigt ERS bei Haunted Legends: Der Bestatter, dass man mehr kann, als nur stereotype Puzzles anzubieten. Zwar gibt es einige, die nun wirklich schon fast lächerlich zu nennen sind und in der Machart wiederholen sich einige andere, aber: Es gibt Puzzles, die durchaus als neu zu bezeichnen und andere, die sehr gut gemachte und interessante Varianten von alten Freunden sind.

Nicht ganz so erfreulich sind dagegen viele der Wimmelbilder. Die Wortlisten-Suchbilder sind größtenteils langweilig. Interaktionen sind alt bekannt, die meisten Szenen sind überladen (aber nicht chaotisch) mit Müll, haben nur begrenzt etwas mit dem Ort oder dem aktuellen Spielverlauf zu tun und am Ende geht dann eins der Objekte in dein Inventar. Dazu kommt, dass diese teilweise fast lieblos gestalteten Wimmelbilder zweimal gespielt werden und zwischen den Durchgängen manchmal weniger als eine Minute liegt. Nicht nur, denn manchmal stellst du fest, dass nach einer halben Stunde eine Szene wieder aktiv ist. In einem Bereich, der eigentlich schon längst abgeschlossen war.

Aber auch Positives findet sich. Denn neben den Wortsuchlisten-Suchbildern, gibt es auch Puzzleszenen, die mit Umrissen arbeiten. Hier sucht man ausschließlich Gegenstände, die sofort benutzt werden, um das nächste Objekt zu finden. Bis man schließlich am Ende etwas Nützliches einsacken kann. Das macht Spaß und gibt der Suche einen Sinn. Vor allem mehr Sinn, als einen Müllhaufen nach 20 Objekten zu durchsuchen und dabei nur eines mitnehmen zu können, obwohl viel Hilfreiches herumliegt.

Unlogik zieht sich durch das ganze Spiel. Das bezieht sich z.B. auf den Spielverlauf. Warum kann ich nicht eine der Pinzetten benutzen, die in den Wimmelbildern rumliegen (und von denen eine sogar auf der Suchliste steht)? Stattdessen muss ich etwas finden, das es mir ermöglicht, eine andere Pinzette zu bekommen, die unter Scherben liegt. Hey, Entwickler! Die Scherben hätte jeder mit einem Hauch Menschenverstand mit den Füßen beiseite geschoben.... Und warum kann ich den einen Korken mit einem Dolch entfernen, muss aber für den anderen einen halben Kilometer zurücklaufen, damit ich einen Korkenzieher in einem Wimmelbild finde? Situationen wie diesen begegnet man in Haunted Legends: Der Bestatter häufiger.

Teilweise, aber nicht immer, ist das 4 bis 5 Stunden dauernde Spiel sehr gradlinig, nur selten ist „um die Ecke denken“ gefragt.  Du brauchst, findest, benutzt. Ohne Zwischenschritte. Das macht das Spiel zeitweise langatmig. Aber kurz bevor aus Langatmigkeit wirkliche Langeweile wird, ändert sich dies, die Grenze ist streckenweise sehr ausgereizt, wird aber nie überschritten. Und so bleibt bis kurz vor dem Ende der Unterhaltungswert von Haunted Legends: Der Bestatter erhalten. Das Ende aber ist in der Sammleredition ein Hinweis auf eine Fortsetzung. Die Normalversion hat keines. Sie hört gefühlt mitten in einer Szene auf. Und beide Versionen lassen im Spielverlauf viele lose Fäden zurück.

Leider treten bei vielen Spielern auch technische Probleme auf. "Access Violation", Einfrieren des Bildschirmes oder ein extrem verlangsamter Mauszeiger. Alles lässt sich durch ein Beenden des Spieles und Neustart beheben, ist aber ärgerlich.

Und so bleibt Haunted Legends: Der Bestatter hinter seinen Möglichkeiten zurück. Eine Geschichte, die nicht wirklich packt und zuviel offen lässt. Grafiken, die streckenweise lieb- und leblos wirken, nie wirklich stark eingreifen. Auf der anderen Seite aber unterhaltsame Puzzle-Wimmelbilder, interessante Puzzles und eine angenehme Spielzeit. Die Sammleredition bietet dazu neben dem Üblichen noch 17 Puzzles als Extra an, sowie ca. 1 Stunde zusätzliche Spielzeit. Der Probedownload ist empfehlenswert, er wird einen guten Eindruck von dem geben, was den Spieler für den Rest von Haunted Legends: Der Bestatter erwartet.

 


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