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Haunted Legends: Der Golem


tassentassen
Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: ERS

Download (Normal): BigFish Games.de
Download (Sammler): BigFish Games.de

Autor: Elke M.
Datum: 20.11.2014
Deutsch (Normal): 31.03.215

Belangloses Spiel mit Fragezeichen und Minuspunkten
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Unser Freund Dr. Leporello arbeitet fieberhaft an einem Heilmittel für seinen im Sterben liegenden Sohn. Doch als in der Stadt immer wieder Waisenkinder verschwinden, wird er plötzlich der schwarzen Magie beschuldig. Mit unserem detektivischen Spürsinn eilen wir ihm zu Hilfe, um herauszufinden, wer hinter dem teuflischen Plan steckt. Werden wir die Kinder retten können, bevor ihre Herzen für immer aufhören zu schlagen? Und was hat der bösartige Gnom schon wieder mit all dem zu tun?

Keine Geschichte ohne Vermisste, das dachte sich wohl auch ERS, als sie dieses Spiel entwickelten. Dabei ist der Teil schon so oft erzählt worden, dass es einer exorbitant guten Handlung bedarf, um sie noch einigermaßen interessant zu halten. Doch genau das ist den Entwicklern nicht gelungen. Es fehlt an allen Ecken und dass wie immer am Ende der garstige Zwerg  seine Finger im Spiel hat, ist auch keine Neuigkeit mehr. Einzig allein dieser kleine Wicht macht sich die Mühe, beim Sprechen auch seine Lippen zu bewegen, wenn auch nicht synchron. Bei allen anderen hören wir nur das Gesprochene bzw. bekommen es vorgelesen. Alles ist sehr farbenfroh und ausdekoriert. Doch genau daran liegt es vermutlich, dass wir bei etlichen Gegenständen nur schwer erkennen können, um was es sich denn da eigentlich handelt. Wer genau hinsieht, wird auch feststellen, dass Dinge, die wir in der Nahansicht verändern, bei Beendigung dieser, von außen betrachtet wieder in ihrem Urzustand dargestellt werden.

Es gibt keine Möglichkeit, in irgendeiner Form die Geschichte mitzulesen. Dafür erhalten wir gleich zu Beginn ein Herz, für das wir immer wieder Objekte finden, die automatisch dort eingesetzt werden. Wir können es zwar öffnen und auch mal die Farbe verändern, doch bis zum Ende ist es ohne Funktion. Erst wenn es komplett bestückt ist, wandert es ohne unser Zutun ins Inventar und kann als normales Utensil an einer vorgegebenen Stelle eingesetzt werden. Eine Lupe, die wir ebenfalls am Anfang entdecken, wird dagegen öfter verwendet. Sie macht in kleinen Rätseln hin und wieder Dinge sichtbar oder verrät uns einen Code. Wenn die Akteure von einem Fluch belegt wurden, finden wir kurze Zeit später eine Voodoo-Puppe, die mit einem sehr simplen Wimmelbild verbunden ist und über die wir ebenfalls Dinge für das Herz oder unser Inventar erhalten.

Trotz einer Karte mit Transportfunktion sind die Wege weit und gehen kreuz und quer. Auch der Tipp funktioniert hier nicht immer einwandfrei und lässt uns des Öfteren mal im Kreis umherirren. Leider sind viele Aufgaben stur vorgegeben. So haben wir alles im Gepäck, um beispielsweise eine gelbe Farbe herzustellen, werden auch immer wieder irrtümlicherweise an den dafür vorgesehen Tisch geführt. Doch wir müssen warten, bis wir auch alle Ingredienzien für Blau gefunden und dieses gemischt haben, ehe wir besagtes Gelb anfertigen können. 

Alle Wimmelbilder spielen wir hier zweimal, manchmal innerhalb von nur wenigen Sekunden hintereinander. Wir müssen entweder Objekte, die sich bereits im Bild befinden, an die richtige Stelle versetzen oder auch gleiche Paare oder ähnliche Dinge finden. Nebenbei gibt es noch Wortsuchlisten mit manchmal sonderbaren Zwischenschritten oder Umriss-Suchen. Alternativ können wir in eine ganz gut gemachte 3-Gewinnt-Variante wechseln.

Die Rätsel wirken hier meist wie willkürlich ins Spiel eingefügt. Wir betreten einen Raum und an den Wänden können wir bereits mehrere Puzzles erkennen. Alle sind entweder ohne große Schwierigkeiten zu lösen oder appellieren an unsere Geduld. Ein einziges Mal können wir zwischen „Leicht“ und „Schwer“ wählen, wie sich dann aber herausstellt, sind beide Arten komplett gleich. Oftmals sind die Erklärungen dazu ungenügend, so dass wir uns bereits die Anleitung selbst erarbeiten müssen. Wir befüllen also Wasserrohre mit der richtigen Menge an Flüssigkeit, tauschen Kacheln zu einem Bild, verschieben Juwelen in die richtige Ecke und bugsieren mittels Drehbewegungen eine Kugel durch ein Labyrinth.

Die unterdurchschnittliche Spielzeit liegt daran, dass es im Bonuskapitel nahtlos mit der Geschichte weitergeht und eine völlige Aufklärung erst dort stattfindet. Die Extras der Sammleredition sind eher mager bestückt. Zwar können wir die Wimmelbilder und Rätsel alle erneut spielen und auch ein paar Trophäen ergattern, Sammelobjekte oder Ähnliches fehlen aber völlig.

„Haunted Legends: Der Golem“  erweckt den Eindruck, hier aufs schnelle Geld aus zu sein. Viele Aktionen, Wimmelbilder und Rätsel hinterlassen mit Sicherheit das ein oder andere Fragezeichen. Dazu kommt eine Geschichte, die wir schon unzählige Male besser gesehen haben, eine hastig zusammengebastelte Sammelausgabe, die schon fast unverschämt wirkt und eine Grafik, die vermutlich nur die ganz hartgesottenen Fans schön finden. Hier ist die Probestunde Pflicht, selbst für diejenigen, die die anderen Teile gut fanden, aber bitteschön nur in der Normalversion.


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