Haunted Legends: Das Geheimnis des Lebens


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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: ERS

Download (Normal): BigFish Games.de
Download (Sammler): BigFish Games.de

Autor: Uschi W.
Datum: 21.01.2016

Kurz, oft schlampig, aber mit liebevollen Details
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Weg ist er…
… der kleine böse Zwerg; Saint Germain ist nun ein gutaussehender, stattlicher und gut betuchter Mann, leider auch todkrank. Auf der Suche nach Heilung reist er nicht nur um die ganze Welt, sondern wird selbst zum Heiler. Keine Behandlung fruchtet und so steht er kurz vor seinem Tod, als er hört, dass in einem Haus einer kleinen Stadt das Geheimnis des Lebens Unsterblichkeit verspricht. Gerade angekommen erfährt er, dass die Tochter des Stadtältesten unter mysteriösen Umständen gestorben ist und wenn ihre verfluchte Seele nicht durch ein Ritual geläutert wird, die ganze Stadt in Tod und Verderben gerissen wird. Wer diese Aufgabe meistert, dem winkt als Preis das ewige Leben.

Die Story verspricht so viel, wenig davon wird auch gehalten. Es sind  viele großartige Ideen in diesem Spiel verpackt, und doch erscheint es oft so, dass ERS sich für diesen Teil der Haunted Legends Serie mehr Zeit hätten nehmen müssen. Man hätte so viel mehr aus den 3 Nächten, die wir im Spukhaus verbringen müssen, machen können. Auch die Sucherei der Gegenstände, die wir für die Nächte brauchen, hätte man besser gestalten können. Das Böse bringen wir recht unspektakulär zur Strecke, aber die allerletzte Einstellung im Hauptspiel ist wirklich lustig, speziell für Kenner der Serie aber auch für Neueinsteiger, ihr werdet sicher gut lachen. Mit dem Ende werden auch die Besitzer einer Standardedition zufrieden sein, das Bonuskapitel erzählt die Geschichte weiter.

Die Aktionen, die von uns verlangt werden entsprechen dem Üblichen, Gegenstände für Aussparungen, zum Tauschen, etc… zu  finden. Schön finde ich, dass unsere Entscheidungen ein klein wenig den Ablauf ändern, so können wir  zum Beispiel einen Ohnmächtigen mit Ohrfeigen oder einem Glas Wasser wecken, entscheiden wir uns für die brutale Methode, müssen wir  mit dem Wasser  später Blumen gießen. Vielleicht ist das jetzt nichts besonders Aufregendes, aber ein liebevolles Detail, das mir Spaß gemacht hat. Wäre die Story besser erzählt, wären es genau diese Kleinigkeiten, die uns motivieren, „Das Geheimnis des Lebens“ noch einmal zu spielen um die Alternativen kennen zu lernen.

Am besten sind  die Wimmelbilder, da gibt es einiges Neues und Innovatives. Da wird man zum Beispiel aus einem rausgeworfen, wenn man zu oft daneben klickt und muss einen Gegenstand finden um wieder hineinzukommen. Ansonsten sind sie anspruchsvoll, abwechslungsreich und interaktiv. Die Minigames bringen nicht viel Neues, zum Großteil sind es Klassiker, die jeder mehr oder weniger gerne spielt. Verwundernd ist eines, bei dem man mit offenen Karten Memory spielt, traut man uns ein verdecktes Memory nicht zu? Ärgerlich ist allerdings, dass die Lösung im Handbuch für ein schwieriges Minispiel nur die Anleitung  aus dem Spiel erhielt.

Die erste Karte bekommen wir in einem Stück, alle weiteren sind zerschnippelt und die müssen wir erst zusammensetzen. Leider geht das nicht immer, da sich einige Stücke nicht bewegen lassen. Prinzipiell ist dieser Blindflug nicht störend, sind doch die Wege immer sehr kurz. Nur Sammeleditionserwerber werden nicht sehr erfreut sein, zeigt doch die Karte die Orte, an denen wir noch Sammelobjekte finden können. Vielleicht hat der Entwickler dieses Problem auch schon beheben lassen und ihr könnt die Karte bereits wie vorgesehen nutzen; wenn nicht, der Tipp transportiert sehr zuverlässig.
Gesammelt wird diesmal recht viel: Symbole für Unendlichkeit und ewiges Leben sammeln alle, auch die Besitzer einer Standardversion. In der Sammleredition gibt es noch Katzen in Wimmelbildern und Chamäleonobjekte in den Szenen, für jedes gefundene Objekt gibt es Wissenswertes über Hexen, leider kann man sie nicht mehr nachträglich suchen. Wir finden auch Gegenstände, die an frühere Teile der Serie erinnern, in den Extras können wir sie noch einmal ansehen.

FAZIT: Haunted Legends: Das Geheimnis des Lebens hat viele liebevolle Details, die zeigen, dass das Entwicklerteam auch mit Herz dabei war. Was aber auch immer der Grund ist –ich schätze Zeitmangel- das Spiel bleibt fehlerhaft und wirkt unfertig, die Ausführung erscheint schlampig. Hier tut es mir wirklich leid nur 3 ½ Tassen vergeben zu können