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Haunted Legends: Der Fluch von Vox


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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: ERS

Download (Normal): BigFish Games.de
Download (Sammler): BigFish Games.de

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Autor: Elke M.
Datum: 22.06.2013
Deutsch (Normal): 18.10.2013

In einer düsteren Anfangssequenz sind wir Zeuge eines Mordes. Ein Mann  wird von hinten erschlagen, fällt zu Boden und Blut tropft aus einer Kopfwunde. Leider ist nicht zu erkennen, wer diese hinterhältige Tat begangen hat…

Wie schon in den anderen Spielen dieser Reihe, sind wir ein Detective. Drei Tage nach der Gräueltat erhalten wir einen Brief von Sylvia Filler, die uns bittet, die Untersuchungen im Todesfall ihres Bruders Ariman zu übernehmen. Schon auf dem Weg zu ihrem Anwesen treffen wir auf einen ersten Geist und erfahren anschließend von Sylvia den Grund dafür. Ariman, ein berühmter Sammler, erwarb vor seinem Tod Vox, das Buch der Wünsche, und seit dessen Verschwinden geschehen mysteriöse Dinge auf ihrem Gut. Unter anderem sah sie ihren Großvater wieder, der bereits vor über 100 Jahren gestorben ist und dieser ist wahrlich nicht der einzige, der zurück aus einer anderen Welt kam. Sie wünscht sich von uns, daß wir den Verstorbenen helfen, ihren Frieden wieder zu finden.

Abermals treffen wir auch auf den fiesen, kleinen Gnom, der in allen Teilen dieser Reihe immer wieder auftaucht. Bevor er sich aus dem Staub macht, ruft er uns noch zu, daß er nicht am Tod des Mannes schuld ist. Trotzdem nehmen wir die Verfolgung auf und stoßen auf einen anderen toten Ahnen, der uns mehr über Vox erzählen kann, selbstverständlich nur gegen eine kleine Gefälligkeit. Suchten wir in „Haunted Legends: Die Pik-Dame“ noch nach Karten und in „Haunted Legends: Der Bestatter“ nach Fischschuppen sind es dieses Mal Ringe, die zusammengereiht eine Kette ergeben, und diese wiederum wird benötigt um Vox zu vernichten und den Geistern ihre Ruhe zurück zu geben.

Dieses Mal hat ERS es verstanden, die Ringe gleich ins Spielgeschehen mit einzubeziehen. Jeder dieser Ringe hat ein Symbol und um magische Barrieren zu durchbrechen, benötigt man ganz bestimmte Kombinationen aus diesen Symbolen. Das erweist sich als Vorteil, weil wir schnell bemerken, ob uns ein Ring durch die Lappen ging, da eine notwendige Kombination noch nicht herstellbar ist. Über die bescheiden ausgestattete Karte können wir durch die Spring-Funktion schnell in zurückliegende Szenarien gelangen.

Die Inventarleiste füllt sich zügig mit den üblichen Gegenständen, wie Messer, Lampen, Äxte und Brechstangen, die meistens davon werden noch in der gleichen Szene eingesetzt. Merkwürdig wird es dann, wenn wir einen kleinen Beutel mit Samen finden. Der Button „Garten“, der unserer Inventarleiste anhängig ist wird aktiviert. Wir gelangen darüber in einen Wintergarten, in dem hübsch aufgereiht unzählige leere Blumentöpfe stehen. Durch ein Buch erfahren wir, daß wir mit jedem Samenbeutel, den wir finden, einen Topf bepflanzen können. Danach müssen wir die Aussaat dreimal gießen bis die Blume ausgewachsen ist. Daraufhin können wir sie abschneiden und verkaufen. Wenn wir alle vier verschieden farbigen Samen einer Art gefunden haben, können wir die Saat einer speziellen Blume kaufen und wieder anpflanzen. Dafür erhalten wir im Verkauf etwas mehr Geld als mit den anderen Blumen. Nachdem wir eine Weile also fleißig Pflänzchen säen, bewässern und verkaufen, stellt sich uns doch die Frage, warum wir das alles machen. Der einzige!!!! Grund ist, daß es für die ganze Gartenarbeit Auszeichnungen gibt, die aber stundenlanges Werkeln im Garten erforderlich machen und mit der Geschichte überhaupt nichts zu tun haben.  Als wir das durchschaut haben packen wir unser imaginäres Schäufelchen schnell wieder ein und widmen uns dem eigentlichen Spiel.

Die verhältnismäßig wenigen Wimmelbilder spielen wir bis auf eines alle doppelt. Wir treffen auf die Klassiker mit Wortsuchlisten und kleinen Interaktionen, können uns aber auch an der Variante „Umriss-Suche“ erfreuen. Dabei finden wir einen Gegenstand, setzen diesen im Bild ein und erhalten daraufhin einen anderen Gegenstand, der wiederum ein neues Objekt zum Vorschein bringt. So arbeiten wir uns voran, bis wir ein nützliches Teil für unser Inventar erhalten.

Bei den Minispielen merken wir schnell, daß es die üblichen Verdächtigen sind. Ein auf Kindergarten-Niveau ausgelegtes Stein-Schere-Papier-Spiel haben wir schnell hinter uns gebracht, ebenso das drehen von Bilderwürfeln und das Zusammensetzen von Drachenfragmenten. Dabei wäre es so naheliegend gewesen, den Schwierigkeitsgrad zu erhöhen. Bei einer Schach-Variante können wir alle Figuren lediglich um ein Feld nach vorne, hinten oder seitlich verschieben. Hätte man die Zugbewegungen dem klassischen Schachspiel angepasst, wäre es um ein vielfaches schwieriger gewesen, das Rätsel zu lösen.

Beim Blättern im Tagebuch bemerken wir, daß sich darin auch Wachssiegel verbergen, auf denen verschiedene Symbole abgebildet sind. Im Spielverlauf können wir die Siegel knacken, in dem wir mysteriöse Objekte anklicken. Haben wir alle Verschlüsse einer Seite geöffnet, kommt dort eine Uhr zum Vorschein, die unseren bisherigen Tippgeber in einen schneller aufladbaren Tippgeber verwandelt. Eine spaßige Neuerung, bei der teilweise auch Assoziationsvermögen gefragt ist.

Nach gewohnt farbenfrohen 4 – 5 Stunden Spielzeit endet „Haunted Legends: The Curse of Vox mit einem wenig  spektakulären Schluß,  der uns inhaltlich sehr an „Haunted Legends: Der Bestatter“ erinnert. Es bleiben keine Fragen offen. Wir haben höchstens am nächsten Tag einen Muskelkater, was der unsinnigen Gartenarbeit zuzuschreiben ist. Dankenswerterweise ist auch im Normalmodus auf zu viel Glitzern verzichtet worden. Wer keine Hinweise zu Objekten möchte, kann sich im schweren und dritten Modus versuchen, der wie bei ERS üblich, jederzeit über „Optionen“ änderbar ist.

Die Sammlerediton ist ca. 45 Minuten länger und bietet jede Menge Extras wie z. B. 19 Fotos des Entwickler-Teams, 4 Musik-Tracks, 11 Wallpaper, 5 Bildschirmschoner usw. Dazu kann man alle 21 Minispiele und 11 Wimmelbilder noch einmal spielen. Die Geschichte ist aber im Hauptteil längst erzählt, in den teilweise gleichen Szenen jagen wir nochmal dem kleinen Gnom hinterher, um dann staunend ein so abruptes Ende zu erleben, daß wir es erst merken, wenn der Abspann läuft! Zwei kniffligere, auf Geduld aufgebaute Minispiele, die toll in die Normalversion gepasst hätten, erhöhen zudem künstlich die Spieldauer des Bonuskapitels.

Mit „Haunted Legends: Der Fluch von Vox zeigt sich ERS von seiner bekannten Seite. Gut ohne außergewöhnlich zu sein, unterhaltsam ohne Wow-Effekt, handwerklich ohne grobe Fehler, aber auch ohne Brillianz. Der Einsatz des Gartens mutet seltsam fehlplatziert an und wir fragen uns: Möchte ERS jetzt ins Gartenmanagement vorstossen? Wer diesen Entwickler liebt, wird das Spiel widerspruchslos hinnehmen. Wem aber das Spiel wichtiger ist, als der Name des Entwicklers, der sollte die Demoversion aufmerksam spielen.

 


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