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Haunted Hotel: Mondfinsternis


tassentassen
Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Elephant Games

Download (Sammler): BigFish Games.de

Wenn Du Haunted Hotel: Mondfinsternis auch bewerten oder die Meinung anderer Spieler lesen möchtest, dann geht es hier lang

Autor: Elke M.
Datum: 12.10.2013
Deutsch (Sammler): 23.01.2014

Mittlerweile 5. Teil der Reihe vom neuen Entwickler, aber bei weitem nicht besser
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Unser Freund, ein furchtloser Detective namens James, bittet uns um Hilfe. Mit ihm zusammen haben wir schon viele schwierige Fälle gelöst und deshalb eilen wir ihm auch hier zu Hilfe. Treffpunkt ist das Hotel „Final Journey“, wo James uns bereits erwartet. Mysteriöse Dinge gehen in der Herberge vor sich. Anscheinend liefern sich böse Wesen unterschiedlichster Art einen letzten Kampf auf Leben und Tod.

Die Anfangssequenz ist vielversprechend. In gewohnter Elephant Games-Manier bekommen wir optisch schön anzusehen einen ersten Eindruck der Geschehnisse. Durch die farbenfrohe Gestaltung wirken selbst dunkle Räume nicht unheimlich und bis ins kleinste Detail ist alles wunderbar zu erkennen. Da enden dann aber schon die Pluspunkte dieses Spiels und wir steigen in ein Szenario ein, das unseren Geduldsfaden bis zum Äußersten strapaziert.

Aber alles der Reihe nach. Wir haben drei Schwierigkeitsstufen zur Verfügung. Im normalen Modus lädt der Tipp zügig und alle relevanten Bereiche glitzern. Wählen wir Fortgeschritten, müssen wir auf das Leuchten verzichten und der Hinweisbutton lässt sich Zeit, bis wir ihn wieder nutzen können. Bei „Schwer“ spielen wir komplett ohne Hilfe. Allerdings können wir jederzeit über Optionen einen anderen Modus aufrufen.

Die Karte, über die wir uns fortbewegen können, ist sehr übersichtlich gestaltet. Anfangs zeigt sie uns zuverlässig immer nur einen Ort an, an dem noch etwas zu tun ist. Im späteren Spielverlauf bleibt es zwar bei einem angezeigten Ort, aber der muss nicht unbedingt richtig sein. Es ist gut möglich, dass ein dahinter oder darunter liegender Bereich gemeint ist. Wer also zu viel Vertrauen in den Lageplan legt, darf sich sicher sein, dass er an einigen Stellen umsonst sucht. Es ist mit Sicherheit bewusst so gewollt, dass nur immer ein aktiver Platz angezeigt wird, allerdings kann es vorkommen, dass wir dort nur ein Fragment in ein noch unvollständiges Rätsel einsetzen. Haben wir dies erledigt und werfen gleich danach nochmal einen Blick auf die Karte, dann ist ein Ort an einer ganz anderen Stelle markiert. Und wenn wir diesen dann besuchen und viel Glück haben, können wir dort sogar eine Aktion ausführen, die Sinn macht. Das Ganze ist mehr als willkürlich gestaltet, eventuell läuft ein Lotterierad im Hintergrund?

Ein komplettes Notizbuch bekommen wir nicht zur Seite gestellt. Es handelt sich beim Journal mehr um eine Zusatzaufgabe. Immer wenn wir ein vermeintlich geisterhaftes Objekt finden, wird ein Eintrag hinzugefügt oder Bilder eingestellt. Bei diesen Objekten kann es sich um einen Dolch, einen Zweig oder um ein Zeichen handeln. Zudem haben wir ziemlich von Beginn an einen Freund mit Namen Flatterfeuer. Der kleine Schmetterling zündet uns z. B. Kerzen an oder holt uns Gegenstände herbei, die zu heiß zum Anfassen sind. Doch auch da fehlt die Konstanz. Gegen Ende fliegt er auch mal in eine Treppenspalte, in die wir mit der Hand nicht hineinpassen, und befördert dort ein Teil heraus, das hat allerdings so gar nichts mit dem Thema Feuer zu tun. Bei allen Zangen, Meisel, Hämmer, Messer, Äxte und Bohrer die wir zuvor schon zig Mal gefunden und auch gleich wieder abgegeben haben handelte es sich vermutlich nur um Einweg-Werkzeug, das der Entwickler günstig im Discounter erstanden hat.

Das gleiche Schicksal ereilt uns auch während des Spiels. Vermutlich hat Elephant Games einen lukrativen Deal mit einem Schlüsseldienst, wie sonst ist es erklärbar, dass sie immer wieder so großes Augenmerk auf Schlösser und Verschlüsse jeglicher Art richten? Gerade bei „Haunted Hotel: Eclipse“ treibt uns diese Sache in den Wahnsinn. Jedes noch so kleine Teil ist abgesperrt, und selbst wenn wir es schaffen, sofort etwas zu öffnen ist dahinter garantier nochmal eine Verriegelung. Ein Königreich für eine Kettensäge oder einen Bolzenschneider! Gegen Spielende schöpfen wir nochmal kurz Hoffnung, nachdem wir einen Dietrich erhalten, aber auch der verschwindet nach einmaliger Nutzung sofort wieder aus unseren Augen. Gäbe es diese ganzen „Schlüssel-Szenen“ nicht, würde sich die Spielzeit auf ein Drittel reduzieren. Da fällt einem letztendlich nur der gute alte Spruch „Lieber die Kettensäge in der Hand, als einen Schlüssel auf dem Dach“ ein.

Wenig neues gibt es zum Thema Wimmelbilder. Wir spielen alle 13 Stück nur einmal und arbeiten eine sehr leichte Wortsuchliste in vollgestopften Szenen ab. Dazu sind kleine, zu vernachlässigende Interaktionen eingebaut.

Genau in die gleiche Kerbe schlagen die Rätsel. Grafisch schön anzusehen sind sie selbst für ungeübte Spieler im Handumdrehen zu lösen. Dazu versprühen sie weder Kreativität noch Ideenreichtum, es wurde lediglich die Kiste mit Altbewährtem ausgepackt, vielleicht merkt es der ein oder andere Spieler ja nicht.

Und so endet „Haunted Hotel: Mondfinsternis“ nach ca. 3 Stunden, die uns wie eine Ewigkeit vorkommen, vorhersehbar. Wir haben wieder mal die ganze Arbeit für unseren Detective-Freund erledigt und er schießt mit Weisheiten um sich. Das Bonuskapitel, das teilweise an den gleichen Schauplätzen zu Gange ist, hat eine ähnliche Story wie der Hauptteil, dauert ca. eine Stunde. Und hier ist die Karte tatsächlich von Nöten, da wir für fast jede Aktion das Geschehen einmal komplett durchqueren müssen. Zusätzlich können wir 15 Portraits einsammeln, 12 Auszeichnungen erlangen und über einen geheimen Raum etliche Rätsel und Wimmelbilder noch einmal spielen.

Der fünfte Teil der Reihe „Haunted Hotel: Mondfinsternis“ hat von Elephant Games zwar grundsätzlich ein neues Gewand erhalten, das aber aus der Secondhand-Kiste des Entwicklers gekramt wurde. Und so manifestiert sich doch der Eindruck, das immer wieder  Einzelteile verschiedener Spiele zu einem neuen Spiel zusammengefügt werden und das so lange, bis die Melkkuh „Kunde/Käufer“ den Braten riecht und sich diesem Geschäftsgebaren verweigern wird. Vermutlich erst dann werden wieder vernünftige Spiele mit ansprechenden Inhalten entwickelt.


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