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Haunted Hotel: Uralter Fluch


tassen tassen
Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Elephant Games

Download (Normal): BigFish Games.de
Download (Sammler): BigFish Games.de

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Autor: Claudia K.
02.06.2014
Deutsch (Normal): 09.09..2014

Lieblos gemachtes Spiel, das in keinem Punkt wirklich überzeugen kann
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Als die Gäste eines neu-eröffneten Spuk-Hotels verschwinden, ruft der Eigentümer Abraham Schadowy deinen Freund James, seines Zeichens Detektiv, an und bittet um Hilfe. Der fragt dich, ob du ihn begleiten könntest und schon bald darauf trefft ihr euch vor den Toren des Hotels. Doch dich mitzubringen war offensichtlich keine so gute Idee, denn Shadowy ist entsetzt. Und schon bald begegnen euch die ersten Geister. Aber was ist nur Show und was ist ganz und gar nicht zu erklären?

Und gleich zu Beginn fängt der Unsinn an. Auf einem kleinen Boot, das unbemerkt niemand betreten könnte, ist die Kabinentüre von innen verriegelt. James hat dort, vor der Verriegelung, seinen Schlüssel liegen, sagt es er dir aber nicht, als der dich bittet, seinen Aktenkoffer zu durchsuchen.Besagte Tür wirst du dann später nicht mit einem langen dünnen Gegenstand öffnen, sondern mit einem fetten mechanischen Skarabäus, der seltsam multiple Fähigkeiten hat und somit dein ständiger Begleiter wird. Allerdings scheint das Biest launisch zu sein, denn ausgehend von dem, was er tut, könnte er mehr, will er aber offensichtlich nicht. Kurz gesagt: Abgesehen von dem dummen Anfang der Geschichte, fehlt beim Begleiter die Logik in seinen Fähigkeiten.

Und munter geht es weiter - du klickst eine Laterne an (und wirst gefragt, ob dies ein Geist gewesen sei). Schaust du sie dir näher an, siehst du, dass eine Kerze brennt - der Kommentar erklärt: "Kein Wunder, dass die Laterne ausgegangen ist, es ist so feucht hier". Anschließend findest du drei Glasscherben (als Glasblätter bezeichnet), die zur Laterne gehören und siehe da, kaum ist das Glas eingesetzt, leuchtet die Laterne wie ein Flutlich im Olympiastadion. Du brauchst ein Seil, ein dickes hängt im Schiff, aber wer will es schon so einfach haben! Und bevor die ersten zehn Minuten Spielzeit um sind, benutzt du dann auch noch trockenen Zement, um einen Abguss zu machen, der dann problemlos als Einsatz für ein Puzzleschloss dient. Wäre doch nur die Bauindustrie je darauf gekommen - langwierige Trocknungszeiten durch die Wasserzumischung gehörten schon längst der Vergangenheit an. Mehr oder weniger häufig geht es so die ganze Zeit weiter.

Zu Beginn wählst du zwischen drei Modi, die die üblichen Unterscheidungen haben: Aktive Glitzerei oder nicht, Aufladezeiten von Tipp und Neustartfunktion. Alle drei Modi haben die Karte zur Verfügung, die mit einer Springfunktion ausgestattet ist, allerdings spätestens ab Mitte des Spieles (vielen Spielern wohl gleich) immer wieder die Lust verliert und falsch oder gar nicht anzeigt. Die Karte ist übrigens eine Pinnwand, die offensichtlich an einem Ort hängt, den du nie betreten wirst. Transportieren kann dich auch der Tipp, sofern du nicht an deinem aktuellen Ort etwas übersehen hast. Dabei ist dieser meist zuverlässiger als die Karte, allerdings beliebt es auch ihm gelegentlich, die irgendwo hin zu bringen, wo du maximal eins von mehreren Einzelteilen einfügen kannst. Er wird dich nicht nur transportieren, sondern auch am Zielort einen visuellen Hinweis auf die Örtlichkeit der von dir erwarteten Aktion hinweisen. 2in1 sozusagen. Schade, eines zu viel. Die Modiwahl im Übrigen kann, wie meist, jederzeit über das Menü geändert werden.

Wie inzwischen üblich bei Elephant Games: Die Wimmelbilder bestehen aus Wortsuchlisten mit ein bis drei lnteraktionen, die sich darauf beschränken, etwas anzuklicken, was dann geöffnet wird oder aber A an B zu klicken. Dein Inventar wird stets übervoll sein, die Baustellen zahlreich. Gleichwohl muss man Elephant Games ein Kompliment machen: Tatsächlich müssen nicht alle Türen aufgeschlossen werden. Aber die meisten und auch sonst ist so ziemlich alles verriegelt und verrammelt, was nicht bei drei auf dem Baum ist. Dass du unterwegs nicht zwingend logisch einfach benutzt was du hast, sondern stets etwas suchst, was den gleichen Zweck erfüllt, versteht sich dabei von selbst.

Solltest du von Zeit zu Zeit mal ein Objekt in deinem Inventar vermissen, klicke eines der mit einem + versehenen Gegenstände an. Dort wirst du fündig werden und die entsprechenden Einzelteile noch einsetzen müssen. Manchmal aber musst du auch ein Objekt aus dem Inventar benutzen, um einen +Gegenstand zu komplettieren. Wie schon beim Skarabäus fehlt die Konstante in der ganzen Angelegenheit, was verwirrend sein kann.

Auch die Puzzles sind nicht gerade leuchtende Beispiele kreativer Geister. Einfach und nur visuell (meist) schön gemacht, dümpeln die meisten im untersten Niveau herum, nur selten gibt es mal etwas für Spieler, die gern mal das ein oder andere Puzzle lösen. Kopfnuss-Liebhaber sind hier natürlich völlig fehl am Platz.

Die Sammleredition lässt dich 12 ägyptische Artefakte suchen, bietet 11 Auszeichnungen, zum Teil in gestaffelter Ausführung (du musst also für die meisten etwas tun), so wie Wallpapers, Konzeptkunst, Musik und Screensaver. Die ca. 45 Minuten Zusatzspiel sind eine Fortsetzung, allerdings hat das Hauptspiel nach ca. 3,5 Stunden ein zufriedenstellendes Ende. Qualtitativ schließt sich dieses Extra nahtlos an das vorherige Spiel an. Wie so oft: Die Sammler ist eine reine Geldmacherei ohne tatsächlichen Mehrwert.

Die Haunted Hotel Serie war schon mit Specialbit ein sich am Rande der Durchschnittlichkeit festklammerndes Spiel, das immer dem Hunger der Massen nach neuen Spielen geschuldet war. Nach zwei Folgen mit Elephant Games zeigt uns Haunted Hotel: Uralter Fluch nur Eines: ein oft gutes Team hat eine weitere Serie zu Tode geritten und zur Billigproduktion verkommen lassen. Denn genau das ist es. Eine billige Kopie von Wimmelbild-Puzzle-Abenteuern, die nicht mal annähernd an die Qualität einer chinesischen Markenkopie ran kommt.


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