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Haunted Halls: Die Rache des Doctor Blackmore


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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: ERS

Download (Normal): BigFish Games.de
Download (Sammler): BigFish Games.de

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Autor: Claudia K.
Datum: 28.09.2012
Deutsch (Normal): 15.02.2013


Doctor Blackmore hat wieder zugeschlagen. Und wer ist das Opfer? Natürlich Tim, dein Verlobter, den du nun bereits zum dritten Mal aus den Klauen, Verzeihung, aus den Tentakeln des Doktors retten musst. Und da Tim sich nie allein in Schwierigkeiten bringt und es sich offensichtlich zur Lebensaufgabe gemacht hat, schlaff in der Ecke zu hängen und dich machen zu lassen, gibt es natürlich auch noch andere Opfer. Vier um genau zu sein. Der Doktor hat es sich nicht nehmen lassen, dir die Rettung schon allein dadurch zu erleichtern, dass er dich gleich mit entführt hat. So bist du vor Ort und kannst sofort loslegen.

Chicago, Tschernobyl, Pompeii und Alaska warten auf dich. Denn genau dort hat der Doktor all die Leute hingebracht, die ihm irgendwann einmal in die Quere gekommen sind. Jeder ist in einer gesundheitsschädlichen Situation mit Dynamit verbunden und deine Aufgabe: Rette die Leute und dich dazu. Blackmore, der offensichtlich kein Freund von Miles&More ist, hat freundlicherweise eine Maschine gebaut, mit der du bequem in durch ein Portal in jede der Örtlichkeiten reisen kannst.

Grafisch gesehen bringt uns Haunted Halls: Die Rache des Doctor Blackmore nichts Neues, ERS bleibt seinem Stil treu. Handwerklich gut, sind die Bilder leider nicht sonderlich atmosphärisch, sondern eher langweilig. Schade, denn im zweiten Teil dieses (bisherigen) Dreiteilers, Haunted Halls: Kindheitsängste, da hat man gezeigt, dass man atmosphärisch und kreativ arbeiten kann. Eine Überraschung bietet sich dem Spieler aber zumindest in der ersten Hälfte des Spieles. Denn hier finden sich diverse Wimmelbild-Varianten. Da gibt es zum Beispiel die Puzzle-Suche: Jedes gefundene Objekt wird innerhalb der Szene benutzt um am Ende an das Inventarobjekt zu kommen. Es gibt Umriss-Suchen und Einzelteil-Suchen, aber so gut wie keine Wortlistensuche. Doch hast du die beiden ersten Opfer befreit, hört das alles auf: Es gibt nur noch normale Wimmelbilder, die manchmal interaktive Objekte haben.

Im Bereich der Puzzles gibt es nicht wirklich etwas Bemerkenswertes. Es sind Logikpuzzles, die nett gemacht sind, im Zweifel aber eher durch Wiederholungen auf Zeit spielen, als das sie wirklich interessant oder gar anspruchsvoll wären. Der Abenteuerteil ist ebenfalls überschaubar. An jedem der vier Orte hast du den gleichen Ablauf; zuerst ein wenig Hin und Her an zwei bis drei Orten, dann öffnest du einen vierten und vielleicht fünften Ort. Dort fügt sich dann alles zusammen. Technisch gesehen ist Haunted Halls: Die Rache des Doctor Blackmore offensichtlich zu früh herausgekommen. Schon am Tag des Erscheinens gab es ein Update, das zwei Fehler ausgemerzt hat, mindestens ein Update wird offensichtlich noch folgen müssen. Viele Spieler können das Sammler-Extra wegen eines Fehlers nicht beenden. Und wo wir gerade von Ende sprechen: Das ist in der Normalversion völlig unbefriedigend, die Bonusspielzeit schließt dort an. Nicht gerade sehr spielerfreundlich, ausgehend davon, dass nur ein kleiner Teil der Spieler die Sammleredtion spielt.

Haunted Halls: Die Rache des Doctor Blackmore ist im ersten Teil zumindest abwechslungsreich. Deutlich wird: Wer das Spiel nach der Demostunde in dem Glauben kauft, dass es so weiter geht oder besser wird, der wird eine Enttäuschung erleben. Es wird schlechter, wird zu einem simplen Wimmelbildspiel, das einfach nichts Besonderes zu bieten hat. Wer Chicago und Tschernobyl gespielt hat, hat die Höhepunkte des Spieles erlebt.

Eine Heldin, die offensichtlich nichts anderes zu tun hat, als ihren Freund zu retten und ein Doktor, der sein Diplom offensichtlich in Ozeanien gemacht hat oder unter einer seltsamen genetischen Störung leidet - Haunted Halls: Die Rache des Doctor Blackmore ist einfach nichts, was man mit Begeisterung empfehlen könnte. Es spielt sich nett. Es sieht nett aus. Wie heißt es in Zeugnissen so oft? "Herr X. /Frau Y. hat sich stets bemüht".
Das Spiel ist zu Anfang gut, fällt dann ab; der Rest ist gerade mal Durchschnitt. Der Entwickler hat grafisch schon viel Besseres gezeigt. Ja, man kann wirklich sagen: ERS hat sich bemüht. Haunted Halls: Revenge of Doctor Blackmore ist das Ergebnis. Wenn sich jemand bemüht hat, dann sollte man das lobend erwähnen. Eine echte Qualifikation ist es aber nicht.


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