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Haunted Halls: Kindheitsängste


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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: ERS

Download (Normalversion): BigFish Games.de
Download (Sammler): BigFish Games.de

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Autor: Claudia K.
Datum: 26.10.2011

Und weiter geht's - genau da, wo Haunted Halls: Green Hills Sanatorium aufgehört hat, fängt dein neues Abenteuer in Haunted Halls: Kinderängste an. Nachdem du die in einem nicht gerade klinisch getestetem Sanatorium die Patienten gerettet, Tim aber unschöner Weise nicht mit nach Hause nehmen und dort glücklich bis an euer Lebensende sein konntest, befindest du dich nun in einer noch bizarreren Traumwelt des mit einer besorgniserregenende Besessenheit bezüglich Kraken ausgestattetem Doktor Blackmoor (gab es nicht mal einen Doktor Octopus? Na, egal).

Falls dir beim Titel schon der Gedanke gekommen ist: Ja, diesmal geht es um Kinder und die fühlen sich wahrlich nicht wohl in dieser Welt. Der teufliche Doktor hat fünf Kinder (6, wenn du die Sammler-Edition spielst) gestohlen und sie ihren ängsten ausgesetzt und es ist deine Aufgabe, sie alle zu befreien, denn nur so wirst du auch Tim retten können. Es macht den Eindruck, dass du in den Alpträumen der Kinder bist und diese zu einem Ende bringen musst... natürlich in dem Du Wimmelbilder spielst, Rätsel löst und nicht zuletzt auch die dramatische Trennung von Barbie und Ken erlebst.

Zu Beginn kannst du zwischen zwei Schwierigkeitsgraden wählen, allerdings haben die keinen Einfluss auf das Spielverhalten selber, sondern beziehen sich nur auf Glitzer und Aufladegeschwindigkeit von Tipp und überspringfunktion. Durch Klicken (oder Ausschau nach dem Glitzern halten) kannst du in vielen Szenen interaktiv werden, Puzzle lösen, Gegenstände sammeln und Hindernisse beseitigen.

Der Tipp ist nicht nur in den zugemüllten Wimmelbildern hilfreich, er wird dir auch ausserhalb entweder zeigen, wo es etwas zu tun gibt oder dir sagen, dass an gerade diesem Ort nichts zu tun hast. Was warscheinlich ab und an eine Notwendigkeit ist, denn abgesehen davon, dass viele Puzzle und Rätsel keinerlei Zusammenhang mit dem eigentlichen Spiel haben, geschweige denn mit dem was du gerade tust; du befindest dich nun mal in einer Fantasiewelt und deren Stärke ist sicher nicht die Logik.

Also denke nicht, sondern suche einfach wo es etwas zu tun gibt; stehle einem Wikinger ein Horn, heitere einen traurigen Spielzeug-Delfin auf, repariere das Gebiss eines Tikis; man kann nur hoffen, dass Tim das alles wert ist, mindestens 100 Jahre Frühststück ans Bett sollte ihm all diese Aktionen schon wert sein.

Grafisch gesehen erscheint Haunted Halls: Kinderängste nicht nur als grossartiger Nachfolger sondern als eines der besten Spiele von ERS überhaupt. Man hat sich zum ersten Mal tatsächlich an die Kreativität gewagt, hat bizzare und interessante Welten geschaffen, Animationen und Geräuschkulisse sind bis zu den Wimmelbildszenen hin passend. Nicht einmal ertönt das gewohnte dritt-klassige Huhuu und überhaupt: Es zeigt, dass ERS grafisch tatsächlich mehr kann als 0815.

Grafisch. Der Rest des Spieles ist nämlich durchaus 0815. Auch wenn sich die Unlogik der Rätsel noch durch die Fantasiewelt erklären lässt, die Bezugslosigkeit ist gravierend. Ausser das obligatorische öffnen von Kisten, Türen, Schlössern mit Schlüsseln gibt es nur wenig, was irgendetwas mit dem Spiel zu tun hat. Dazu sind die Puzzle eher einfach und haben gern einen Wiederholungsfaktor. Die Wimmelbilder sind zugemüllt, das Brot unter Wasser sieht absolut frisch aus, viele Dinge werden dir Kopfschmerzen bereiten, weil sie früher oder später der Schwerkraft zum Opfer fallen. Ab und an ist die Wortwahl der jeweils 16 Suchobjekte in den Wimmelbildern kreativ (um nicht falsch zu sagen), aber schlimmer noch: Gern spielst du zwei mal die gleiche Wimmelbildszene innerhalb von 2 - 3 Minuten, oder die Szene ist gern mal sofort wieder aktiv, nach dem du das Inventarobjekt ergattert hat. Und eine meiner besonderen Vorlieben: Du weisst bereits, dass du eine Haselnuss brauchst, spielst 3 Wimmelbildszenen in denen Haselnüsse liegen, aber wirst gezwungen, sie zu ignorieren. Man fragt sich, wie diese Gehirnakrobatin von einer Heldin den Rest des Abenteuers schafft. Auch schön.... da musst du erst einen elektrischen Handventilator finden, um ein paar Blätter beiseite zu wischen. Aber eine Palme trägst du locker durch die Weltgeschichte. Ein weiterer Minuspunkt: Sowohl der Verlauf als auch der Ablauf werden spätestens nach mit dem dritten Kind vorhersehbar. Du findest eine interaktive Szene, findest das fehlende Objekt in der Nähe spielst, löst das Puzzle und weiter gehts.

Aber: ca. 4 Stunden Spielzeit (+30 Minuten als Bonus in der Sammler-Edition) sind gerade für ERS und heute schon gewaltig zu nennen. Grafisch grossartig, macht es Spass, auch wenn nicht viel Geschichte dabei ist. Du suchst das Kind, du befreist es, du gehst zum nächsten Punkt.

Das Finale ist dann auch eher unspektakulär und eher noch unter 0815. Geraten werden kann dem Spieler eigentlich nur: Sollte dir ein Doktor über den Weg laufen, dem diverse Krakenarmen unter dem Kittel hervorlugen, frag nach seiner Zulassung. Oder erinnere dich schleunigst an deine Heldenerfahrungen aus zahlreichen Wimmelbildern. Ansonsten: Der Probedownload tut nicht weh und wer sich mit dem niedrigen Spielniveau anfreunden kann, der wird visuell auf jeden Fall seine Freude haben.


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