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Guardians of Beyond: Hexenhausen


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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Vogat Interactive

Download (Normal): Big Fish Games.de
Download (Sammler): BigFish Games.de

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Autor: Claudia K.
Datum: 17.10.2011
Deutsch (Normal): 11.05.2012

Darf ich zu Beginn einen Rat loswerden? Wenn du als FBI Agentin für paranormale Fälle in eine Stadt Namens Witchville (Hexenhausen) gerufen wirst, weil dort alle Einwohner zu Geistern geworden sind; und wenn du dann ferner entdeckst, dass dieses Städtchen sich jährlich aus alter und geliebter Tradition darin begeistert, einen Jahrmarkt abzuhalten, dessen Höhepunkt (und hier kommt die Traditon ins Spiel) die feierliche Verbrennung dreier Strohexen ist, weil dort früher (offensichtlich mit Zustimmung auch der heutigen Bevölkerung) drei angebliche Hexen verbrannt wurden; dann erscheint es mir eine ziemlich gute Idee, dem Dorf ein fröhliches Winken zu gönnen, sich umzudrehen und keinen weiteren Gedanken daran zu verschwenden, was aus Irgendwem dort wird!

Allerdings gebe ich zu, dass dies "Guardians of Beyond: Hexenhausen", dem neueste Wimmelbild-Puzzle-Abenteuer von Vogat Interactive und BigFish Games zu einem extrem frühen Ende bringen würde, denn diese pikanten Details werden dir schon recht zügig mitgeteilt.

Bevor es aber so weit ist, kannst du zunächst unter drei Modi den für dich Richtigen wählen, wobei der dritte Modus kein Glitzern, keinen Tipp und keine Überspringfunktion offeriert. Das mit dem dem überspringen ist dabei nicht das Problem: Die Puzzle sind auf mittlerem Niveau und eher langweilig. Bis auf ein oder zwei musst du einfach nur so lange immer das gleiche tun, bis du die Lösung hast - keine Logik, sondern nur ausprobieren.

Beim Tipp ist das allerdings etwas anders. Während man außerhalb der Wimmelbildszenen ohne ihn auskommen kann (aber wenn du ihn hast und benutzt, gibt er dir derart ausführliche Beschreibungen, dass du im Zweifel sehr viel mehr erfährst, als du eigentlich wissen willst), innerhalb wird es schwieriger. Neben Übersetzungsfehlern, für die der russische Entwickler Vogat Interactive nichts kann, kommen noch andere Ärgernisse hinzu: Mehrere gleiche Objekte in der Szene, aber nur eines ist das Richtige; Objekte haben einen sehr kleinen Klickradius; nur ein winziger, nicht sehr aussagekräftiger Teil des Objektes ist zu sehen (und nein, ein grauer Fleck spricht nicht unbedingt für ein Bügeleisen), einige Objekte sind einfach nicht zu erkennen (die alte Frage: Das soll WAS??? sein?). Nichts davon ist ständig und ausdauernd, alles aber immer wieder mal und damit oft genug, um ärgerlich aufzufallen. Ohne Tipp ist man dann auf den Zufallsklick angewiesen.

Gemeinsam mit deinem Kollegen, der dich überhaupt erst in diese Stadt gerufen hat und ebenfalls ein Geist geworden ist, versuchst du herauszufinden, was hinter all den Geschehnissen in Witchville steckt. Schnell findest einen Wissenschaftler, der Witchville retten wollte und erfährst auch von einer Hexe, die offensichtlich Ursache des Problemes ist. Selten aber ist alles so wie es scheint und so kannst du dich auf eine Geschichte gefasst machen, die eher für "Gute Zeiten, Schlechte Zeiten" oder die nachmittäglichen Talkshows im Trash-TV geeignet ist.

Der Spielverlauf ist relativ gradlinig, die Puzzle auf der leichten Seite und du wirst selten an den Punkt kommen, wo du nicht weißt, wie es weitergeht. Zusätzlich wird dir bei aktiven Szenen auch noch sehr genau gesagt, was du benötigst um das Puzzle oder Rätsel zu lösen. Die Grafiken sind gut mit Abstrichen, manchmal wirken sie ein wenig körnig, aber nicht wirklich störend. Die Wimmelbilder sind, von den negativen Punkten abgesehen, ganz nett. Kleinere interaktive Aufgaben, die Szenen sind nicht komplett zugemüllt, viele Objekte sind eher zur groß als zu klein. Die Musik ist nicht störend, das immer und immer wieder gehauchte "Feaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaar" (Angst) dagegen ist lästig.

Sicherlich positiv gedacht ist die Tatsache, dass du in der Probeversion das Bonusspiel ebenfalls anspielen kannst. Ich weiß leider nicht, wie lange diese Probeversion dauert, aber die Spieldauer des Bonus beträgt ca. 20 Minuten. Was zur kurzen Gesamtspielzeit von etwa 3 Stunden passt. Von der Sammler-Edition ist nur abzuraten. Der dreifache Preis für eine Spielzeit, die nicht mal dem heute üblichen, kurzen Standard entspricht und dazu ist das Bonusspiel dann noch gradliniger als das Hauptspiel.

Guardians of Beyond: Hexenhausen gehört qualitativ zu den schlechteren Wimmelbild-Puzzle-Abenteuer. Wer am Fließband Spiele produziert, dem gehen die Ideen aus und es wird kurios im negativen Sinne. Eine schlechte Geschichte, durchschnittliche Grafiken, kleine Ärgernisse, anspruchslose Puzzle, ein über das Ziel hinaus schießender Tipp, kurze Spielzeit. Vogat Interactive hat, vermutlich unter Zeitdruck, ein Spiel zusammengeschustert, das am Standard kratzt: Natürlich, sie wissen ja wie es geht und was das Publikum will. Diesmal aber ist das Motto Quantität vor Qualtität spürbar. Es ist nicht richtig, richtig schlecht, aber auch nicht wirklich gut.


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