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Grim Tales: Gefährliche Wünsche


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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Elephant Games

Download (Normal): BigFish Games.de
Download (Sammler): BigFish Games.de

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Autor: Claudia K.
Datum: 12.07.2012
Deutsch (Normal): 14.12.2012


Dein Neffe Brandon benimmt sich sehr seltsam und seine Mutter weiß sich keinen Rat mehr. Sie hofft, dass du als Tante, die immer eine besonders gute Beziehung zu ihm hatte, vielleicht eher Zugang zu dem Knaben findest. Er verschließt sich mehr und mehr, wirkt viel älter, als er eigentlich ist und spricht davon, dass er etwas wieder richten muss. Doch als du ankommst, musst du erleben, wie Brandon von unheimlichen Schatten aus dem Fenster gezogen wird und zurück bleibt nur die Nachricht: Ich bin schuldig und muss nun für meine Sünden büßen.

Schon bald erfährst du, dass Brandon eine Hexe getroffen hat. Die gab ihm ein magisches Papier, wenn er dort einen Wunsch aufschrieb, wurde dieser wahr. Sein erster Wunsch war es, sein Lieblingsspielzeug zum Leben zu erwecken, doch schon bald merkte er, dass dies Folgen hatte. Und obwohl er nicht mehr wünschen wollte, wirst du im Verlauf des Spieles erfahren, warum er noch zwei weitere Wünsche niederschreiben musste.

Grim Tales: Gefährliche Wünsche kommt mit hübschen, oft hellen und klar zu erkennenden Grafiken daher. Je nach Spielerwunsch stehen zu Beginn drei unterschiedliche Modi zur Verfügung, wovon der letzte außer der Karte über keinerlei Hilfen verfügt. Der Tipp in den beiden ersten Modi ist recht apart. Mal mehr, mal weniger "verschlüsselt" erklärt er dir textlich, was du wo als nächstes zu tun hast, wird dir dabei aber nicht immer unbedingt den nächst logischen Schritt anraten. Die Karte zeigt mit Ausrufezeichen zwar an, wo noch Aktionen benötigt werden. Allerdings geht es nur darum, DASS es etwas zu tun gibt, nicht wann. Du kannst in Grim Tales: Gefährliche Wünsche durch einen Klick über die Karte von einem zum anderen Ort gebracht werden und nett ist sicherlich die Idee, dass Brandons lebendige Puppe dir diese Karte zur Verfügung stellt und manchmal auch Tipps gibt.

Aber auch wer die Karten-Klick-Methode bei einem Spiel nicht mag, im Verlauf der durchaus ansehnlichen Spielzeit von ca. 4,5 - 5,5 Stunden (sehr abhängig davon, wieviel du liest, wie oft du den Weg über die Karte nimmst und ob du die zum Teil endlos dauernden Puzzle überspringst oder spielst) wird so mancher Gegner diese "Spring-Methode" darauf zurück greifen. Zu groß ist das Zeitschinden durch stumpfes A-nach-B-nach-A-nach-B. Und anschließend dann weiter von C nach D und zurück. Das nervt einfach und wird oft auch noch durch Unlogik verstärkt. Denn warum kann die Katze für das eine Teil auf einen Baum klettern oder sonstige, fast schon akrobatische Kunststückchen absolvieren, während ich für ein identisches Teil zig Mal hin- und her rennen muss?

Elephant Games hat sich sichtlich bemüht, dem Spiel Abwechslung zu verschaffen. Einige Puzzle sind neu und so noch nicht gesehen, alle haben Neustart-Funktion und der Schwierigkeitsgrad liegt im unteren mittleren Bereich. Es gibt Spielteile, die sehr geradeaus sind (du erfährst, du benötigst etwas, findest es quasi sofort, setzt es ein) und andere Abschnitte sind sehr um drei Ecken herum. Einige Gegenstände (so z.B. die Katze) behältst du lange oder für das ganze Spiel im Inventar, manche wirfst du weg, um das Gleiche kurz darauf wieder zu suchen. Einige Puzzles und Rätsel machen Sinn, andere eher nicht. Die Wimmelbilder haben interaktive und zusätzlich versteckte Objekte, sie sind zugemüllt, aber nicht völlig überladen.

Aber das Wörtchen "bemühen" ist ein zweischneidiges Schwert. Sich Mühe zu geben ist auch dann lobenswert, wenn der Erfolg sich trotz aller Mühe nicht wirklich einstellt. Und das ist bei Grim Tales: Gefährliche Wünsche passiert. Allein schon die Tatsache, dass man gefühlt einhundert Medaillons benötigt um Schränke, Briefkästen, Truhen, Türen, Schatullen, Schränke etc. zu öffnen, zeigt: In den Details ist Grim Tales: Gefährliche Wünsche manches Mal zu nachlässig. Die Geschichte zieht nicht wirklich mit, eine Atmosphäre wird nicht wirklich geschaffen. Zumindest nicht so, dass es andauert. Man ist nicht ungehalten über Unterbrechungen, in Teilen zieht sich das Spiel, schafft es nicht einen Spannungsbogen zu ziehen, geschweige denn zu halten.

Eine gute Spielzeit, die mit dem Sammler-Extra-Spiel (das an die Geschichte anschließt, diese hat aber ein vernünftiges Ende), noch verlängert wird. Ganz ohne Frage: schöne Grafiken, ein paar gute, neue Ideen mit den Puzzlen. All das gibt vier Tassen. Grim Tales: Gefährliche Wünsche hat keine dicken Fehler, auch das ist ein Grund für die Tassenvergabe. Und doch, kaum hat man es beendet, verschwindet auch die Erinnerung daran. Es ist nicht beeindruckend. Spielenswert? Ja. Das ist Grim Tales: Gefährliche Wünsche auf jeden Fall. Was fehlt, das ist das kaum Fassbare. Das, was ein Spiel zu "ich konnte nicht aufhören" macht. Es hebt sich nicht aus der Masse ab. Aber es lugt ein wenig hervor.

 


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